Uganda (de)
- Hauptstadt:
- Kampala
- Int. Kennzeichen:
- UG
- Sprache
- Englisch, Luganda, Kisuaheli
- Währung:
- 1 Uganda-Schilling (U.Sh.) = 100 cents (c)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +2 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +1 h
- Elektrischer Strom:
- 240 Volt/50 Hertz, dreipolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 15.01.2013)
Besondere Hinweise
Es wird generell zu erhöhter Vorsicht geraten, die Terrorgefahr ist in Uganda aufgrund des militärischen Engagements des Landes in Somalia nach wie vor generell erhöht. Größere Menschenansammlungen oder Demonstrationen sind unbedingt zu meiden, allfällige Weisungen von lokalen Behörden/Sicherheitskräften sollten befolgt werden.
Eine erste Welle an Protestmärschen, die von der als Activists for Change zusammengeschlossenen Opposition unter dem Namen „Walk to Work“ organisiert wurde, ist zwar eingestellt worden, allerdings hat die Opposition bereits mehrmals versucht, die Protestmärsche wieder aufleben zu lassen. Diese neuerlichen Versuche wurden von der Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas brutal niedergeschlagen. Nachdem weitere Versuche der Opposition, Protestmärsche zu organisieren, nicht ausgeschlossen werden können, wird dringend angeraten, nach wie vor Vorsicht walten zu lassen und größere Menschenansammlungen jedenfalls zu meiden.
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen / partielle Reisewarnung für Nordostuganda (Karamoja – seit 19.09.2008).
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird zu erhöhter Vorsicht besonders im Stadtgebiet von Kampala geraten.
Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten unter allen Umständen gemieden werden. Vor Nachtfahrten wird generell abgeraten. Da Überfälle in der Hauptstadt Kampala nicht auszuschließen sind, sollten keine größeren Bargeldbeträge oder Wertgegenstände bei Rundgängen mitgenommen werden, bei Fahrten mit dem PKW sollten Fenster und Türen verschlossen bleiben, Kraftfahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen (z.B. Hotels) abgestellt werden.
Für den Flughafentransfer (Entebbe - Kampala 45 km) wird empfohlen, den vom gebuchten Hotel angebotenen Transport zu nutzen bzw. nur größere seriöse Taxiunternehmen zu verwenden.
Für Reisen in andere Regionen des Landes ist ebenfalls ein erhöhtes Maß an Vorsicht und Wachsamkeit geboten, nach Möglichkeit wäre eine Auskunft über die jeweilige Sicherheitslage vor Ort bei den diplomatischen Vertretungen und/oder den örtlichen Behörden einzuholen.
Reisen in die Nationalparks in Begleitung sogenannter Park-Rangers gelten grundsätzlich als unbedenklich. Touristen wird aufgrund einer möglichen Änderung der Sicherheitslage aber empfohlen, aktuelle Informationen vor Ort, z.B. bei Uganda Wildlife Authority (UWA) oder Uganda Tourism Board (UTB), einzuholen.
Vor Reisen in die Karamoja-Region im Nordosten des Landes an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird jedoch weiterhin gewarnt, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. In Not geratenen Österreichern kann, solange sie sich während aufrechter partieller Reisewarnung in der betroffenen Region befinden, wenn überhaupt, nur in sehr eingeschränktem Umfang konsularische Hilfestellung geleistet werden.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst- und Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: Grundsätzlich ist bei der auch für Österreich zuständigen ugandischen Botschaft in Berlin das Visum zu beantragen, Österreichische Staatsbürger erhalten jedoch bei Einreise (Flughafen, Grenzübergang) gegen eine Gebühr von USD 50,-- ein entsprechendes Einreisevisum ausgestellt
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei der Einreise
- Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können
Einfuhr
Die Einfuhr der Landes- oder Fremdwährung unterliegt keiner Beschränkung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von EUR, GBP oder USD. Kreditkarten können in führenden Hotels und bei Fluggesellschaften verwendet werden, das Abheben von Bargeld mittels Kreditkarte ist bei den meisten Banken möglich. Fremde Währung darf nur bei einer zum Devisenhandel autorisierten Institution eingetauscht werden. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch 200 Zigaretten oder 1/2 Pfund Tabak sowie 1 Flasche Alkohol).
