Myanmar (de)
- Hauptstadt:
- Naypyidaw
- Int. Kennzeichen:
- MM
- Sprache
- Birmanisch und Sprachen der 135 ethnischen Gruppen
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- 1 Myanmar Kyat (ausgesprochen Tschat) - MMK = 100 Pyas
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +5,5 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +4,5 h
- Elektrischer Strom:
- 230 Volt/ 50 Hertz Wechselstrom, Steckdosen meist für Rund- und Flachstecker
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 12.02.2013)
Besondere Hinweise
Aufgrund der zunehmenden Öffnung des Landes in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht ist ein verstärktes Reiseaufkommen nach Myanmar zu beobachten. Die Botschaft rät österreichischen Urlaubern/Urlauberinnen, touristische Reisen über ein ortskundiges Reisebüro zu organisieren und unbedingt eine Reisekrankenversicherung abzuschließen.
In einigen an Thailand (Teile der Shan, Mon, Karen (Kayin) und Kayah States) und an Indien (Chin State und Sagaing Division) angrenzenden Regionen finden weiterhin bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem Militär von Myanmar statt. Auch ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine erhebliche Gefahr dar. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten.
Seit Anfang Juni kommt es auch in der Provinz Rakhine State im Norden von Myanmar zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen dort ansässigen ethnischen Gruppen. Die Regierung von Myanmar verhängte am 10. Juni über die gesamte Provinz den Ausnahmezustand. Von Reisen in diese Provinz, inklusive die Provinzhauptstadt Sittwe wird derzeit abgeraten.
Einzelreisenden wird empfohlen, ihre Kontaktdaten (Name, Aufenthaltsdauer in Myanmar, ungefähre Reiseroute, Mobiltelefonnummer) der Österreichischen Botschaft Bangkok per Email bekannt zu geben: bangkok-ob(at)bmeia.gv.at.
In Notfällen außerhalb der Dienstzeit ist der Bereitschaftsdienst der Österreichischen Botschaft Bangkok unter der Nummer +66 819 036 516 erreichbar.
Sicherheit
Ein Bombenanschlag am 27. Februar 2011 in einem nördlichen Stadtteil von Yangon forderte vier Verletzte. In Yangon kommt es seit 2004 wiederholt zu Bombenanschlägen, die leider nicht immer nur Verletzte, sondern oft auch Todesopfer fordern. Österreichischen Touristen wird empfohlen, sich von Demonstrationen sowie generell von Menschenansammlungen fernzuhalten.
Auch nach den Wahlen vom 7. November 2010 können politische Unruhen und politisch motivierte Gewalttaten nicht ausgeschlossen werden.
Das Fotografieren von Militäreinrichtungen, der Polizei oder auch von Demonstrationen sollte dringend vermieden werden, da es als provokativ angesehen werden könnte.
Es bestehen staatliche Reisebeschränkungen für die meisten Grenzgebiete aber auch für andere Landesteile. Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen können beim staatlichen Reisebüro Myanmar Travels and Tours (MTT), 77-91 Sule Pagoda Road, Yangon, Tel. 0095-1/252859, 378376, Fax: 0095-1/254417, www.myanmartravelsandtours.com bzw. E-Mail: mtt.mht(at))mptmail.net.mm erfragt werden. Im Regelfall müssen Aus-und Einreise über den gleichen Grenzübergang erfolgen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst- und Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: Botschaft der Union Myanmar in Berlin: Thielallee 19, D-14195 Berlin, Tel. 0049 30 2061570, Fax: 0049 30 20615720; E-mail: info(at)botschaft-myanmar.de
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
- Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig! Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Sonstiges: Ein Visum kann auch in Bangkok (Botschaft der Union Myanmar in Bangkok, 132 Sathorn Nua Road) beantragt werden, wobei es jedoch zu längeren Wartezeiten kommen kann. Das mit 1. Mai 2010 eingeführte Regime des "Visums bei Einreise/ visa on arrival" wurde bis auf weiteres wieder ausgesetzt. Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Außenministerium hiervon vorher unterrichtet wird.
Ausreise
Im Regelfall müssen Aus-und Einreise über den gleichen Grenzübergang erfolgen. Bei Ausreise über einen Flughafen wird eine Flughafengebühr verrechnet. Die Gebühr für Inlandsflüge beträgt MMK 1.000,-
Einfuhr
Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, jedoch ab USD 2.000,-- deklarationspflichtig. Derzeit werden nur US-Dollar uneingeschränkt gewechselt (es empfiehlt sich, nur 100-er Scheine mitzunehmen, da für diese die niedrigsten Umtauschgebühren verrechnet werden), Reiseschecks und Kreditkarten werden landesweit nicht mehr akzeptiert.
