Peru (de)
- Hauptstadt:
- Lima
- Int. Kennzeichen:
- PE
- Sprache
- Spanisch, Ketchua und Aymara
- Gängige Fremdsprachen:
- keine (am ehesten noch Englisch)
- Währung:
- 1 Neuer Sol (S/.) = 100 Céntimos (c)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -6 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -7 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/60 Hertz Wechselstrom, Flachstecker
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 06.06.2013)
Besondere Hinweise
AKTUELLES – Jüngste Entwicklungen:
Region Madre Dios: In Teilen der Provinz, vor allem in der Stadt Puerto Maldonado kommt es wegen virulenter sozialer Konflikte derzeit immer wieder zu Demonstrationen, Blockaden und Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Ordnungskräften, die auch gewalttätig verlaufen. Es wird angeraten, sich über die aktuelle Information auf dem Laufenden zu halten bzw. sich mit Ihrem Reisebüro in Verbindung zu setzen. Im Falle von Demonstrationen bzw. Blockaden wird angeraten, die Region zu meiden.
Region Cajamarca: Durch den andauernden Konflikt im Zusammenhang mit dem Bergabbauprojekt Conga kann es in der Region Cajamarca, vor allem in der Stadt Cajamarca, immer wieder zu Protestkundgebungen kommen, welche auch gewalttätig verlaufen können. Zuletzt wurde am 04.07.2012 in den Provinzen Celendín, Hualgayoc und Cajamarca von der Regierung der Ausnahmezustand verhängt. Es wird angeraten, sich über die aktuelle Information auf dem Laufenden zu halten bzw. sich mit Ihrem Reisebüro in Verbindung zu setzen. Im Falle von Demonstrationen bzw. Blockaden wird angeraten, die Region zu meiden.
Region CUZCO: Bei Reisen in die Nähe des archäologischen Komplexes von Choquequirao, einer nur teilweise ausgegrabenen Ruinenstadt der Inka im Süden Perus, wird zu größter Vorsicht geraten, da es hier zu bewaffneten Überfällen kommen kann. Die Region ist abgelegen, nur durch mehrtägigen Fußmarsch erreichbar. Der Ort ist bekannt für seine Abgeschiedenheit und wird wegen der Ähnlichkeit in Aufbau und Architektur auch “Schwester Machu Picchus” genannt. Zuletzt kam es hier Mitte August 2011 zu einem Überfall einer Gruppe von Touristen durch mehrere bewaffnete Männer. Es kam zu keinen körperlichen Schäden, Bargeld und persönliche Gegenstände wurden den Touristen abverlangt.
NAZCA: In Nazca kommt es immer wieder zu Flugzeugabstürzen mit Touristen, da völlig veraltete Flugzeuge eingesetzt werden und die Sicherheitsstandards nicht eingehalten werden. Reisenden wird daher generell von Rundflügen zur Besichtigung der Nazca-Linien abgeraten.
Sicherheit
Auf die allgemein erhöhte Sicherheitsgefährdung wird hingewiesen.
Größtes Sicherheitsproblem für Reisende nach Peru ist die hohe Kriminalität (Diebstahl, Raubüberfälle und Entführungen), vor allem in den von Touristen stark frequentierten Städten wie Lima, Cusco, Trujillo, Arequipa, Puno oder Huaraz. Wegen anhaltender sozialer Unzufriedenheit in der Bevölkerung kommt es im Land immer wieder zu (gewalttätigen) Protestaktionen, Blockaden und Straßensperren. Demonstrationen sollten gemieden werden.
Reisenden wird grundsätzlich angeraten, sich über die aktuellen Bedingungen und die Sicherheitslage in Peru kurzfristig vor Reiseantritt zu erkunden bzw. sich nochmals vor Ort bei den lokalen Sicherheitsbehörden oder bei den lokalen Reiseveranstaltern zu informieren und bei Problemen die Botschaft zu kontaktieren (Bereitschaftstelefon: (01) 99-7376645).
Touristenpolizei (Policía de Turismo y Ecología): (01) 423 3500, (01) 243 2190 (Notruf Touristenpolizei Lima); E-Mail: dirture.sec(at)pnp.gob.pe. Bei dringenden Fällen: Mobilnummer (01) 99-755 9188.
Weitere Empfehlungen: Elendsviertel („Pueblos Jóvenes“) in Großstädten grundsätzlich meiden; Mitnahme von wenig Bargeld; Ausweise und Dokumente im Hotel (Safe) lassen und Fotokopien bei sich tragen; sichtbares Tragen von Schmuck, teuren Uhren etc. vermeiden; Vorsicht bei selbsternannten "Reiseführern"; besondere Vorsicht nach Einbruch der Dunkelheit; versuchen Sie, soweit möglich, in Gruppen unterwegs zu sein; Überfälle bei/nach Abhebungen an Bankomaten häufen sich; benutzen Sie vorwiegend Bankfoyers während des Tageslichts.
