Mosambik (de)
- Hauptstadt:
- Maputo
- Int. Kennzeichen:
- MZ
- Sprache
- Portugiesisch, Kisuaheli, Makua, Nyanja und andere Bantusprachen
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- 1 Conto = 1.000 Metical (MT)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +1 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, internationale 2-Phasenstecker
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 16.02.2011)
Besondere Hinweise
Sicherheit
Erwartete Nahrungsmittelpreiserhöhungen können jederzeit zu Protestaktionen, Ausschreitungen und möglichen Polizeisperren im Großraum Maputo und vereinzelt auch in anderen Städten führen. Es wird geraten die lokale Medienberichterstattung zu verfolgen und allfälligen Sicherheitshinweisen unbedingt Folge zu leisten. Österreichische Staatsbürger in Mosambik können Mitarbeiter der Österreichischen Botschaft Harare während der Dienstzeiten unter der Telefonnummer +263 4 702 921/2 oder +263 4 707 648 und außerhalb der Dienstzeiten unter den Telefonnummern +263 712 214 033 oder +263 773 393 274 bzw. bei Überlastung des simbabwischen Telefonnetzes den Bereitschaftsdienst des Außenministeriums unter +43 50 11 50 4411 erreichen.
Heftige Regenfälle in der Regenzeit (besonders Jänner – April) führen zu regionalen Überschwemmungen, weshalb mit Verzögerungen im Überlandreiseverkehr und im Notfall mit der Absperrung und Evakuierung beschränkter Gebiete gerechnet werden muss. Zusätzlich können lokal Cholerafälle auftreten, weshalb allgemeine Hygienemaßnahmen eingehalten werden sollten. In der Küstenregion und in Zentralmosambik können zwischen im gleichen Zeitraum Zyklone auftreten.
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Die Gewaltkriminalität ist im städtischen Bereich generell hoch.
Mit einem wirksamen Polizeischutz kann im Allgemeinen nicht gerechnet werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit wegen der hohen Unfallgefahr und mangelnden medizinischen Ver- sorgung auf dem Land geboten. Autofahrten sollten daher vorzugsweise nur bei Tageslicht unter- nommen werden.
Es sollte nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Dokumente sollten in legalisierter Kopie mitgeführt werden. Bei Reisen über Land wäre Fahren im Konvoi anzuraten. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Passanten kommen in der Regel nicht zu Hilfe.
Alle Hauptstraßen sind minenfrei und in relativ gutem Zustand. Minengefahr besteht jedoch im Busch und auf Nebenstrecken im Umfeld von Brücken und Bahnübergängen. Fahrten sollten sich möglichst auf die wichtigsten Hauptstraßenverbindungen beschränken. Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung ist verboten.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheits- lage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regel- mäßig zu überprüfen.
Einreise
Reisende benötigen ein Visum, das nach Möglichkeit bei der für Österreich zuständigen Vertretungs- behörde des Landes beantragt werden soll. Visa zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an den größeren Grenzübergängen nach Mosambik und auf den Flughäfen in Maputo und Beira beantragt werden. Der Reisepass muss bei der Ausreise noch 6 Monate gültig sein. Die Gebühren für Visa und Aufenthaltstitel wurden erheblich erhöht. Bei der Einreise mit dem Auto ist eine Gebühr zu entrichten. Photokopierte Dokumente werden an der Grenze nicht akzeptiert und sind auch innerhalb des Landes nur in beglaubigter Form gültig.
Reisende sollten die im Visum angeführte Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist unter Umständen eine Ausreise aus Mosambik not- wendig und eine Antragstellung bei dem nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Bei beabsichtigten Ausflügen in den nahe gelegenen südafrikanischen Krüger Park sollte man bereits vor der Abreise nach Mosambik ein Mehrfachvisum beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum im Regelfall nicht erhältlich.
Einfuhr
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten. Die Einfuhr der Landeswährung ist beschränkt möglich (MZN 500,00), die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, doch deklarationspflich- tig. In allen großen Hotels in Maputo und Beira werden Kreditkarten akzeptiert, im Norden des Landes werden USD und südafrikanische Rand in bar bevorzugt. EURO werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch 200 Zigaretten oder 250 Gramm Tabak sowie 3/4 Liter Alkohol).
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist beschränkt möglich (MZN 500,00), die Mitnahme von Fremd- währung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Souvenirs (Ausnahme u.a. Muscheln und antike Geldmünzen) können für den persönlichen Gebrauch ausgeführt werden, bei größeren Mengen ist eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Im Norden und im Zentrum des Landes wechselfeuchtes Tropenklima, im Süden subtropisch. Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Im Norden bringt der Nordost-Monsun den Niederschlag (Dezember bis März). Im Zentrum des Landes treten zyklonale Niederschläge in der Zeit von November bis März auf. Heiß und niederschlagsreich ist es im Süden von Oktober bis März, sonst eher kühl.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuß setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Die medizinische Versorgung außerhalb der Großstädte Maputo und Beira ist problematisch.
HIV/AIDS stellt ein großes Problem dar und ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten nicht notwendig). Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Einreise nach Mosambik das Mitführen des Impfnachweises (yellow fever certificate) kontrolliert wird. Ohne Inter- nationalen Impfpass kann die Einreise verweigert werden. Reisende haben auch die Möglichkeit, sich am Flughafen impfen zu lassen (Kosten ca. USD 50,--). Abgesehen von einem Basisschutzpro- gramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 4038343) jedoch für Individualtouristen und Camper eine vorbeugende Impfung gegen Hepatitis B, Tollwut und eitrige Gehirnhautentzündung, für Individualtouristen und Camper sowie Rundreisende zusätzlich gegen Cholera. Malariaprophylaxe für das ganze Land wird angeraten.
Vorsicht
Da Gelsen (Mücken) Überträger verschiedener Krankheiten (u.a. Malaria, Dengue-Fieber, ... ) sind, wird umfassender Gelsenschutz empfohlen. Im allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaß- nahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten ange- raten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen bein- haltet, wird dringend empfohlen.
Schwimmen oder Waten in stehenden oder langsam fließenden Gewässern ist wegen akuter An- steckungsgefahr durch Bilharzia strikt zu vermeiden.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversiche- rung für den Krankheitsfall und Krankentransport ist ratsam. Dies gilt vor allem auch für Kranken- transportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
In den großen Städten sind genügend Taxis vorhanden, ansonsten sind Mietautos zu empfehlen. Bei Autofahrten sind der zwischenstaatliche Führerschein und die (österreichische) Zulassung sowie ev. ein Carnet de Passage mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Die Überlandstraßen außerhalb der Städte sind in sehr gutem Zustand. In der Regenzeit (November bis April) können allerdings sogar Nationalstrassen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. In der Stadt Beira sind die Straßen abseits der Hauptstrassen teilweise schlecht, in Maputo sind sie passabel. Allradantrieb ist außerhalb der Nationalstrassen zu empfehlen.
Achtung, in Mosambik herrscht Linksverkehr.
Die größeren Städte in Mosambik sind durch regelmäßige Flugverbindungen erreichbar.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
In Mosambik gibt es keine restriktiven Gesetze in Bezug auf Homosexualität. Es darf zusammen gewohnt, jedoch nicht geheiratet werden.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
