Kambodscha (de)
- Hauptstadt:
- Phnom Penh
- Int. Kennzeichen:
- KH
- Sprache
- Khmer
- Gängige Fremdsprachen:
- Französisch, zunehmend Englisch
- Währung:
- 1 Riel (CR) = 100 Sen
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +6 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +5 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, öfters Stromabschaltungen
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 26.02.2013)
Besondere Hinweise
In den vergangenen Monaten kam es in Kambodscha vermehrt zu teilweise schweren Unfällen von kambodschanischen Überlandbussen. Gründe hierfür sind der teilweise schlechte Straßenzustand, überalterte Busse, sowie mangelnde Überwachung der Fahrer in Bezug auf Einhaltung notwendiger Ruhepausen. Österreichischen Touristen, die Busreisen innerhalb Kambodschas beachsichtigen, wird empfohlen solche Reisen nur über seriöse Reiseveranstalter zu buchen. Ebenfalls wird nachdrücklich der Abschluss einer Reisekrankenversicherung empfohlen. Die ärztliche Versorgung in kambodschanischen Krankenhäusern ist mit jener in Europa nicht zu vergleichen; bei Unfällen oder schweren Erkrankungen ist deshalb oftmals ein Weitertransport in thailändische Krankenhäuser notwendig.
Zwischen Februar und April 2011 kam es an der kambodschanisch-thailändischen Grenze bei Preah Vihar zu mehreren bewaffneten Zwischenfällen zwischen kambodschanischen und thailändischen Truppen. Obwohl die Situation sich seither entspannt hat, wird von Reisen nach Oddar Meanchey, Preah Vihar und Umgebung weiterhin abgeraten. Der Grenzübergang Suay Chrom (Grenze zu Thailand) in der Provinz Preah Vihar ist derzeit geschlossen.
Einzelreisenden wird empfohlen, ihre Kontaktdaten (Name, Aufenthaltsdauer in Kambodscha, ungefähre Reiseroute, Mobiltelefonnummer) der Österreichischen Botschaft Bangkok per Email bekannt zu geben: bangkok-ob(at)bmeia.gv.at.
In Notfällen außerhalb der Dienstzeit ist der Bereitschaftsdienst der Österreichischen Botschaft Bangkok unter der Nummer +66 819 036 516 erreichbar.
Vor Ort besteht keine österreichische Vertretungsbehörde. Die zuständige Botschaft befindet sich in Thailand. Bürger von EU-Staaten können sich jedoch in Notfällen an die Vertretungsbehörde anderer EU-Staaten wenden. Die deutsche Botschaft in Phnom Penh No. 76-78 Rue Yougoslavie (= Street 214), Tel.: (00855 23) 21 61 93, 21 63 81, Fax: (00855 23) 42 77 46 hat den konsularischen Schutz der österreichischen Staatsbürger übernommen.
Reisende nach Kambodscha müssen sich eines erhöhten Risikos einer Malariainfektion bewusst sein. Dies verlautbaren Vertreter der WHO in Südost-Asien. Das zurzeit wirkungsvollste Medikament gegen Malaria, Artemisinin zeigt jetzt oft keine Wirkung. Auch vorbeugende Medikamente wie Chloroquin oder Mefloquin bieten keinen erfolgreiche Prophylaxe gegen den Ausbruch von Malaria.
Besonders betroffen sind folgenden Provinzen: Preah Vihear, Siam Reap, Oddar Meanchay, Banteay, Pailin, Battambang, Pursat, Koh Kong, Kampot, Kampong Speu. In der Hauptstadt Phnom Penh und im Seebad Sihanoukville besteht zur Zeit ein geringeres Risiko einer Infektion.
Es wird empfohlen, am Tage einen wirkungsvollen Cremeschutz (wie z.B. Autan) aufzutragen und des Nachts, sofern man in nicht klimatisierten Räumen schläft, ein Moskitonetz zu benutzen. Weiters wird empfohlen, vor Reisen nach Kambodscha einen der Tropenmedizin kundigen Arzt aufzusuchen und sich beraten zu lassen.
Beim Besuch von religiösen Stätten ist auf korrekte Kleidung zu achten (keine Shorts und Miniröcke, geschlossenes Schuhwerk).
Sicherheit
Allgemein wird auf das erhöhte Sicherheitsrisiko hingewiesen.
Die Sicherheitslage kann sich in Kambodscha sehr schnell verändern.
Zwischen Februar und April 2011 kam es an der kambodschanisch-thailändischen Grenze bei Preah Vihear zu mehreren bewaffneten Zwischenfällen zwischen kambodschanischen und thailändischen Truppen. Obwohl die Situation sich seither entspannt hat, wird von Reisen nach Oddar Meanchey, Preah Vihear und Umgebung weiterhin abgeraten.
