Tansania (de)
- Hauptstadt:
- Dodoma
- Int. Kennzeichen:
- TZ
- Sprache
- Kisuaheli
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- 1 Tansania-Schilling (T.Sh.) = 100 cents (c)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +2 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +1 h
- Elektrischer Strom:
- 240 Volt/50 Hertz, dreipolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 20.02.2013)
Besondere Hinweise
Sicherheit
Im gesamten Ostafrika besteht erhöhte Gefahr terroristischer Aktivitäten. Es hat wiederholt Hinweise auf geplante Terroranschläge gegen von Ausländern oder westlichen Touristen frequentierte Einrichtungen in Ostafrika gegeben, die auch Tansania betreffen könnten. Reisende werden beim Besuch von touristischen Sehenswürdigkeiten und religiösen Stätten zur Vorsicht aufgerufen.
Politische oder religiöse Versammlungen bzw. Demonstrationen jeder Art sollten unbedingt gemieden werden. Aus Rücksicht auf die örtlichen Gegebenheiten und Gebräuche sollten weibliche Reisende auf freizügige Kleidung verzichten, dieses gilt auch für „Stone Town“, die Altstadt von Sansibar. Einsame Gegenden und Strände abseits von Hotelanlagen sollten aus Sicherheitsgründen auch tagsüber gemieden werden. Erhöhte Vorsicht wird auch bei Stadtrundgängen in Arusha empfohlen.
Grundsätzlich sollten nach Einbruch der Dunkelheit Spaziergänge in den Städten und an Stränden sowie Überlandfahrten vermieden werden. Besonders Individualreisende sollten bereits bei der Planung der Reiseroute und noch einmal vor Antritt der Reise Informationen bezüglich der Sicherheitsbedingungen einholen, da sich die Sicherheitslage rasch ändern kann.
Reisedokumente, Tickets und größere Bargeldbeträge sollten im Hotelsafe deponiert werden, da es immer wieder zu Diebstählen und Überfällen auf Touristen kommt.
Die Grenzregionen im Nordwesten des Landes weisen aufgrund der Flüchtlingsproblematik ein höheres Überfallsrisiko auf und sollten gemieden werden.
Überfälle von Piraten aus Somalia können auch in den Gewässern um die Seychellen und Madagaskar, sowie vor Kenia und Tansania nicht ausgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen wird auf die Website des IMB Piracy Reporting Centre verwiesen.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst- und Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: Grundsätzlich wäre bei der auch für Österreich zuständigen tansanischen Botschaft in Berlin das Visum zu beantragen, österreichische Staatsbürger erhalten jedoch bei Einreise (Flughafen, Grenzübergang) gegen eine Gebühr von USD 50,-- oder EUR 50,-- ein entsprechendes Einreisevisum ausgestellt
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Mind. 6 Monate bei der Einreise
- Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Cremefarbiger Notpass: Ja, allerdings wird ein Visum vor Reiseantritt von der zuständigen Vertretungsbehörde benötigt
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können. Bei Einreisen aus Gelbfiebergebieten (z.B. anderen Ländern Afrikas) muss bei der Einreise ein Nachweis über eine aktuelle Gelbfieberimpfung nachgewiesen werden.
Einfuhr
Die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt jedoch deklarationspflichtig. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar oder Euro. Kreditkarten werden in allen größeren Hotels akzeptiert.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt. Die Ausfuhr von Gegenständen, die aus dem Material geschützter Tiere hergestellt sind und nicht den Vorschriften des Washingtoner Artenschutzabkommen entsprechen, ist verboten.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Es gibt zwei Regenperioden von März bis Mai und November/Dezember. Die Küstengebiete sind heiß und feucht, während es im Zentralplateau eher trocken ist.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Die Zahl der HIV-infizierten Personen ist hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Choleraerkrankungen vermeiden.
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Reisenden werden eine Malariaprophylaxe und strenge Vorsichtsmaßnahmen empfohlen: Wirksamer Insektenschutz, den ganzen Körper abdeckende Kleidung, Insektensprays zum Imprägnieren der Kleidung, Hotels mit Aircondition und/oder nächtens Moskitonetze bei Übernachtungen im Zelt. Fieberhafte Symptome, auch wenn sie erst nach erfolgter Rückkehr in Österreich auftreten, sollten dringend bezüglich einer Malariainfektion abgeklärt werden. Nähere Informationen erteilt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 8343).
In manchen Nationalparks (Serengeti, Tarangire, u.a.) kann es zu einer Infektion mit der afrikanischen Schlafkrankheit kommen, die durch einen schmerzhaften Biss der Tsetsefliegen übertragen wird. Eine frühzeitige Behandlung der Schlafkrankheit (Trypasomiasis) mit Medikamenten ist anzustreben, um einen Befall des Zentralnervensystems zu vermeiden.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen.
Verkehr
In Tansania gilt Linksverkehr. Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und bei der Einreise mit dem eigenen PKW die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Für Leihwagen ist ein Internationaler Führerschein zu empfehlen, eine Haftpflichtversicherung ist obligat.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
In Tansania (Festland und Sansibar) unterliegen Homosexualität und Prostitution strengen Haftstrafen. Diese können sogar lebenslänglich ausgesprochen werden, sollten daran Minderjährige beteiligt sein.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
