Nepal (de)
- Hauptstadt:
- Kathmandu
- Int. Kennzeichen:
- NP
- Sprache
- Nepali
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- 1 nepalesische Rupie (NR) = 100 Paisa (P.)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +4,45 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +3,45 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Dreipunktstecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 14.02.2012)
Besondere Hinweise
Aufgrund des Erdbebens der Stärke 6,9 mit Epizentrum im indischen Bundesstaat Sikkim kann es auf Grund der noch nicht abgeschlossenen Aufräumarbeiten zu Behinderungen kommen. Es wird empfohlen, vor Reisen im Himalaya-Gebiet die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Der im Mai von den Maoisten durchgeführte unbefristete Generalstreik wurde eingestellt. Im Moment ist die Situation ruhig. Es kann aber jederzeit zu lokalen Streiks oder Blockaden kommen, die kurzfristig ausgerufen werden.
Anschläge und Protestaktionen haben sich bisher nicht gegen Ausländer und Touristen gerichtet, dennoch sind Reisende in Nepal besonderen Unsicherheiten ausgesetzt. Die Lage bleibt weiterhin wegen der Regierungskrise instabil und größere Unruhen sind zu keiner Zeit auszuschließen. Man sollte sich des Risikos für die persönliche Sicherheit bewusst sein, wachsam bleiben und Demonstrationen und Massenansammlungen meiden, sowie den Aufenthalt in Nepal zeitlich flexibel planen.
Immer wieder kommt es landesweit und auch in Kathmandu zu Bombenanschlägen.
Sicherheit
Aufgrund des hohen Sicherheitsrisikos wird von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Terai-Gebiet dzt. abgeraten.
Das öffentliche Leben in der Hauptstadt Kathmandu ist seit geraumer Zeit immer wieder durch Demonstrationen und Streiks bestimmt, wobei tausende Personen die Straßen blockieren, es kommt zu Stromabschaltungen von bis zu 8 Stunden täglich.
Darüber hinaus kommt es häufig zu Einschränkungen der Bewegungsfreiheit durch Ausgangs- und Straßensperren auch auf Hauptverkehrsstrassen, wodurch teilweise die touristischen Ziele und auch Flughäfen schwer zu erreichen sind. Das Nepal Tourism Board bemüht sich – sofern es die Sicherheitslage zulässt – Shuttle-Busse zum Flughafen zu betreiben. Nähere Informationen dazu gibt die Touristenpolizei am jeweiligen Aufenthaltsort.
Maoistische Splittergruppen treiben nach wie vor in verschiedenen Regionen ihr Unwesen. Verschiedenste Parteien und Gruppierungen rufen immer wieder zu Generalstreiks (“Bandh“) auf. Diese können zu entsprechenden Behinderungen bei Reisebewegungen führen. Von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen sollte man sich unbedingt fernhalten und nicht fotografieren.
Aufgrund des im ganzen Land bestehenden hohen Sicherheitsrisikos ist bei Reisen in Nepal derzeit äußerste Vorsicht, Wachsamkeit und genaue Beobachtung des geographischen Umfeldes geboten.
Zu den einzelnen Gebieten in Nepal:
Landesweite Streiks beeinträchtigen den Alltag erheblich (Straßensperren, geschlossene Geschäfte etc.). Touristen sollten beachten, dass dies auch zu unvorhergesehenen Änderungen ihrer Reisearrangements führen kann. Die Situation im Land bleibt instabil und unvorhersehbar.
Kathmandu/Kathmandu-Tal:
Das öffentliche Leben in Kathmandu ist weitgehend zur Normalität zurückgekehrt. Versorgungslage und Transport funktionieren außerhalb der Zeiten von Massendemonstrationen normal.
Die Situation außerhalb des Kathmandu-Tales, insbesondere im Süden des Landes, bleibt unsicher. Streiks, Demonstrationen, Polizeisperren und Ausgangssperren können zu erheblichen Behinderungen führen, was zu unvorhergesehenen Reiseunterbrechungen führen kann.
In den südlichen, ebenen Gebieten (Terai) kam es in jüngster Vergangenheit zu politisch motivierten Ausschreitungen der Bevölkerungsgruppe der Madhesi, sowie zu Zusammenstößen zwischen diesen und Maoisten.
Trotz der Friedensvereinbarung zwischen Regierung und Maoisten kann es auf allen bekannten Trekkingrouten nach wie vor vereinzelt zu Überfällen und Gelderpressungen kommen. Gewaltanwendung, insbesondere im Falle einer Zahlungsweigerung, kann nicht ausgeschlossen werden. Touristen sollten von ausgewiesenen Trekkingrouten nicht abweichen und nur in Gruppen auf Trekkingtour gehen.
Die Annapurna undEverest-Region gilt als sicher, auch das Langtang- Tal ist nach wie vor relativ sicher.
Von der nepalesischen Armee wurde die Trekking-Route entlang des Bhote Koshi (Fluss in Nordostnepal) aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Auch die allgemeine Kriminalität verzeichnete in letzter Zeit eine Zunahme.
Von nächtlichen Fahrten mit Privatautos oder Überlandbussen muss wegen der Gefahr von Unfällen (und auch Überfällen) dringend abgeraten werden.
Bei Inlandsflügen besteht angesichts schwieriger Start- und Landeverhältnisse ein erhöhtes Unfallrisiko. Aufgrund widriger Wetterbedingungen (starker Wind, Nebel) kann es zu längeren (tagelangen) Flugausfällen kommen.
