Mauretanien (de)
- Hauptstadt:
- Nouakchott
- Int. Kennzeichen:
- MR
- Sprache
- Amtssprache Arabisch, daneben Hassaniya
- Gängige Fremdsprachen:
- Französisch
- Währung:
- 1 Ouguiya (UM, nicht konvertibel) = 5 Khoums (KH)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -1 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -2 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 16.02.2011)
Besondere Hinweise
Ein Selbstmordattentat vor der französischen Botschaft in Nouakchott am 8. August 2009 und die vor einigen Monaten stattgefundene Entführung von drei spanischen Staatsangehörigen auf der Strecke Nouakchott - Nouadhibou zeigen, dass in allen Teilen des Landes mit Anschlägen gegen Ausländer gerechnet werden muss.
Sicherheit
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Mauretanien wird derzeit abgeraten.
Partielle Reisewarnung
Vor Reisen in alle Saharagebiete – insbesondere in die Grenzregionen zu Algerien und Mali – wird gewarnt.
In Not geratenen Österreichern kann, wenn überhaupt nur in sehr eingeschränktem Umfang konsula- rische Hilfestellung geleistet werden. Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicher- heitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Die Grenzgebiete zur Westsahara sind zum Großteil vermint und somit lebensgefährlich. Der einzig offene Grenzübergang nach Marokko bei Nouadhibou/ Guerguarat führt über eine markierte Piste durch vermintes Gebiet. Jegliches Verlassen dieser Piste ist lebensgefährlich. Die Straßenverbindung von Nouadhibou nach Nouakchott ist durchgehend asphaltiert.
Die bisher nur gering ausgeprägte Kleinkriminalität in der Hauptstadt Nouakchott hat zugenommen, ebenso die Zahl von bewaffneten Überfällen auf westliche Ausländer. Besondere Rücksichtnahme auf islamische Sitten und Gebräuche ist unbedingt erforderlich. Der Verkauf von Alkohol und Drogen sowie Prostitution sind verboten.
Auf die besonderen Gefahren des Straßenverkehrs, wie Sandverwehungen, querende Kamele, Ziegen, Esel und eigenwillige Interpretation der Verkehrsregeln wird verwiesen. Generell sollte auf Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit verzichtet werden.
Einreise
Reisende benötigen ein Visum, das bei der für Österreich zuständigen Vertretungsbehörde des Landes beantragt werden muss. Der Reisepass muss bei der Einreise noch zumindest für die Dauer des Auf- enthalts gültig sein. Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nach- weisen können. Die Landesgrenzen zu Marokko, Mali und Senegal sind in beiden Richtungen offen, die Landesgrenze zu Algerien (Tindouf) ist von mauretanischer Seite derzeit – Änderungen sind jederzeit möglich – offen. Bei Vorhandensein eines israelischen Einreisevisums im Reisepass ist unter Um- ständen mit genauerer Überprüfung bei der Einreise zu rechnen.
Einfuhr
Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, Fremdwährungen können unbeschränkt eingeführt werden, sind aber deklarationspflichtig. Neben EURO in bar empfiehlt sich die Mitnahme von Kredit- karten, wenngleich sie nicht immer akzeptiert werden ('American Express' in Hotels, 'Eurocard', 'Master- card' und 'Visa'in Banken). Die wenigen internationalen Geldautomaten in Nouakchott sind selten funk- tionstüchtig. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 200 Zigaretten, 50 Zigarren oder 250g Tabak). Die Einfuhr alkoholischer Getränke ist strengstens verboten.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Ein- reise deklarierten Betrag erlaubt. Die Importdeklaration muss vorgewiesen werden. Keine Beschrän- kungen hinsichtlich Waren bekannt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Wüstenklima mit häufigen Sandstürmen. Die Tagestemperaturen betragen in den Sommermonaten bis zu 48° Celsius und können im Winter in den Nachtstunden bis auf 5°Celsius fallen.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ent- sprechenden Sonnenschutz zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden.
Gesundheit
Das Gesundheitswesen entspricht in keiner Weise europäischem Standard. Speziell in ländlichen Gebieten ist eine medizinische Versorgung nicht gewährleistet.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten allen Reisenden empfohlen). Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A & B, Typhus), empfiehlt das Institut für Reise- medizin Wien (Tel. 01/ 403 83 43) jedoch für Rundreisende und Individualtouristen sowie bei längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und eitrige Gehirnhautentzündung, für Indivi- dualtouristen und bei längeren Aufenthalten zusätzlich gegen Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land (außer dem Norden) wird angeraten.
Vorsicht
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht ge- trunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Reiseversicherung bzw. einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall zur Deckung von allfälligen Arzt-, Spitals- und Kran- kentransportkosten wird dringend angeraten. Dies gilt vor allem auch für Krankenrückholtransportflüge (Flugambulanz), die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Siehe auch Kapitel Sicherheit. Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung an der Grenze muss nicht abgeschlossen werden, ist aber empfehlenswert. Carnet ist nicht mehr erforderlich, das KFZ wird auch nicht mehr in den Reisepass eingetragen. Mauretanien ist verkehrsmäßig noch wenig aufgeschlossen. Nur ein geringer Teil des Straßennetzes (Nouakchott-Nouadhibou, Nouakchott-Nema, Nouakchott-Rosso, Nouakchott-Atar ) ist asphaltiert. Das Straßennetz umfaßt ca.2.500 km asphaltierte Verbindungen und ca. 6.000 km Pisten. Eine 670 km lange Eisenbahnlinie verbindet Tazadit mit dem Hafen Nouadhibou und dient vorwiegend dem Eisenerztransport. Bei Bedarf ist ein Transport von KFZ und Passagieren bis Choom möglich.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität ist in Mauretanien verboten und wird gegebenenfalls mit hohen Strafen belegt. Frauen wird zu dezenter Kleidung geraten.
In Nouakchott befindet sich seit Februar 2007 ein Österreichisches Honorarkonsulat, das als Anlauf- stelle für Auskünfte und zur Kontaktaufnahme mit der Botschaft in Rabat dienen kann. Das Honorar- konsulat hat jedoch keine Passbefugnis.
Honorarkonsul : Echbih Ahmed Saleck
Adresse: Rue Mamadou Konaté, lot V10, Gamal Abdel Nasser – Nouakchott
e-mail: consulautrichemauritanie(at)yahoo.com
Telefon: 00222 – 525 49 70; Fax: 00222 – 525 36 83
Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (vor Ort in Nouakchott die deutsche Botschaft, B.P. 372, Nouakchott, Tel.: 00 222 5251729, 5251032, Fax: 00222 5251722).
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß es keine Gewähr für die Voll- ständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