Aufgrund der latenten Gefahr von Unruhen in der Hauptstadt Phnom Penh wird zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Demonstrationen, Wahlveranstaltungen und generell größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Überlandreisen sollten ausschließlich tagsüber und vorzugsweise in Gruppen von mehreren Fahrzeugen unternommen werden. In Kambodscha besteht für Reisende aufgrund der allgemeinen Armut erhöhte Gefahr, Opfer von Raub oder Diebstahl zu werden. Obwohl sich gewisse Verbrechen wie Entführungen hauptsächlich auf lokaler Ebene abspielen, kommt es in letzter Zeit in der Flussgegend von Phnom Penh und an den Badestränden und touristischen Ausflugszielen in Sihanoukville vermehrt zu gewalttätigen Raubüberfällen von Ausländern, bei denen vor allem Einzelpersonen teilweise schwer verletzt wurden.
Es sollten daher keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Bargeld mitgeführt werden. Dokumente sollten fotokopiert werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Insbesondere sollte nach Einbruch der Dunkelheit auch in den Städten auf Spaziergänge sowie Fahrten mit Motorrad- und Fahrradtaxis verzichtet werden.
Mit Ausnahme der Straßen von Phnom Penh nach Sihanoukville, Kampot, Kampong Cham, Kompong Thom oder Battambang ist aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse das Flugzeug zu bevorzugen. Auch bei Flugreisen innerhalb Kambodschas ist jedoch Vorsicht geboten; die International Civil Aviation Organization (ICAO) hat bezüglich Kambodscha erhebliche Verletzungen von Vorschriften der ICAO festgestellt und geht dem derzeit weiter nach.
Außerhalb der Ballungszentren ist die Minengefahr noch immer sehr hoch, vor Trekkingtouren wird daher gewarnt. Am meisten betroffen sind die Provinzen entlang der thailändischen Grenze (auch die Provinz Siem Reap). Vor Individualreisen ohne Zuziehung eines ortskundigen Reisebüros wird abgeraten.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst,- und Diplomatenpässe.
- Visum erhältlich: Botschaft des Königreichs Kambodscha: 264A, Avenue de Tervuren, B-1150 Brüssel, Tel. (+32 / (0)2) 77 20 372, Fax: (+32 / (0)2) 77 20 376, e-mail: amcambel(at)skynet.be (für Österreich zuständig) bzw. Homepage der Botschaft
Touristen können sogenannte E-Visa auch bis spätestens zwei Wochen vor Reiseantritt über die Webseite des kambodschanischen Außenministeriums beantragen. Die Zahlung der Visagebühr ist nur mit Kreditkarte möglich. E-Visa berechtigen nur zur einmaligen Einreise und zu einem Aufenthalt von maximal 30 Tagen. Business Visa, K-Visa, sowie Visa für Dienst-und Diplomatenpassinhaber können nur bei der nächst gelegenen kambodschanischen Vertretungsbehörde beantragt werden.
- Einreise über internationale Flughäfen Phnom Penh und Siem Reap: Visum für 30-Tage, Passfotos mitnehmen! (Visagebühr dzt. USD 20,--). An folgenden Grenzübergängen werden ebenfalls Visa bei der Einreise ausgestellt: Poipet, Prum, Daung, O’smach, Cham Yeam sowie Chuam (Thailand) und Bavet, Kha Orm Som Nor, Phnom Den, Dong Kro Lor, Tropiang Sre, Tropiang Phlong, Prek Chak und Bantey Chakrey (Vietnam) sowie O’Yadav (Laos)
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Mind. 6 Monate bei Einreise
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können. Auf das Abstempeln des Reisepasses bei der Einreise sollte geachtet werden, da bei Überschreitung der Gültigkeitsdauer des Visums bei der Ausreise eine Strafgebühr von USD 5,-- pro Tag seit Ablauf des Visums erhoben wird. Beträgt der illegale Aufenthalt bereits mehr als einen Monat, beträgt die Strafgebühr USD 6,-- pro Tag.
Ein Touristenvisum wird im Regelfall mit einer Gültigkeit von vier Wochen ausgestellt. Die Verlängerung um einen Monat ist beim Einwanderungsbüro des Innenministeriums (dieses befindet sich gegenüber dem internationalen Flughafen) in Phnom Penh möglich.
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung, jedoch Deklarationspflicht ab umgerechnet USD 10.000.--. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar (nach Möglichkeit in kleinen Stückelungen), Travellerschecks oder Kreditkarten (werden nicht überall akzeptiert). Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Um PKW und Motorräder temporär einzuführen ist eine Genehmigung der kambodschanischen Zollbehörde in Phnom Penh (General Department of Customs and Excise, www.customs.gov.kh) einzuholen.
