Honduras (de)
- Hauptstadt:
- Tegucigalpa
- Int. Kennzeichen:
- HN
- Sprache
- Spanisch
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- 1 Lempira (L) = 100 Centavos
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -7 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -8 h
- Elektrischer Strom:
- 110 Volt/60 Hertz, amerikanische Flachstecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 29.01.2013)
Besondere Hinweise
Bei der Sehenswürdigkeit von Copán Ruinas und an den Stränden von Tela und la Ceiba und im Naturpark Pico Bonito häufen sich Überfälle auf Touristen. Besondere Vorsicht ist geboten.
Sicherheit
Allgemein wird auf die hohe Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Aufgrund der steigenden Kriminalität, wachsender Gewaltbereitschaft und einer geringen Hemm- schwelle beim Waffengebrauch hat die Gefährdung in den letzten Jahren stark zugenommen. Besonders besorgniserregend sind dabei kriminelle gewalttätige Jugendbanden.
Entführungen und Überfälle unter Schusswaffengebrauch in San Pedro Sula, Santa Barbara, Tegucigalpa, La Ceiba und auf den Bay Islands nehmen zu. Honduras hat zudem die höchste Mordrate in Zentralamerika.
In letzter Zeit kommt es immer häufiger zu Diebstählen und Raubüberfällen, sodass im ganzen Land Vorsicht geboten ist. Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten auf jeden Fall vermieden werden. Vor allem an der Nordküste, an der Karibikküste (rund um Tela, La Ceiba und San Pedro Sula), in den Städten und auch in Naturparks und Wandergebieten ist Vorsicht angebracht, da immer wieder Übergriffe auf Reisende gemeldet werden. Auf Strandbesuche nach Einbruch der Dunkelheit sollte verzichtet werden. In letzter Zeit hat sich offensichtlich der Drogenschmuggel über die Provinz Olancho intensiviert. In dieser Provinz kommt es gelegentlich auch zu Polizeikontrollen durch falsche Polizisten. Frauen wird empfohlen, bei Aufforderungen zum Mitkommen durch Sicherheitskräfte (Polizei, Militär) auf der Begleitung durch eine weitere Person zu bestehen.
Vor Reisen per Anhalter wird (insbesondere Frauen) generell abgeraten. Es gibt immer wieder Übergriffe auf Reisende, die mit Überlandbussen und Taxis unterwegs waren. Auf Grund der hohen Kriminalität mit großer Gewaltbereitschaft sollten nur geringe Bargeldmengen bei sich geführt werden. Dokumente sollten möglichst im Hotelsafe aufbewahrt und in Kopie mitgeführt werden.
Besondere Vorsicht ist bei Drogenkriminalität angebracht. Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet. Die Haftbedingungen in den lokalen Gefängnissen stellen eine hohe Belastung dar. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben. Lassen Sie schon aus diesem Grund Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt. Seien Sie vorsichtig bei Personen, die während Ihrer Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen. Nehmen Sie auf keinen Fall Aufträge (etwa Mitnahme von Geschenken für Dritte) entgegen.
Eine Sondereinheit der honduranischen Polizei, die speziell zum Schutz von Touristen gebildet wurde, bietet Reisegruppen eine Eskorte bei Überlandfahrten an. Der Schutz durch die „Policía Turística“ kann über den jeweiligen Reiseveranstalter gegen geringfügige Mehrkosten gebucht werden. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit Gruppenreisen per Bus wahrzunehmen.
Wegen der häufigen Überfälle und Diebstähle sollten Reisende Schmuck, größere Mengen an Zahlungsmitteln sowie Dokumente möglichst im Hotelsafe aufbewahren und unsichere Stadtviertel – insbesondere bei Dunkelheit - meiden. Ausweispapiere sollten nur in Kopie mitgeführt werden.
Aufgrund häufigen Diebstahls von Reisepass und/oder Flugticket sollten Touristen nach Möglichkeit der Österreichischen Botschaft in Mexiko bereits vor Reiseantritt eine Kopie des Passes und des Tickets zukommen lassen.
Einreise
- Visumspflicht: Nein (max. Aufenthaltsdauer 90 Tage)
- Visum erhältlich: ---
- Reisedokumente: Gültiger Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise gültig
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Bei der Ausreise sind 40 USD Flughafentaxe/Ausreisesteuer zu bezahlen. Bei Einreise auf dem Landweg ist die Zahlung einer Tourismussteuer in Höhe von 3 USD zu leisten.
Bei Durchreise inklusive Flughafen-Transit durch die Vereinigten Staaten wird auf die geänderten Einreise- bzw. Durchreisebestimmungen hingewiesen (verpflichtende ESTA-Registrierung für alle Reisende, Regelungen betreffend Reisepässe ohne biometrische Merkmale).
Falls ein längerfristiger Aufenthalt geplant ist, sollte die Aufenthaltsbewilligung möglichst bereits vor der Einreise bei der zuständigen Auslandsvertretung von Honduras eingeholt werden. Die ebenfalls häufig angewandte – allerdings nicht offizielle – Praxis, den Aufenthalt in Honduras durch kurzzeitige Ausreise in eines der Nachbarländer um weitere 90 Tage zu verlängern, wird nicht mehr generell toleriert!