Die meisten Banken akzeptieren nun auch Euro. Viele Hotels, Fluglinien etc. nehmen aber nur US-Dollar oder sogenannte FECs (Foreign Exchange Certificates). Einige Hotels akzeptieren wiederum keine FECs als Zahlungsmittel. Am Land (Märkte, kleine Lokale) werden zumeist nur Kyat akzeptiert.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 200 Zigaretten, 50 Zigarren, ca. 230 Gramm Tabak sowie ca. 1,1 Liter Alkohol). Schmuck, elektronische Geräte und Kameras müssen bei der Einreise deklariert werden. Mobiltelefone und Laptops müssen meist beim Zoll bis zur Ausreise hinterlegt werden.
Einfuhrverbote bestehen u.a. für Waffen, pornographisches Material, Spielkarten, religiöse Gegenstände mit Abbildungen von Buddha und/oder Tempeln, jegliche Gegenstände, die die burmesische Fahne aufweisen.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Die Ausfuhr von Antiquitäten ist verboten. Erworbene Kulturgüter und nach Myanmar importierte Waren sowie Tabakwaren und Alkohol bedürfen einer Ausfuhrgenehmigung.
Die Ausfuhr von Edelsteinen sowie von Gold- und Silberschmuck ist nur gegen Rechnungsbeleg eines staatlich zugelassenen Händlers erlaubt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Überwiegend tropisches Klima mit einem Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit (Monsun) dauert von Mai bis Oktober.
In Myanmar kommt es regelmäßig zu See-und Erdbeben. Während des Monsuns (Mai bis Oktober) treten in den Küstenregionen oftmals Zyklone auf, bzw. kann es während der Regenzeit zu straken Überschwemmungen kommen.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten und veralteten medizinischen Ausrüstung entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden, weshalb der Abschluss einer Reisekrankenversicherung/Rückholversicherung unbedingt empfohlen wird.
Fälle von Malaria sind in Myanmar häufig und nicht saisonal begrenzt. Reisenden wird das Tragen von körperbedeckender Kleidung, sowie das regelmäßige Auftragen von Insektenschutzmittel empfohlen.
HIV/ Aids ist in Myanmar vor allem in den größeren Städten und Grenzregionen ein zunehmendes Problem.
Magen-Darmerkrankungen kommen in Myanmar häufig vor. Urlauber sollten besondere Vorsicht beim Genuss von Lebensmitteln und Trinkwasser walten lassen. (kein Konsum von Leitungswasser, auch nicht für die Zahnhygiene, kein Konsum von rohem Gemüse, frisches Obst schälen, häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife).
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
In Notfällen kann die SOS-Klinik (Myanmar SOS International Ltd., Inya Lake Hotel, 37 Kaba Aye Pagoda Road, Mayangone Township, Yangon, Tel. +95-1-667877 (rund um die Uhr) oder +95-1/ 667871 bzw. 667879, Fax +95-1/ 667866) in Yangon kontaktiert werden, die auch Rettungsflüge organisiert.
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden. Übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung/ Rückholversicherung wird dringend empfohlen.
Verkehr
Österreichische und internationale Führerscheine werden in Myanmar nicht anerkannt.
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen. Die Verkehrsmittel sind allerdings mit den europäischen nicht vergleichbar, es muss mit Verspätungen und anderen Schwierigkeiten gerechnet werden. Während der Monsunzeit (Mai bis Oktober) muss speziell im Süden des Landes und in den Küstengebieten mit Überschwemmungen gerechnet werden, die auch die Straßen- und Eisenbahnverbindungen unterbrechen können.
Seit 1998, zuletzt im Juni 2009, sind vier Maschinen der staatlichen Fluggesellschaft Myanmar Airways (nicht zu verwechseln mit Myanmar Airways International) verunglückt. Auf Inlandsflügen werden daher die privaten Fluggesellschaften "Air Mandalay" und "Air Yangon" empfohlen.