Gefährdete Gebiete (von deren Bereisen grundsätzlich abgeraten wird): Gebiete des Urubamba-, Huallaga-, Apurimac- und Ene-Flusses (VRAE) sowie die angrenzenden Gebiete und Nebentäler (regelmäßig bewaffnete Zusammenstöße zwischen Drogenmafia und peruanischen Streitkräften). Teile des Grenzgebiets zu Ecuador können noch vermint sein, besonders in der Nähe militärischer Einrichtungen. Halten Sie sich strikt an die asphaltierten und häufig benutzten Strassen, noch bestehende Minenfelder sind in der Regel markiert.
Ausnahmezustand herrscht (seit 2004 permanent) wegen Bekämpfung des Drogenanbaus in folgenden Gebieten: im Departamento Ayacucho die Provinzen Huantar und La Mar; im Departamento Huancavelica die Provinz Tayacaja; im Departamento Cusco die Bezirke Quimbiri, Pichari und Vilcabamba sowie die Provinz La Convención (Hinweis: die touristischen Ziele der Region Cusco befinden sich nicht in dieser Provinz); im Departamento Junín die Provinzen Satipo (nur Distrikt Andamarca und Comas) und Huancayo (hie nur Distrikt Santo Domingo de Acobamba und Parihuanca)
Drogen: Besondere Vorsicht ist bei Drogenkriminalität angebracht! Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet (2-25 Jahre), Haftbedingungen in peruanischen Gefängnissen stellen für EuropäerInnen eine hohe Belastung dar. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben. Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt, nehmen Sie auf keinen Fall Aufträge von „Zufallsbekanntschaften“ (etwa Mitnahme von Geschenken für Dritte) entgegen.
Auch vor der Einnahme der sog. „Dschungeldroge“ Ayahuasca, die oftmals im Rahmen sog. „Esoterik-Aufenthalte“ im Amazonas angeboten wird, wird gewarnt. Ayahuasca kann langanhaltendes Koma und schwere bleibende Schäden verursachen bzw. auch zum Tod führen. In Österreich fällt die Droge unter die Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes.
Taxis: Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich, Taxis von offiziell zugelassenen Unternehmen zu benutzen (telefonische Vorbestellung sinnvoll). Am Flughafen Jorge Chávez in Lima können problemlos in der Ankunftshalle registrierte Taxis bzw. Mietwagen bestellt werden. Steigen Sie erst gemeinsam mit dem Taxifahrer aus, um Gepäckstücke entgegen zu nehmen. Vorsicht bei „Mitfahrgelegenheiten“ in Taxis sowie anderen Privattransporten mit unbekannten Drittpersonen oder zufälligen (Reise-) Bekanntschaften. „Falsche“ Taxis sind vor allem für die sog. „Kurzzeitentführungen“ („secuestros exprés“) von TouristInnen verantwortlich.
Bergsteigen: BergsteigerInnen in Peru (z.B. in der Region Ancash-Huaraz) wird empfohlen, sich bei der örtlichen Bergpolizei und/oder bei der Botschaft zu registrieren sowie schon vorweg einen Kontakt mit privaten Bergeunternehmen z.B.: SARA Peru (www.southamericanrescue.com) herzustellen. Im Falle einer notwendigen Bergung ist von staatlichen peruanischen Stellen kaum mit Hilfe zu rechnen.
Erdbeben: Peru liegt in einer aktiven Erdbebenzone, Erdstöße geringer Intensität kommen permanent vor, von Zeit zu Zeit gibt es starke Beben. Zuletzt forderte im August 2007 in der Provinz Ica ein Erdbeben mit der Stärke 8,0 Hunderte von Todesopfern. Weitere Informationen über richtiges Verhalten im Falle eines Erdbebens finden Sie (auf Englisch) unter http://earthquake.usgs.gov/
Einreise
- Visumspflicht: Touristen benötigen zur Einreise von bis zu maximal 183 Tagen keinen peruanischen Sichtvermerk. Es muss jedoch darauf geachtet hat, dass bei der Einreise von den peruanischen Einwanderungsbehörden der Einreisestempel mit der maximalsten Ausdehnung von 183 Tagen angebracht wird. Innerhalb des Landes kann das Touristenvisum nicht verlängert werden. Die Beantragung eines Visums ist für einen touristischen Aufenthalt nicht erforderlich; dieses wird bei Einreise erteilt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die beabsichtigte Aufenthaltsdauer durch die Beamten der peruanischen Einwanderungsbehörde im Pass und auf dem (stets auszufüllenden!) Einreisezettel (Tarjeta Internacional de Embarque/Desembarque, auch:„Tarjeta Andina“) vermerkt wird.
