Nicaragua (de)
- Hauptstadt:
- Managua
- Int. Kennzeichen:
- NI
- Sprache
- Spanisch; indianische Sprachen (u.a. Chibcha, Miskito, Sumo)
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- 1 Córdoba (C$) = 100 Centavos (c, cts.)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -7 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -8 h
- Elektrischer Strom:
- 110 Volt/, 60 Hertz, amerikanischer Flachstecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 30.01.2013)
Besondere Hinweise
In letzter Zeit kam es vermehrt am Grenzübergang zu Costa Rica, aber auch an Busbahnhöfen und am Flughafen von Managua zu Diebstählen. Besondere Vorsicht ist geboten.
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Wie im gesamten zentralamerikanischen Raum herrscht auch in Nicaragua Kleinkriminalität, und es ist besondere Vorsicht vor Taschendieben und Überfällen angebracht. Daher sollte nur wenig Bargeld mitgeführt, Schmuck nicht offen getragen werden, sowie Dokumente und Geldbeträge sicher verwahrt werden, von Dokumenten sollte zudem eine Kopie angefertigt werden.
Von Taxifahrten und Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Es wird empfohlen, nur Funktaxis zu benutzen und diese nicht mit anderen Fahrgästen zu teilen.
In den Regionen Nueva Segovia, Madriz, Jinotega, Esteli´und Matagalpa abseits der Städte kann von den nicaraguanischen Behörden nicht immer die Sicherheit garantiert werden. Insbesondere gilt dies für die beiden autonomen Gebiete „Region Autonoma del Atlantico Sur (RAAS) sowie der Region Autonoma del Atlantico Norte (RAAN)“, in denen die Anzahl von Kapitalverbrechen weit über dem Landesdurchschnitt liegt.
In der Umgebung des Busbahnhofes der Firma TICABUS kommt es gelegentlich zu Raubüberfällen. Reisende, die mit dem Bus aus Costa Rica oder Honduras kommen, sollten dort besonders vorsichtig sein.
Busreisende sollten ihr Gepäck nie aus den Augen lassen.
In Managua ist beim Besuch der beiden großen Märkte (Mercado Roberto Huembes und Mercado Oriental), der Umgebung der alten Kathedrale, sowie am Malecón und auf allen Busbahnhöfen (insb. Ticabus) erhöhte Vorsicht vor Diebstahl geboten. Insbesondere bei stark frequentierten öffentlichen Plätzen sollte keines der wartenden oder vorbeifahrenden Taxis benützt werden. Es wird dringend angeraten, sich vertrauenswürdiger Taxi-Unternehmen zu bedienen (siehe auch Verkehr).
Besondere Vorsicht ist bei Drogenkriminalität angebracht. Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet. Die Haftbedingungen in mexikanischen Gefängnissen stellen v.a. für Europäer eine hohe Belastung dar. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben. Lassen Sie schon aus diesem Grund Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt. Seien Sie vorsichtig bei Personen, die während Ihrer Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen. Nehmen Sie auf keinen Fall Aufträge (etwa Mitnahme von Geschenken für Dritte) entgegen.
Nicaragua ist erdbebengefährdet (letztes großes Beben 1972).
Es wird empfohlen, Vulkanbesteigungen nicht ohne erfahrene Führer zu machen.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einer erhöhten Sicherheitsgefährdung begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: nein (90 Tage freier Aufenthalt)
- Visum erhältlich: ---
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
- Miteintragung v. Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Sonstiges: Reisende erhalten an der Grenze eine Touristenkarte (momentane Gebühr USD 10,00 zuzüglich einer Einreisegebühr von USD 2,00). Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können, bei der Ausreise ist eine Flughafengebühr (momentan USD 25,00) zu entrichten.
Aufgrund häufigen Diebstahls von Pass und/oder Ticket sollten Touristen der österreichischen Botschaft in Mexiko nach Möglichkeit eine Kopie des Passes und des Tickets zukommen lassen.
Bei Durchreise inklusive Flughafen-Transit durch die Vereinigten Staaten wird auf die geänderten Einreise- bzw. Durchreisebestimmungen hingewiesen (verpflichtende ESTA-Registrierung für alle Reisenden, Regelungen betreffend Reisepässe ohne biometrische Merkmale).
