Nicaragua (de)
- Hauptstadt:
- Managua
- Int. Kennzeichen:
- NI
- Sprache
- Spanisch; indianische Sprachen (u.a. Chibcha, Miskito, Sumo)
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- 1 Córdoba (C$) = 100 Centavos (c, cts.)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -7 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -8 h
- Elektrischer Strom:
- 110 Volt/, 60 Hertz, amerikanischer Flachstecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 23.10.2011)
Besondere Hinweise
Nicaragua liegt in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone (Hurricane Saison: ca. Juni bis November). Es kommt daher immer wieder zu Unwettern und Überschwemmungen.
Aktuelle Informationen über Wirbelstürme entnehmen Sie bitte dem Homepage des National Hurricane Center.
Aufgrund der Nationalwahlen am 06.11.2011 kann es landesweit zu Demonstrationen kommen, daher wird empfohlen sich von Menschenversammlungen fern zu halten und sich über die Medien zu informieren.
Der Vulkan Telica im Westen Nicaraguas (Provinz Leon) hat kürzlich nach mehreren starken Explosionen eine riesige Gas- und Aschenwolke ausgestoßen. Seit dem 09.05.2011 sind zudem 59 Erdstöße registriert worden. 60 Dörfer in der Umgebung wurden daher vorsichtshalber evakuiert. Bei einem beabsichtigten Besuch der Provinz Leon sollte dies in Betracht gezogen werden.
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Wie im gesamten zentralamerikanischen Raum herrscht auch in Nicaragua Kleinkriminalität, und es ist besondere Vorsicht vor Taschendieben und Überfällen angebracht. Daher sollte nur wenig Bargeld mitgeführt, Schmuck nicht offen getragen werden sowie Dokumente und Geldbeträge sicher verwahrt werden, von Dokumenten sollte zudem eine Kopie angefertigt werden.
Von Taxifahrten und Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Es wird empfohlen, nur Funktaxis zu benutzen und diese nicht mit anderen Fahrgästen zu teilen.
Abgeraten wird von einer Reise in die Nordostregion am Landweg ab Matagalpa, sowie in die Region Autonoma del Atlantico Norte (RANN), da es in letzter Zeit wiederholt zu bewaffneten Überfällen gekommen ist.
In der Umgebung des Busbahnhofes der Firma TICABUS kommt es gelegentlich zu Raubüberfällen. Reisende, die mit dem Bus aus Costa Rica oder Honduras kommen, sollten dort besonders vorsichtig sein.
Busreisende sollten ihr Gepäck nie aus den Augen lassen.
In Managua ist beim Besuch der beiden großen Märkte (Mercado Roberto Huembes und Mercado Oriental), der Umgebung der alten Kathedrale und auf allen Busbahnhöfen (insb. Ticabus) erhöhte Vorsicht vor Diebstahl geboten. Insbesondere bei stark frequentierten öffentlichen Plätzen sollte keines der wartenden oder vorbeifahrenden Taxis benützt werden. Es wird dringend angeraten, sich vertrauenswürdiger Taxi-Unternehmen zu bedienen (siehe auch Verkehr).
Auch in den Städten Granada und León kam es gelegentlich zu bewaffneten Raubüberfällen.
Nicaragua ist erdbebengefährdet (letztes großes Beben 1972).
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einer erhöhten Sicherheitsgefährdung begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: nein (90 Tage freier Aufenthalt)
- Visum erhältlich: ---
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
- Miteintragung v. Kindern: keine Angaben, eigener Reisepass wird empfohlen
- Sonstiges: Reisende erhalten an der Grenze eine Touristenkarte (momentane Gebühr USD 5,-). Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können, bei der Ausreise ist eine Flughafengebühr (momentan USD 25,-) zu entrichten.
Aufgrund häufigen Diebstahls von Pass und/oder Ticket sollten Touristen der Österreichischen Botschaft in Mexiko nach Möglichkeit eine Kopie des Passes und des Tickets zukommen lassen.
Bei Durchreise inklusive Flughafen-Transit durch die Vereinigten Staaten wird auf die geänderten Einreise- bzw. Durchreisebestimmungen hingewiesen (verpflichtende ESTA-Registrierung für alle Reisenden, Regelungen betreffend Reisepässe ohne biometrische Merkmale, Kindermiteintragung).
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung; Deklarationspflicht ab USD 10.000,--.
Euros haben keinen Markt, es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten (vor allem VISA, Mastercard).
Gegenstände des persönlichen Bedarfs können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Lebensmitteln unterliegt Beschränkungen.
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung; Deklarationspflicht ab USD 10.000,--. Die Ausfuhr von Gold, Goldmünzen und archäologischen Gegenständen ist verboten.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Tropisches bis subtropisches Klima ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, nur mit einem Wechsel von Regen- und Trockenzeit.
Die Trockenzeit dauert von Dezember bis April.
An der Atlantikküste kommt es jedoch ganzjährig zu Niederschlägen.
Wirbelstürme treten zwischen Juni und Oktober auf.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden.
Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard.
Die Situation in den Privatkliniken, vor allem in der Hauptstadt, ist besser. Mit zunehmender Entfernung von den Zentren nimmt die Qualität der medizinischen Versorgung ab.
Bei Anzeichen von Grippe sollte vorsorglich ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden. Eine zufriedenstellende Behandlung ist grundsätzlich gewährleistet.
Aspirin oder aspirinhältige Medikamente sollten nicht eingenommen werden, da sie z.B. bei Dengue-Fieber kontraproduktiv sein könnten.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Gelbfieber- Infektionsgebiet (ansonsten nicht notwendig).
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 8343) jedoch für Individual- touristen und Camper eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für die ländlichen Gebiete wird angeraten.
Vorsicht
Im allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden (Trinkwasser in Flaschen ist praktisch überall erhältlich).
Es wird empfohlen, Vulkanbesteigungen nicht ohne erfahrene Führer zu machen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich.
Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Bei Taxis ist Vorsicht geboten. Die Nummern für verlässliche Taxiunternehmen sind am besten im Hotel oder beim Österreichischen Koordinationsbüro für Entwicklungszusammenarbeit managua(at)ada.gv.at zu erfragen.
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Busverbindungen.
Nach San Carlos, Bluefields, Puerto Cabezas und den Bergwerkstädten sowie Corn Island bestehen Flugverbindungen, die grundsätzlich zuverlässig sind (nur wetterbedingte Verzögerungen).
Öffentliche Reisebusse sind wenig empfehlenswert, geführte Touren von Reisebüros allerdings im Kommen.
Österreichische Führerscheine werden anerkannt.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexuelle Handlungen wurden in Nicaragua mit der Strafrechtsreform 2008 legalisiert.
Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