- Visum erhältlich: ---
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Homepage der peruanischen Einwanderungsbehörde (Spanisch) www.digemin.gob.pe; Flughafensteuer: für internationale Flüge derzeit USD 31,00 , für Inlandsflüge USD 6,82, kann auch in peruanische Soles bezahlt werden.
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Miteintragung v. Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Sonstiges: Passverlust verursacht erhebliche Probleme. Für die Wiederausreise benötigen Sie in diesem Fall eine Passverlustanzeige ("denuncia") der peruanischen Nationalpolizei. Es wird empfohlen, eine beglaubigte Kopie des Passes anzufertigen und gesondert aufzubewahren! Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden.
Einfuhr/Ausfuhr
Die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung unterliegt keiner Einschränkung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Bargeld (Euro und US-Dollar) oder Kreditkarten. In Wechselstuben in Lima ist der Kauf und Verkauf von Euro möglich, für Reisen außerhalb Limas empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar in kleinen Scheinen.
Sicherheitskontrollen an den Flughäfen entsprechen internationalen Standards (Verbot von Flüssigkeiten über 100 ml im Handgepäck). Waren aus dem Duty Free unterliegen keinen Beschränkungen. Gegenstände für den persönlichen Bedarf und Geschenke können bis zu einem Gegenwert von USD 300,00 zollfrei eingeführt werden.
Bei der Einreise ist eine Zollerklärung zu unterschreiben, ein Verstoß kann mit hohen Geldstrafen belegt werden. Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Zollbehörde (Spanisch/Englisch): http://www.aduanet.gob.pe/
Die Ausfuhr von Altertümern (vor allem kolumbianischer Keramik oder Bilder aus der Kolonialzeit) ist streng verboten und wird genau kontrolliert. Dasselbe gilt für lebende oder präparierte exotische Tiere.
Koka: Die Einfuhr (auch des unbearbeiteten!) Kokablatts ist aufgrund internationaler Konventionen untersagt. Daher werden bei Einreise nach Österreich bereits kleine Mengen von in Peru legal erworbenen Koka-Produkten (Koka-Tee, -Kekse, -Bonbons, -Marmeladen, etc.) von den österreichischen Zollbehörden beschlagnahmt und mit Geldstrafen belegt.
Beachten Sie generell bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen: http://www.bmf.gv.at/zoll
Klima
Peru liegt auf der Südhalbkugel, die Jahreszeiten sind spiegelverkehrt zu jenen in Europa, der Winter entspricht demnach dem europäischen Sommer, der Frühling dem Herbst, etc.
In der Küstenregion herrscht gemäßigtes und feuchtes Klima, die heißeste Jahreszeit geht von Dezember bis März, die Winternebel von Mai bis November, die Luftfeuchtigkeit ist während des ganzen Jahres sehr hoch. In der Andenregion ("Sierra") variiert das Klima entsprechend der Höhenlage, Mai bis Oktober sind trockene Monate, häufige Regenfälle gibt es von November bis April. In der Regenzeit kommt es immer wieder zu Überschwemmungen und Murenabgängen. In der Amazonasregion herrscht ein tropisches Klima mit sehr hohen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerten.
Periodisch tritt in Peru das El Niño (La Niña)-Phänomen auf, wodurch es zu starken Regenfällen in der Sierra, aber auch an der sonst sehr trockenen Nordküste von Peru (Gefahr von Überschwemmungen) kommen kann (zuletzt 2009/10). In manchen Jahren verursacht El Niño genau das Gegenteil und führt zu Dürresituationen in den peruanischen Anden. La Niña wiederum verursacht anhaltende Kälteperioden (zuletzt 2010).
Gesundheit
In der Küstenregion besteht ein Reizklima, das von Personen, die zu Bronchialerkrankungen neigen oder Asthmatiker sind, eher gemieden werden sollte. Augenleiden und Hautkrankheiten sind häufig. Große Teile des Landes liegen für europäische Begriffe in extremen Höhenlagen (Cusco auf 3.400m, Arequipa auf 2.335m, Colca 3.400m, Puno/Titicacasee auf 3.800m). Wegen Sauerstoffmangel leiden die meisten TouristInnen unter der Höhenkrankheit „soroche“, welche v.a. Herz und Kreislauf belastet. Körperliche Anstrengungen, fette und schwere Speisen, Alkohol und Rauchen sollten möglichst vermieden werden.