Für verbindliche Angaben betreffend die Einfuhr von Waren und Gütern sollte die zuständige kambodschanische Botschaft kontaktiert werden. Botschaft des Königreichs Kambodscha: 264A, Avenue de Tervuren, B-1150 Brüssel, Tel. (+32 / (0)2) 77 20 372, Fax: (+32 / (0)2) 77 20 376, e-mail: amcambel(at)skynet.be (für Österreich zuständig) bzw. Homepage der Botschaft
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung, jedoch Deklarationspflicht bei umgerechnet USD 10.000.--. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt. Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Überwiegend tropisches Klima mit Monsunregen von Mai bis November, Dezember bis Februar mäßig heiß, März/April sehr heiß.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten und veralteten medizinischen Ausrüstung entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Mietwagen und Taxis. Fahrpreis im Voraus aushandeln.
Das Vermieten von Motorrädern an Ausländer ist in einigen Landesteilen verboten. Ausländische Motorradfahrer werden daher oft von der Polizei angehalten und aufgefordert, die Motorräder sofort zurückzustellen.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Beleidigungen der königlichen Familie sind strafbar.
Die kambodschanischen Behörden haben in letzter Zeit die Verfolgung von sexuellem Missbrauch von Kindern durch Ausländer verstärkt. Der Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen ist selbst mit deren Einverständnis strafbar. Eine entsprechende Verurteilung kann mit einer langjährigen Haftstrafe unter schwersten Bedingungen enden. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern, auch wenn sie im Ausland begangen wird, ist strafbar und wird rechtlich in Österreich verfolgt (siehe "Kindesmissbrauch im Zusammenhang mit Tourismus").
Homosexualität ist illegal und strafbar.
Vor der Ein-und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art, als auch dem Besitz, Erwerb und der Verteilung dieser während des Aufenthalts in Kambodscha wird dringend gewarnt, da es in diesem Zusammenhang immer häufiger zu Festnahmen und strengen Haftstrafen kommt.
Die Entwendung von kambodschanischen Kulturgütern wird mit hohen Geld- bzw. auch Haftstrafen geahndet.
Im Fall einer Verhaftung kann es zu langwierigen rechtlichen Verfahren kommen. Die Haftbedingungen in kambodschanischen Haftanstalten sind mit jenen in Österreich nicht vergleichbar, da ohne eigene Geldmittel, bzw. die Unterstützung durch Angehörige und Freunde die Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten nicht gewährleistet ist.
Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (vor Ort in Phnom Penh die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, No. 76-78 Rue Yougoslavie (= Street 214), Tel.: (00855 23) 21 61 93, 21 63 81, Fax: (00855 23) 42 77 46).
Da Österreich in Kambodscha über keine Vertretung verfügt, können sich in Not geratene Österreicher an die Deutsche Botschaft in Phnom Penh wenden.
Bei Diebstahl oder Verlust des österreichischen Reisepasses kann ein Antrag auf Ausstellung eines Reiseausweises (mit einer Gültigkeit von maximal einem Monat) an der Deutschen Botschaft gestellt werden. Im Regelfall ist dies nur während des Parteienverkehrs Montag bis Freitag möglich. Mit diesem Dokument kann grundsätzlich nur die Rückreise nach Europa auf direktem Weg angetreten werden, aber keine Weiterreise in Drittländer erfolgen.
Sollte eine Fortsetzung der Reise innerhalb Asiens notwendig sein kann unter Vorlage des oe.Reiseausweises, der Original Passverlustanzeige der kambodschanischen Polizei, sowie eines kurzen Begleitschreibens der Deutschen Botschaft bei der thailändischen Botschaft in Phnom Penh ein Einreisevisum für Thailand beantragt werden; dies ermöglicht die Einreise nach Thailand, um an der Österreichischen Botschaft Bangkok einen Notpass zu beantragen. Das Passantragsformular kann auf schriftliches Ersuchen von der Österreichischen Botschaft Bangkok (bangkok-ob@bmeia.gv.at.) vorab übermittelt werden, bzw. kann der Antrag auf Ausstellung eines Notpasses vorab per Email gestellt werden. Dies ermöglicht es den Mitarbeitern der Österreichischen Botschaft Bangkok, den Notpassantrag vorzubereiten.
Wichtig: Zur Ausreise aus Kambodscha muss bei der kambodschanischen Immigrationsbehörde (dieses befindet sich gegenüber dem internationalen Flughafen in Phnom Penh) ein exit visa beantragt werden . Auch hierfür stellt die Deutsche Botschaft Phnom Penh ein Begleitschreiben aus. Die Bearbeitungsdauer für dieses Ausreisevisum beträgt drei Arbeitstage, die Gebühr US-Dollar 40,--
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
