Kongo Demokratische Republik (de)
- Hauptstadt:
- Kinshasa
- Int. Kennzeichen:
- CD
- Sprache
- Französisch, Chiluba, Kikongo, Lingala, Kisuaheli u.a.
- Währung:
- 1Franc Congo = 100 Centimes
- Information zur Zeitdifferenz:
- MEZ (in Kinshasa und in den Regionen Bas-Zaire, Bandundu und Equateur); in allen übrigen Landesteilen MEZ +1 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Steckerformen nicht einheitlich
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 28.12.2012)
Sicherheit
Partielle Reisewarnung!
Vor Reisen in die östlichen Gebiete der Demokratischen Republik Kongo (Provinzen Nord-Kivu, Süd-Kivu, Orientale, Ituri und Meniema) wird ausdrücklich gewarnt.
Auch wenn diverse europäische Reiseagenturen sogenannte „Abenteuerreisen“ in die DR Kongo anbieten, darf darauf hingewiesen werden, dass die Demokratische Republik Kongo KEIN REISELAND für touristische Aufenthalte darstellt. Neben den politisch-wirtschaftlichen Umständen, den kriegerischen Auseinandersetzungen in weiten Teilen des Landes und sonstigen gesundheitlichen Risiken (HIV), die die Demokratische Republik Kongo zu einem der gefährlichsten Länder der Welt machen, kommen diverse lebensgefährdende Tropenkrankheiten, wie der zuletzt wieder ausgebrochene, hoch lethale EBOLA-Virus, vor.
Menschen, die trotz der bestehenden Hinweise in die DR Kongo reisen möchten, müssen sich der vielschichtigen Gefahren bewusst sein, in die sie sich begeben. Eine konsularische Hilfeleistung seitens der Botschaft bzw. des Außenministeriums kann nicht oder, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt gewährleistet werden.
Im Osten der DR Kongo sind nach wie vor zahlreiche Rebellengruppen (M 23, LRA, FDLR, ADF-Nalu, diverse Mai-Mai-Gruppen etc.) aktiv, die teilweise von der offiziellen Armee des Landes gemeinsam mit den Soldaten der Mission der Vereinten Nationen in der DR Kongo (MONUSCO) bekämpft werden. Es finden daher regelmäßig kriegerische Handlungen in den genannten Gebieten statt. Auch die Regierungstruppen verüben immer wieder schwere Verbrechen, die nur teilweise geahndet werden.
Hohes Sicherheitsrisiko für die restlichen Landesteile
In den übrigen Landesteilen, inkl. der Hauptstadt Kinshasa, besteht ein hohes Sicherheitsrisiko. Nur unbedingt erforderliche Reisen sollten unternommen werden.
Unruhen, bzw. bewaffnete Aufstände können schon aus geringen Anlässen jederzeit und im ganzen Land ausbrechen, weshalb bei Reisen in der DR Kongo eine erhöhte Wachsamkeit walten sollte. Oftmals geht die Polizei bei Demonstrationen scharf gegen die Demonstranten vor, daher sollten größere Menschenansammlungen jedenfalls gemieden werden.
Darüber hinaus besteht das Risiko, Opfer der üblichen, hohen Kriminalität im Land zu werden, wobei seitens der Polizei kaum bis gar keine Hilfestellung zu erwarten ist. Auch aus diesem Grund ist bei Reisen in die DR Kongo erhöhte Vorsicht angesagt.
Ausländer, welche in die Minengebiete reisen wollen, brauchen ein „sauf conduit“ des Gouvernorat in Lubumbashi. Vor Reisen in das Landesinnere wird jedoch abgeraten. Sollten dennoch Reisen in das Landesinnere aufgrund beruflicher Tätigkeiten unaufschiebbar sein, wird empfohlen, das österreichische Honorargeneralkonsulat in Kinshasa (Tel. +243 998180163 oder +870761146569) zu kontaktieren und sich über die aktuelle Sicherheitslage vor Ort zu informieren.
Das Fotografieren von Flughäfen, militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung, Strassen und öffentlichen Plätzen, besonders entlang des Flusses Kongo in Kinshasa (Staatsgrenze) ist verboten. Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit sehr hohem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst- und Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: Botschaft der Demokratischen Republik Kongo, Ulmenallee 42a, 14050 Berlin, Tel.: (+49/30) 30 11 12 98, Email: ambardc_berlin@yahoo.de, Internet: http://www.ambardc.de/
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Mind. 6 Monate bei der Einreise und sollte keine Visa oder Ein- bzw. Ausreisestempel Ugandas, Ruandas und Burundis enthalten.
- Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig! Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.
- Bei der Einreise ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben.
Einfuhr
Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, jedoch deklarationspflichtig. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar oder Euro. Kreditkarten können in führenden Hotels, bei Fluggesellschaften und größeren Supermärkten in Kinshasa verwendet werden. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 250g Tabak sowie 1 Flasche Alkohol). Die Einfuhr von elektronischen Gerätenund Geschenken unterliegt dem Zoll; die Einfuhr eines Laptops oder einer Kamera zum persönlichen Gebrauch ist zollfrei möglich.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt. Die Ausfuhr von polierten Elfenbeingegenständen ist nur nach Entrichtung des Ausfuhrzolls gestattet.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Das Klima ist tropisch feucht und heiß ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn. Es gibt nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die kühleren Monate sind Juni, Juli und August, die Regen- perioden dauern von März bis Mai bzw. Oktober bis Januar.
Ratschläge
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Spitalspflege wäre möglichst zu meiden.
Die Zahl der HIV-infizierten Personen ist sehr hoch, auch werden immer wieder Cholera-Fälle im gesamten Staatsgebiet gemeldet. Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.
Neben den üblichen Tropenkrankheiten (Cholera, Malaria, Gelbfieber usw.) kommen in der DR Kongo (insbesondere in den ländlichen, stark unterentwickelten Landesteilen) immer wieder auch EBOLA-Erkrankungen vor, deren Krankheitsverlauf zumeist tödlich endet.
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ent- sprechenden Sonnenschutz zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Vorsicht
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversiche- rung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz (die private Fluglinie Hewa Bora steht auf der schwarzen Liste der EU). Bei Autofahrten sind der zwischenstaatliche Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein Carnet de Passage mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss abgeschlossen werden. Die Hauptstraßen sind teilweise in schlechtem Zustand. Auf die erhöhte Gefahr im Straßenverkehr durch die schlechten Verkehrsbedingungen, unzureichende Beschilderung, teilweise desolate Straßenzustände sowie mangelnde Fahrdisziplin und technische Unzulänglichkeiten vieler Verkehrsteilnehmer wird hingewiesen. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten generell unterlassen werden. Autofahrer haben auf die Sirenen der Begleitfahrzeuge des Präsidenten zu achten und sofern möglich, ihr Fahrzeug rasch an den Straßenrand zu fahren. Mit Unterbrechungen und Verzögerungen (ohne Vorankündigung) des Fährverkehrs zwischen Kinshasa und Brazzaville muss gerechnet werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Es existieren keinerlei Gesetze, die sich mit Homosexualität befassen. Allerdings herrscht im Land ein diesbezüglich sehr feindliches gesellschaftliches Klima vor, weshalb es ratsam erscheint, sich mit seiner sexuellen Orientierung nicht zu exponieren.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
