Sierra Leone (de)
- Hauptstadt:
- Freetown
- Int. Kennzeichen:
- SL
- Sprache
- Englisch, einheimische Sprachen
- Währung:
- 1 Leone (Le)= 100 cents (c)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -1 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -2 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz; englische Stecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 10.02.2012)
Besondere Hinweise
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Trotz des offiziellen Kriegsendes 2002 ist das Land von den Jahren des Bürgerkrieges noch schwer gezeichnet. Die Infrastruktur ist in vielen Gebieten im Landesinneren weiterhin zerstört, wodurch Reisen ausserhalb des Westens des Landes schwierig sind. Reisenden wird jedenfalls geraten, sich vor Antritt der Reise beim österreichischen Honorarkonsul in Freetown oder bei der österreichischen Botschaft in Dakar über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren und sich über die Entwicklungen regelmäßig auf dem Laufenden zu halten.
Demonstrationen oder große Menschenansammlungen, insbesondere Parteiveranstaltungen, sollten gemieden werden. Unruhen rivalisierender Banden enden oft gewaltsam. Bei Zusammenstößen zwischen den beiden größten politischen Gruppierungen kam es im März 2009 auch zu Vergewaltigungen und zu Unruhen im Süden des Landes.
Kriminalität: Es kommt vermehrt zu Taschendiebstählen, bewaffneten Raubüberfällen und Einbrüchen. Es wird daher geraten, keine Wertgegenstände und nur kleine Bargeldbeträge mit sich zu führen und nicht alleine spazieren zu gehen (insbesondere auch auf Stränden). Zu besonderer Vorsicht wird nach Einbruch der Dunkelheit geraten. Nächtliche Überlandfahrten sollten jedenfalls unterbleiben, auch wegen der hohen Unfallgefahr.
Die österreichische Botschaft Dakar kann in Sierra Leone in Not geratenen Österreichern nur in sehr eingeschränktem Umfang Hilfe leisten.
Österreichern, die sich in Sierra Leone aufhalten, wird empfohlen, sich beim Honorarkonsulat Freetown oder der Österreichischen Botschaft Dakar registrieren zu lassen.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Reisenden wird jedenfalls geraten, sich vor Antritt der Reise beim österreichischen Honorarkonsul in Freetown oder bei der österreichischen Botschaft in Dakar über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren und sich über die Entwicklungen auch vor Ort regelmäßig auf dem Laufenden zu halten.
Einreise
- Visumspflicht: Ja
- Visum erhältlich: bei der für Österreich zuständigen Vertretungsbehörde des Landes
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert, kann aber unter Umständen zu Problemen führen.
- Miteintragung von Kindern:Kindermiteintragungen in österreichischen Reisepässen verlieren ab 15. Juni 2012 automatisch ihre Gültigkeit. Es wird dringend empfohlen, für Kinder schon jetzt einen eigenen Reisepass ausstellen zu lassen.
- Sonstiges:Transitpassagiere, die innerhalb von 12 Stunden ohne Verlassen des Flughafens weiterreisen, sind von der Visapflicht ausgenommen. Passagieren von Kreuzfahrtschiffen kann anstelle eines Visums eine Genehmigung zum Landgang ("shore pass") vor Ort erteilt werden. Die Vorlage eines Impfpasses (Gelbfieberimpfung) wird verlangt.
Einfuhr
Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von SLL 50.000,--, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt. Es empfiehlt sich die Mitnahme von USD, GBP oder EUR in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 200 Zigaretten oder 1/2 Pfund Tabak sowie 1 Quart Alkohol).
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von SLL 50.000,--, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Für den Handel mit oder die Ausfuhr von Diamanten ist unbedingt eine Lizenz erforderlich. Verstöße werden drakonisch geahndet.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von Mai bis November mit den stärksten Niederschlägen zwischen Juli und September.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Ausserdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Eine medizinische Grundversorgung nach europäischem Standard ist nicht gewährleistet. Schwere Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Europa) behandelt werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie Verbandsmaterial und Einwegspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, ausser bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten allen Reisenden dringend zu empfehlen). Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 8343) jedoch bei Rundreisen und/oder längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und eitrige Gehirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) sowie für Individualtouristen und Camper zusätzlich gegen Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land wird angeraten.
Vorsicht
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Zwischen dem Flughafen und dem Stadtzentrum von Freetown ist ein Fährverkehr eingerichtet, weiters kommen Busse und Taxis in Betracht. Die sicherste Verbindung scheint jedoch der Transfer per Hubschrauber zu sein. Die öffentlichen Verkehrsverbindungen im Landesinnern sind im Aufbau begriffen. Bei Autofahrten sind der zwischenstaatliche Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität gilt in Sierra Leone als illegal.
Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung (auch der Flughafen!) ist verboten. Allgemein sollte bei der Wahl der Fotomotive (auch bei Personen) Vorsicht walten.
Das Aussenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