Ausfuhr
Die Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung unterliegt keiner Beschränkung. Eine Sondergenehmigung für den Export von Jagdtrophäen ist erforderlich.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Das tropische Klima wird durch den Victoriasee (größter Binnensee) stark beeinflusst. Die Maximaltemperaturen liegen bei 26 - 29° Celsius.
Gesundheit
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Leitungswasser sollte nicht getrunken werden!) zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen (Vorsicht beim Genuss von rohem Obst und Salaten) und fette Speisen vermeiden. Übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Häufiges Händewaschen wird angeraten; durch Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen. vermeiden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Die Zahl der HIV-infizierten Personen unter der Lokalbevölkerung ist sehr hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.
Das hämorrhagische Ebola-Fieber (EHF)ist in Uganda endemisch und ist zuletzt im August / September 2012 der Provinz Kibaale mit etlichen Todesfällen, sowie Anfang Mai 2011 im Bombo- Distrikt, unweit von Kampala, aufgetreten.
Aus der Provinz Kibaale wurden im Herbst 2012 auch Fälle des tödlichen und hochansteckenden Marburg Fiebers mit Todesfällen gemeldet. Eine niederländische Staatsbürgerin wurde Ende Juni 2008 während ihres Besuchs in Uganda mit dem Marburg Virus infiziert und ist daran gestorben. Die Patientin hat sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei einem Besuch zweier Fledermaushöhlen (Höhle bei Fort Portal bzw. "Python" Höhle) infiziert. Bei speziellen dort lebenden Fledermausarten konnte man Marburg Viren nachweisen. Es wird empfohlen den Besuch derartiger Höhlen zu meiden.
Da derartige Epidemien lokal immer wieder auftreten, sollten Reisende in betroffene Distrikte (außerhalb der Hauptstadt Kampala) besondere Vorsicht walten lassen und insbesondere auf entsprechende Hygienemaßnahmen und die Vermeidung von physischem Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen achten. Es wird geraten sich in den Medien und an den konsularischen Vertretungen vor Ort zur aktuellen Situation informieren. Aktuelle Hinweise zu derartigen periodisch auftretenden Viruserkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf dieser Website.
Vorwiegend in den westlichen Teilen Ugandas (Distrikte: Arua, Hoima, Masindi) kommt es immer wieder zum Ausbruch von Meningitis (Gehirnhautentzündung) mit jährlich mehren Todesopfern. Besonders bei Reisen in Regionen mit Meningitishäufigkeit wäre ein Meningokokken-Meningitis Impfschutz anzuraten.
Seit Ende Mai 2008 wurden im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) mehrere tausend Menschen mit dem Hepatitis E Virus infiziert, mehr als hundert Menschen starben daran. Hepatitis E ist eine oral übertragbare Virusinfektion der Leber, gegen die es derzeit keine Schutzimpfung gibt. Die Infektion erfolgt durch kontaminiertes Trinkwasser, es wird daher empfohlen, Trinkwasser unbedingt abzukochen. Darüber hinaus sollten Schwangere die betroffenen Gebiete meiden. Seitens der ugandischen Behörden liegt derzeit keine Reisewarnung für die betroffenen Gebiete vor.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringendst empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz. Die Hauptverkehrsstraßen sind teilweise mangels Erhaltung in einem sehr schlechten Zustand. Auf die mangelnde Fahrdisziplin und technische Unzulänglichkeiten vieler Verkehrsteilnehmer wird hingewiesen. Von Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Bei Autofahrten sind der zwischenstaatliche Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Achtung, in Uganda ist Linksverkehr.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
In Uganda ist Homosexualität illegal und mit entsprechenden Strafen belegt.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
Weitere hilfreiche Informationen
Uganda Tourism Board (UTB)
in englischer Sprache
Internet: Uganda Tourism Board (UTB)