Drogenkonsum und Drogenhandel wird mit sehr strengen Strafen, die bis zu lebenslanger Haft führen können, geahndet.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Die Sicherheitssituation in Nepal kann sich rasch ändern. Es wird daher dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Gebiete mit starker Maoisten-Präsenz und Gebiete, in denen es in der Vergangenheit zu Anschlägen oder Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Maoisten gekommen ist, sowie das Terai-Gebiet im Südosten des Landes, sollten gemieden werden. Die Gefahr gewaltsamer Ausschreitungen und terroristischer Anschläge ist trotz der Ausrufung der Republik und fortschreitendem Demokratisierungsprozess nicht gebannt.
Naturkatastrophen
Während der von Juni bis Oktober andauernden Monsumzeit entstehen in ganz Nepal immer wieder Reisebehinderungen durch plötzlich auftretende Überschwemmungen (insbesondere im Grenzgebiet zu Indien) und Erdrutsche, die auch Hauptreisewege betreffen können. Die gesamte Himalaya-Region ist erdbebengefährdet.
Hinweise für Trekking-Touren
Es wird dringend empfohlen, nicht alleine zu trekken. Die gesundheitlichen Risiken sind in den höher gelegenen Gebieten sehr hoch. Auch wurden 2005 zwei alleinreisende Trekker ermordet. Weiterhin wird empfohlen, nur bekannte Routen zu benutzen, in Gruppen zu bleiben, ausschließlich seriöse Agenturen und Führer zu nutzen, vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen über die Sicherheitslage einzuholen (z.B. beim Österreichischen Honorarkonsulat Kathmandu, P.O.Box 4416, 22, Manakamana Marg Nagpokhari, Naxal Kathmandu, T: (+977/1) 4434 690 oder bei Reiseveranstaltern) und eine Registrierung beim Konsulat unter Angabe der Trekking-Route vorzunehmen. Das Formular kann über E-Mail angefordert werden: autconktm(at)wlink.com.np
Bitte unterschätzen Sie auch beim Trekking nicht die Risiken der Höhenkrankheit und steigen Sie bei den ersten Anzeichen (Übelkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot) ab. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit kommt in der Regel jede Hilfe zu spät. Ebenso ist zu bedenken, dass Helikopterflüge (Rettungsflüge) wetter- und tageszeitbedingt nicht immer rechtzeitig durchgeführt werden können.
Alle Trekker müssen ein gültiges TIMS-Certificate (Trekkers‘ Information Management System) vorweisen, das kostenlos von den TIMS-Stellen des Nepal Tourism Board (NTP) bzw. der Trekking Agents Association of Nepal (TAAN) sowohl für Trekker, die mit einer Agentur reisen, als auch für Individualtrekker ausgestellt wird. Reiseagenturen, die diesen Verbänden nicht angehören, müssen die Zertifikate bei NTB bzw. TANN einholen. Gelegentlich werden die Zertifikate von hilfsbereiten Vermittlern ausgefüllt. Da jeder Tourist für den Inhalt seiner Genehmigung selbst verantwortlich ist, gilt es, auf eine korrekte Ausfüllung zu achten.
Einreise
- Visumspflicht: Ja
- Visum erhältlich:Ein Touristenvisum ist auch bei Einreise am Flughafen Kathmandu erhältlich. Dazu notwendig sind zwei Passfotos und ein Betrag von USD 30,-- (Stand 09.09.2003)
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: mussbei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Miteintragung v. Kindern: Kindermiteintragungen in österreichischen Reisepässen verlieren ab 15. Juni 2012 automatisch ihre Gültigkeit. Es wird dringend empfohlen, für Kinder schon jetzt einen eigenen Reisepass ausstellen zu lassen.
Einfuhr
Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt, jedoch deklarationspflichtig. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch 100 Zigaretten sowie 1 Quart - entspricht ca. 1,14 Liter - Alkohol).
Ausfuhr
Die Ausfuhr von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Das Reisegepäck muss vollständig wiederausgeführt werden. Die Ausfuhr von Kunstgegenständen ist nur beschränkt erlaubt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Tropisches Klima im südlichen Gebiet, subtropisch bis gemäßigt im Zentralland, Hochgebirgsklima im Himalaja.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten nicht notwendig).
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 8343) jedoch für alle Reisenden und bei längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Cholera sowie bei Reisen nach Terai bzw. in den Chitwan-Nationalpark gegen Japan-B-Enzephalitis.
Eine Impfung gegen Meningokokken - Meningitis sowie für Individualreisende und bei längeren Aufenthalten gegen Tollwut wird empfohlen.
Malariaprophylaxe für die südlichen Landesteile (Terai und die Grenzgebiete zu Indien) wird angeraten.
Vorsicht
Im allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen.
Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten sowie einheimischer Gerichte angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich.
Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: lokale Taxis, Busse und Mietwagen.
Das Fahrverhalten ist gewöhnungsbedürftig und wegen mangelnder Disziplin der Verkehrsteilnehmer häufig Grund für Unfälle. Dies gilt insbesondere für Fahrten mit Überlandbussen.
Da der Hinduismus Staatsreligion ist, muss im Straßenverkehr auf die willkürlich umherstreunenden Kühe Rücksicht genommen werden.
Seitens der maoistischen Rebellen wird immer wieder zu Generalstreiks („Nepalbanda“) aufgerufen, die weite Teile des Landes betreffen und zu entsprechenden Behinderungen bei Reisebewegungen führen können
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind in Nepal illegal. Auch wenn keine Fälle der Strafverfolgung unter diesem Tatbestand bekannt sind, sollten Reisende jederzeit die lokalen Gebräuche und Empfindsamkeiten respektieren und nicht durch provokantes Verhalten auffallen.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