Auf Grund der klimatischen Verhältnisse ist damit zu rechnen, dass Malaria und – sehr selten – Typhus und Cholera auftreten. Eine echte Gefahr stellen diese Krankheiten jedoch nur in den Armenvierteln der Städte und in entlegenen Landesteilen dar. Im Norden Perus (Amazonasgebiet) aber auch in den Armenvierteln treten immer wieder Fälle von Dengue-Fieber auf. Am Besten schützen Sie sich mit Lotionen und langärmeliger Kleidung gegen Stechmücken, bzw. entsprechenden Vorsichtsmassnahmen beim Essen (keine Speisen von Straßenverkäufern, keine offenen Getränke oder ungefiltertes Wasser, etc.). In den Urwaldgebieten des Amazonas besteht Gefährdung durch die üblichen Tropenkrankheiten (Parasiten, Würmer, Amöben und Insekten). Bei Verdacht sollte nach der Rückkehr unbedingt eine Untersuchung in einem qualifizierten Tropeninstitut vorgenommen werden.
Die medizinische Betreuung ist in der Hauptstadt zufrieden stellend, ansonsten aber eher unzureichend. Peruanische Krankenhäuser verlangen bei der Aufnahme eine Kreditkarte oder ein Gelddepot (EUR 660,00 bis EUR 1.200,00 je nach notwendiger Behandlung).
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Zumeist herrschen immer noch mangelhafte sanitäre und hygienische Verhältnisse. In Restaurants sollte man vorwiegend schälbares Obst verzehren, auf Salate und einheimischen Weichkäse (Malta-Fieber) eher verzichten. Besondere Vorsicht ist beim Verzehr von Fisch- und Muschelgerichten insbesondere von rohem Fisch („ceviche“) angebracht. Bevorzugen Sie Getränke in geschlossenen Flaschen und lassen Sie sich diese immer erst am Tisch öffnen. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.
Die Verwendung von ausreichendem Sonnenschutz und Sonnenbrillen (starke UV-Strahlung) ist in allen Landesteilen unerlässlich, besonders an der Küste und im Gebirge.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke wird empfohlen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der AuslandsösterreicherInnen-Website (www.aoe-ratgeber.at) unter der Rubrik Gesundheit.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Bergsteiger sollten unbedingt ausreichenden Versicherungsschutz für Unfälle (Krankentransportflüge) abschließen.
Verkehr
In den Bergregionen besteht während der Regenzeit (ungefähr von November bis Mai) die Gefahr von Hang- und Bergrutschungen, die zu Behinderungen der Verkehrsverbindungen bzw. auch Unterbrechungen führen können.
Die Hauptverkehrsverbindungen werden laufend verbessert (asphaltiert), auf Nebenstrecken muss man sich generell auf unasphaltierte Straßen und alte, unbequeme Busse einstellen. Die Nebenstrecken ins Landesinnere gelten durchwegs als unsicher. Bei Pannen mit Mietautos ist es in abgelegenen Teilen schwer, vertrauenswürdige Hilfe zu finden.
Der öffentliche Verkehr konzentriert sich auf Flugverbindungen und Reisebusse. Im Amazonasgebiet verkehren Flussboote. Die Preise sind mäßig, aber je nach Komfortkategorie verschieden. Die (touristischen) Hauptverkehrsverbindungen können in bequemen Schlafbussen („bus cama“) bewältigt werden, es empfiehlt sich, renommierte Transportunternehmen in Anspruch zu nehmen und während des Tageslichts zu reisen. Auf Überlandstrassen im Landesinneren kann es (vorzugsweise in den Nachtstunden) zu Überfällen auf Busse kommen.
Im Vorjahr kenterte ein Fährschiff am Amazonas nahe Iquitos (Provinz Loreto). Reisenden wird empfohlen, von Flussfahrten mit Billiganbietern und informellen Betreibern abzusehen.
Verkehrsstrafen sind keinesfalls direkt an den Polizeibeamten zu bezahlen, sondern in Lima an die SAT (Servicio de Administración Tributaria) und in den Provinzen an die Filialen der peruanischen Nationalbank. Der österreichische Führerschein kann bis zu 6 Monate nach Einreise verwendet werden. Nach 6 Monaten muss eine Führerscheinprüfung absolviert werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität ist in Peru zwar legal, die allgemeine Einstellung ist jedoch eher konservativ. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden nicht anerkannt, allerdings ist die politische Diskussion in Zusammenhang mit der kürzlich beschlossenen Legalisierung in Argentinien nun auch in Peru in Bewegung geraten. Indigene Gemeinschaften stehen Homosexualität aus kulturellen Gründen ablehnend gegenüber.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
