Simbabwe (de)
- Hauptstadt:
- Harare
- Int. Kennzeichen:
- ZW
- Sprache
- Englisch, Shishona, Sindebele
- Währung:
- diverse Hartwährungen wie USD, ZAR, Botswana Pula, Euro
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +1 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, dreipolige Rundstecker, Zwischenstecker erforderlich
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 08.02.2013)
Besondere Hinweise
Erhöhtes Sicherheitsrisiko
Aufgrund vereinzelter politischer Gewaltaktionen wird empfohlen, Vororte bzw. dicht besiedelte Stadtteile von Großstädten und politische Versammlungen zu meiden und bei Menschenansammlungen wachsam zu sein. Die Versorgung mit Waren hat sich verbessert, es kann jedoch zu Treibstoffengpässen kommen. Seit der Aussetzung des Simbabwe-Dollars als Landeswährung hat die Hyperinflation aufgehört. In erster Linie werden US-Dollar und der südafrikanische Rand als Zahlungsmittel verwendet, in Einzelfällen auch andere Fremdwährungen.
Bei Reisen nach Simbabwe, welche grundsätzlich möglich sind, muss von Einschränkungen in einigen Landesteilen ausgegangen werden.
Ausländer dürfen ohne staatliche Akkreditierung nicht über die Entwicklung im Land berichten.
Die tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Krise ist weiterhin spürbar, jedoch ist seit Antritt der Koalitionsregierung eine spürbare Besserung der Lage in wichtigen Bereichen (Inflation, Versorgungslage) eingetreten.
Die Versorgung mit Strom und Trinkwasser ist weiterhin nur teilweise gesichert. Telefonverbindungen (Festnetz und Mobil) funktionieren nach dem Zufallsprinzip. Aufgrund der Straßenverhältnisse und lokalen Fahrweise kommt es oft zu schweren Verkehrsunfällen.
Auf dem Flughafen von Harare sind vermehrt Taschendiebstähle zu verzeichnen. Reisepässe und wichtige Dokumente sollten möglichst sicher verwahrt werden, eine Fotokopie des Reisepasses sollte immer mitgeführt werden.
Bei Einbruch der Dunkelheit besteht erhöhtes Überfallrisiko besonders an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen. Bei allen Fahrten sollten die Fahrzeuge von innen verriegelt werden. Große Vorsicht ist auch bei Überlandfahrten geboten. Menschenansammlungen sind grundsätzlich zu meiden! Es kann jederzeit zu Kundgebungen, welche von gewaltsamen Zusammenstössen zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen bzw. Sicherheitskräften begleitet werden, kommen. Fotografieren sollte unbedingt unterlassen werden.
Touristische Reisen sollten nur in die bekannten Reisezentren und mit Reiseagenturen unternommen und ungeplante Änderungen den Reiseagenturen mitgeteilt werden.
Es wird ausdrücklich davor gewarnt, (Roh-)Edelsteine & Edelmetalle zu erwerben. Edelsteine und -metalle dürfen nur in verarbeiteter Form mit den erforderlichen Papieren bzw. Prägestempeln gehandelt bzw. in Besitz genommen werden.
Einreise
- Visumspflicht: Ja
- Visum erhältlich: bei Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo und Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: mind. 6 Monate bei der Einreise
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Sonstiges: Visa kosten zurzeit USD 30,-- für einmalige bzw. USD 45,-- für eine zweimalige Einreise. Auf Grundlage eines erklärenden Schreibens kann für USD 55,-- ein Visum für mehrmalige Einreisen beantragt werden. Visaverlängerungen können in Harare beim "Department of Immigration", Liquenda House, Nelson Mandela Avenue, beantragt werden. Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Bargeld für den Aufenthalt nachweisen können.
Einfuhr
2009 wurde als offizielle Währung u.a. der USD eingeführt. Die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt (Deklaration empfohlen). Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar, Euro oder Rand in bar (inklusive kleiner Geldnoten), Reiseschecks oder Kreditkarten sind großteils nicht verwendbar. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bedarf einer Genehmigung.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für diese Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis (Temporary Import Permit) notwendig, welche man an jedem internationalen Flughafen von Simbabwe erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht erlaubt.
Ausfuhr
Die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt.