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung; Deklarationspflicht ab USD 10.000,00.
Euros haben keinen Markt, es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten (vor allem VISA, Mastercard).
Da es in letzter Zeit mehrmals zu Fällen von Klonen von Kreditkarten gekommen ist, ist es empfehlenswert, diese immer im Auge zu behalten.
Gegenstände des persönlichen Bedarfs können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln, Fleisch- und Wurstwaren sowie von Milchprodukten ist verboten.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft von Nicaragua erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung; Deklarationspflicht ab USD 10.000,00. Die Ausfuhr von Gold, Goldmünzen und archäologischen Gegenständen ist verboten.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Tropisches bis subtropisches Klima ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, nur mit einem Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Trockenzeit dauert von Dezember bis April. An der Atlantikküste kommt es jedoch ganzjährig zu Niederschlägen.
Nicaragua liegt in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone (Hurricane Saison: ca. Juni bis November). Es kommt daher immer wieder zu Unwettern und Überschwemmungen.
Aktuelle Informationen über Wirbelstürme entnehmen Sie bitte dem Homepage des National Hurricane Center.
Zudem werden Erdbeben verzeichnet.
Gesundheit
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden (Trinkwasser in Flaschen ist praktisch überall erhältlich).
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard.
Die Situation in den Privatkliniken, vor allem in der Hauptstadt, ist besser. Mit zunehmender Entfernung von den Zentren nimmt die Qualität der medizinischen Versorgung ab.
Es besteht ganzjährig ein mittleres Risiko von Malaria in der Atlantikregion, ein geringes Risiko in den übrigen Regionen. In Teilen Nicaraguas tritt regelmäßig Dengue-Fieber auf. Die Krankheit breitet sich in der Regenzeit v.a. in tiefer gelegenen Gebieten stark aus. Die Krankheitsüberträger sind Stechmücken, insbesonders "Aedes Airitus". Die Erkrankung ähnelt in ihrer harmlosen Form einer Grippe und klingt normalerweise nach ca. 1 Woche wieder ab. Symptome sind Bauchbeschwerden, Erbrechen, Blutungen der Nase und des Zahnfleisches, Ohnmachtzustände und Abgeschlagenheit. Bei Auftreten solcher oder ähnlicher Symptome sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden. Vor Selbstbehandlung mit Acethyl-Salicyl-säurehältigen Medikamenten, wie z.B. Aspirin, wird seitens der Gesundheitsbehörden abgeraten. Der Krankheitsverlauf, vor allem bei der mit Blutungen verbundenen Krankheitsvariante, kann in seltenen Fällen tödlich enden. Es wird Reisenden empfohlen, bei Besuchen im betroffenen Gebiet strenge Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: Wirksamer Insektenschutz, den ganzen Körper abdeckende Kleidung, Hotels mit Klimaanlage und/oder nächtens Moskitonetze. Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es nicht.
Leishmaniose kommt landesweit in geringer Fallzahl vor. Ganzjährig kann jedoch die Leptospirose durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden. Durchfallerkrankungen bei Reisenden sind häufig.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Diese Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich.
Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Bei Taxis ist Vorsicht geboten. Die Nummern für verlässliche Taxiunternehmen sind am besten im Hotel zu erfragen.
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Busverbindungen.
Nach San Carlos, Bluefields, Puerto Cabezas und den Bergwerkstädten sowie Corn Island bestehen Flugverbindungen, die grundsätzlich zuverlässig sind (nur wetterbedingte Verzögerungen).
Öffentliche Reisebusse sind wenig empfehlenswert, geführte Touren von Reisebüros allerdings im Kommen.
n Nicaragua gibt es einige wenige gute und viele schlechte, meist unasphaltierte, Straßen. Von Nachfahrten sowie die Mitnahme von Anhaltern wird abgeraten. Bei Verwicklung in einem Unfall sollte das Fahrzeug auf keinen Fall fortbewegt werden.
Österreichische Führerscheine werden anerkannt.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexuelle Handlungen wurden in Nicaragua mit der Strafrechtsreform 2008 legalisiert.
Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