Reisende erhalten keinerlei Fahrberechtigung; die Einfuhr von Fahrzeugen zu touristischen Zwecken ist nicht erlaubt. Mietautos sind für Touristen nicht erhältlich, es ist jedoch weit verbreitet, Autos inkl. Fahrer (Taxi) zu nutzen. Der schlechte Straßenzustand und das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrs- teilnehmer bilden ein erhebliches Unfallrisiko, das bei Dunkelheit noch erhöht wird.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
In den meisten Landesteilen (ausgenommen Yangon und Mandalay) ist das Versenden von E-mails im Regelfall nicht möglich.
Die Regierung in Myanmar ist weiterhin militärisch dominiert. Die Überwachung von Ausländern ist jederzeit möglich; Kritik an der Regierung kann ein Strafdelikt darstellen.
Homosexualität gilt in Myanmar als illegal. Homosexuelle Handlungen sind auch bei Einverständnis beider Partner strafbar und können zu hohen Haftstrafen führen.
Der sexuelle Missbrauch von Kindern wird mit hohen Haftstrafen geahndet.
Prostitution und der Besitz von pornographischem Material ist strafbar.
Auf den Besitz auch nur geringer Mengen von Drogen stehen hohe Haftstrafen, bzw. kann auch die Todesstrafe verhängt werden.
Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Personen in Uniform und bedeutenden Infrastrukturen ist verboten. Im Zweifelsfall sollte vor dem Fotografieren die entsprechende Erlaubnis eingeholt werden.
Im Fall einer Verhaftung kann es zu langwierigen rechtlichen Verfahren kommen. Die Haftbedingungen in burmesischen Haftanstalten sind mit jenen in Österreich nicht vergleichbar, da ohne eigene Geldmittel, bzw. die Unterstützung durch Angehörige und Freunde die Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten nicht gewährleistet ist.
In Not geratene österreichische Staatsbürger können sich an das Österreichische Honorarkonsulat Yangon wenden. Adresse : 38G Myitzu Street, Yangon, Myanmar
Tel.: (+95/1) 664 386, 664 756, Mobil-Tel.: (+95) 95155189, e-mail : morsbach(at)myanmar-vineyard.com.mm
Amtsstunden: Mo -Fr 08. 30 - 17.30 Uhr, Amtsbezirk: Myanmar
Österreichische Staatsbürger können sich als Bürger eines EU-Staates in Notfällen auch an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden: In Yangon an die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, 9 Bogyoke Aung San Museum Road, Bahan Township, Rangoon (Yangon) 11201, Tel.: (0095 1) 54 89 51, 54 89 52, 54 8953, Fax: (0095 1) 54 88 99, e-mail: info(at)rangun.diplo.de
Postanschrift: Embassy of the Federal Republic of Germany, GPO Box 12, Rangoon (Yangon) 11181, Myanmar. Amtsbezirk: Myanmar
Bei Diebstahl oder Verlust des österreichischen Reisepasses kann ein Antrag auf Ausstellung eines Reiseausweises für die Rückkehr nach Österreich via Bangkok an der Deutschen Botschaft Yangon gestellt werden. Im Regelfall ist dies nur während des Parteienverkehrs Montag bis Freitag möglich. Hierzu wird die Vorlage einer polizeilichen Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige benötigt.
Vor Ausreise aus Myanmar ist zusätzlich ein Exit Visa der myanmarischen Behörden einzuholen. Dazu müssen vorgelegt werden:
der Reiseausweis,
ein erklärender Begleitbrief der Deutschen Botschaft Yangon,
die polizeiliche Verlust- bzw. Diebstahlanzeige.
Das persönliche Erscheinen vor dem Immigrationsbeamten zur Befragung über die Einreise nach Myanmar ist ebenfalls notwendig.
Anschließend muss bei der thailändischen Botschaft in Yangon mit diesem Reiseausweis und Exit Visa ein Einreisevisum für Thailand beantragt werden. Dazu müssen vorgelegt werden:
der Reiseausweis samt Exit Visa,
ein erklärender Begleitbrief der Botschaft.
Dies ermöglicht die Einreise nach Thailand, um an der Österreichischen Botschaft Bangkok einen Notpass zu beantragen. Das Passantragsformular kann auf schriftliches Ersuchen von der ÖB Bangkok (bangkok-ob(at)bmeia.gv.at) vorab übermittelt werden, bzw. kann der Antrag auf Ausstellung eines Notpasses vorab per Email gestellt werden. Dies ermöglicht es den Mitarbeitern der Österreichischen Botschaft Bangkok, den Notpassantrag vorzubereiten.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Voll- ständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