Zollvorschriften:
Bei der Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf vorgesehen sind, muss unbedingt eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Da die Vorschriften sich ständig ändern, empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare Auskünfte einzuholen.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Subtropisches Klima ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur mit einem Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von November bis April.
In den höher gelegenen Landesteilen, einschließlich der Hauptorte Harare und Bulawayo, sind die Temperaturen eher gemäßigt.
Von Mai bis August ist das Wetter kühl und trocken, im Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt. Die heißesten Temperaturen sind im September und Oktober zu verzeichnen.
In den niedrigeren Regionen im Norden und Süden des Landes sind die Temperaturen allerdings erheblich höher.
Gesundheit
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung, welche die Kostenübernahme eines medizinisch notwendigen Rücktransportes nach Österreich beinhaltet, wir dringend angeraten!
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten entspricht die Lage in den privaten Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die medizinische Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern bleibt aufgrund der mangelhaften Ausstattung weiterhin problematisch. Auf Grund der enorm hohen Rate an HIV-Infizierten (Schätzungen von bis zu 25% der Gesamtbevölkerung) und der unzureichenden medizinischen Ausrüstung in Spitälern ist von Operationen abzuraten.
Kliniken behandeln Patienten nur bei Vorauszahlung. Das bedeutet, dass selbst bei Abschluss einer Reisekrankenversicherung die Kosten im Vorfeld direkt beglichen werden müssen. Eine reine Zusage/Kostenübernahme durch eine Versicherung ist nicht ausreichend, und Patienten werden selbst bei schwersten Verletzungen nicht aufgenommen.In den Apotheken gibt es zwar importierte Medikamente, es müssen jedoch dafür sehr hohe Preise bezahlt werden. Es wird empfohlen, Medikamente für den persönlichen Bedarf für die Dauer des Aufenthaltes mitzubringen.
Aufgrund einer Choleraepidemie im Winter 2008/2009 wird weiterhin auf strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen hingewiesen. Bei Auftreten von Durchfallerkrankungen sollte sofort ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Malariaprophylaxe für das ganze Land unter 1200m Seehöhe wird angeraten.
Malaria tritt im Sambesital, an den Viktoriafällen, Hwange National Park, etc. auf.
Das Wasser in den Flüssen und Dämmen ist nicht zum Schwimmen geeignet, weil es mit Bilharzia infiziert ist. Die Mitnahme einer Reiseapotheke wird dringend empfohlen.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Verkehr
In Simbabwe herrscht Linksverkehr. Die Versorgung mit Treibstoff hat sich landesweit gebessert.
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, lokale Taxis, Mietwagen, Eisenbahnen und Busverbindungen. Das Hauptstraßennetz ist asphaltiert und teilweise schlecht erhalten. Die Nebenstraßen sind zumeist nicht asphaltiert (Allradantrieb wird empfohlen). Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt, da diese wegen Mangel an Ersatzteilen sehr schlecht gewartet sind. Desgleichen wird vor Reisen mit dem Zug gewarnt. Es kommt wiederholt wegen schlechter Wartung zu schweren Unfällen. Notärztliche Versorgung ist kaum noch vorhanden.
Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Ein "Temporary Import Permit" ist kostenlos an der Grenze erhältlich. Auf vielen Strassen sind von der Polizei errichtete mobile Straßensperren häufig. Bei Anhaltung muss zumeist der Führerschein vorgezeigt werden. Auf dem höherrangigen Straßenetz wird für einzelne Abschnitte eine Benutzungsgebühr in Höhe von USD 1,-- pro PKW eingehoben.
Vorsicht! Bei Nahen der Autokolonne des Präsidenten ist unbedingt sofort anzuhalten.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität wird von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch traditionell als unmoralisch empfunden. Zusammenwohnen von Paaren (verheiratet oder nicht) in Hotels ist kein Problem.
Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden ist strengstens untersagt. Es wird deshalb empfohlen, in deren Nähe das Fotografieren zu unterlassen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die österreichische Berufsvertretungsbehörde Harare im Jahr 2011 geschlossen wurde. Die örtliche Zuständigkeit wird seit dem von der österreichische Botschaft in Pretoria übernommen- www.austrianembassy.co.za.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
