Ferrero-Waldner begrüßt Eröffnung des neuen Stabilitätspakt-Büros in Wien
22.10.2001
Wien ab heute Sitz der Unterstützungseinheit für Migrations- und Asylfragen in Südosteuropa
Wien, am 22. Oktober 2001 - ,,Ein ordentliches, harmonisiertes Management der Wanderungsbewegungen stellt einen wichtigen Sicherheitsfaktor nicht nur für die Staaten und Menschen Südosteuropas, sondern auch für die Länder der Europäischen Union dar." Mit diesen Worten unterstrich Außenministerin Benita Ferrero-Waldner heute die Bedeutung der Migrations- und Asylinitiative des Stabilitätspaktes anlässlich der Eröffnung des neuen Büros zur Koordinierung von Migration und Asyl in Wien.
,,Ich glaube, wir sind uns der Bedeutung bewusst, welche die zunehmenden Migrationsbewegungen für uns alle haben. Migration als grenzüberschreitendes Phänomen bedarf für ihr Management der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Wir müssen uns gemeinsam dieser Herausforderung stellen; im Alleingang ist es nicht zu schaffen", so die Außenministerin. Das Hauptaugenmerk werde dabei vor allem der illegalen Migration gelten. Sie gehe Hand in Hand mit Menschenschmuggel und Menschenhandel und stelle eine Haupteinnahmequelle für organisierte Kriminalität dar.
Als wichtigen Aspekt nannte die Außenministerin auch die notwendige Harmonisierung der einzelstaatlichen Regelungen in Asylfragen. ,,Die Staaten der Europäischen Union sind gerade dabei, in dieser Hinsicht eine Harmonisierung zu erarbeiten, um Ungleichbehandlung von Asylwerbern und Flüchtlingen oder Asylshopping zu verhindern. Es liegt in unserem Interesse, eine einheitliche und optimale Vorgangsweise in Asylfragen nicht nur mit den Beitrittskandidaten zu teilen, sondern auch mit den Staaten der südosteuropäischen Region."
Ferrero-Waldner hiess den Leiter der Unterstützungseinheit Botschafter Almqvist und sein Team herzlich in Wien willkommen und dankte all jenen, die zum Zustandekommen der Einheit beigetragen haben.