Bei Einreise (mit und ohne Visum) wird von der Grenzpolizei in den Reisepass ein gelber Einreisezettel eingeheftet. Dieser muss bis zur Ausreise aufbewahrt werden.
Befindet sich ein Minderjähriger bei Ausreise aus dem Staatsgebiet der Republik Honduras lediglich in Begleitung eines Elternteils, so muss den honduranischen Behörden die Geburtsurkunde des Kindes, sowie ein Nachweis über das alleinige Sorgerecht oder eine entsprechende Zustimmungserklärung des anderen Sorgeberechtigten vorgelegt werden. Die Nachweise müssen notariell beglaubigt und mit einer spanischen Übersetzung versehen sein.
Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten unterrichtet worden ist. Aus diesem Grund sollte immer auch die Botschaft von Honduras kontaktiert werden. Nur dort können Sie rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Deklarationspflicht ab USD 10.000,--. Die Umwechslung von Euro ist nur bei wenigen Banken möglich, es empfiehlt sich daher auch die Mitnahme von US Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Zunehmend kann auch an Geldautomaten, die im MAESTRO- (CIRRUS)-System integriert sind, Bargeld mit der Bankomatkarte abgehoben werden. Geldwechsel auf der Straße ist nicht zu empfehlen. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Deklarationspflicht ab USD 10.000,--. Die Ausfuhr von Antiquitäten und von gewissen Tieren ist generell verboten, für Pflanzen ist eine Exportgenehmigung notwendig.
Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Tropisches Klima bis zu einer Höhenlage von ca. 600 m (Trockenzeit Dezember bis April), darüber subtropisch. An der Atlantikküste hingegen das ganze Jahr Regen.
Während der Hurrikan-Saison (in der Regel von Juni bis Oktober) muss vor allem an der Karibikküste und auf den Inseln „Islas de la Bahia“ mit Beeinträchtigungen der Verkehrsverbindungen sowie der Strom- und Wasserversorgung gerechnet werden. Häufig kommt es nach starken Regenfällen zu Überschwemmungen. Die Anweisungen der Behörden (z.B. Evakuierungsmaßnahmen) sollten befolgt werden. Bitte informieren Sie sich sowohl vor als auch während Ihres Hondurasaufenthaltes regelmäßig in den Medien und Internet über aktuelle Unwetterwarnungen.
Honduras liegt in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone (Hurricane Saison: ca. Juni bis November). Es kommt daher immer wieder zu Unwettern und Überschwemmungen.
Aktuelle Informationen über Wirbelstürme entnehmen Sie bitte dem National Hurricane Center of the USA
Gesundheit
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard.
Die Situation in den Privatkliniken, vor allem in der Hauptstadt, ist besser. Mit zunehmender Entfernung von den Zentren nimmt die Qualität der medizinischen Versorgung ab.
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
In Teilen Honduras tritt regelmäßig Dengue-Fieber auf. Die Krankheit breitet sich in der Regenzeit v.a. in tiefer gelegenen Gebieten stark aus. Die Krankheitsüberträger sind Stechmücken, insbesondere "Aedes Airitus". Die Erkrankung ähnelt in ihrer harmlosen Form einer Grippe und klingt normalerweise nach ca. 1 Woche wieder ab. Symptome sind Bauchbeschwerden, Erbrechen, Blutungen der Nase und des Zahnfleisches, Ohnmacht und Abgeschlagenheit. Bei Auftreten solcher oder ähnlicher Symptome sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden. Vor Selbstbehandlung mit Acethyl-Salicyl-säurehältigen Medikamenten, wie z.B. Aspirin, wird seitens der Gesundheitsbehörden abgeraten. Der Krankheitsverlauf, vor allem bei der mit Blutungen verbundenen Krankheitsvariante, kann in seltenen Fällen tödlich enden. Es wird Reisenden empfohlen, bei Besuchen im betroffenen Gebiet strenge Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: Wirksamer Insektenschutz, den ganzen Körper abdeckende Kleidung, Hotels mit Klimaanlage und Moskitonetze. Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es nicht. Nähere Informationen erteilt das Institut für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 83 43).
Bezüglich Malaria besteht ein geringes Risiko im ganzen Land unter 1000m Seehöhe. Zudem wird durch Sandfliegen sehr selten Leishmaniose übertragen.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Überlandbusse (meist in schlechtem Zustand), Taxis und Sammeltaxis. Die Anmietung von Leihwagen ist möglich. Reisende müssen sich auf ein stark beschädigtes Straßennetz einstellen. Lediglich die Hauptstraße zwischen Tegucigalpa und San Pedro Sula ist in einem guten Zustand. Auf den unbeleuchteten Straßen sollte nach Einbruch der Dunkelheit wegen reduzierter Verkehrssicherheit und erhöhter krimineller Gefahr nicht mehr über Land gefahren werden.
Der österreichische Führerschein wird bei Aufenthalten unter 90 Tagen akzeptiert. Der internationale Führerschein kann für die Gültigkeitsdauer verwendet werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
