Honduras (de)
- Hauptstadt:
- Tegucigalpa
- Int. Kennzeichen:
- HN
- Sprache
- Spanisch
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- 1 Lempira (L) = 100 Centavos
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -7 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -8 h
- Elektrischer Strom:
- 110 Volt/60 Hertz, amerikanische Flachstecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 23.10.2011)
Besondere Hinweise
Honduras liegt in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone (Hurricane Saison: ca. Juni bis November). Es kommt daher immer wieder zu Unwettern und Überschwemmungen.
Aktuelle Informationen über Wirbelstürme entnehmen Sie bitte dem National Hurricane Center of the USA.
Honduras hat die vorübergehende Impfpflicht gegen Masern und Röteln eingeführt. Lt. Information der zuständigen Behörden ist aufgrund einer Masern- und Rötelepidemie bis auf weiteres bei der Einreise nach Honduras von allen Einreisenden ein international gültiges Zeugnis vorzuweisen, welches die Impfung gegen Masern und Röteln bestätigt. Das Impfdatum müsse mindestens 10 Tage vor dem geplanten Einreisedatum liegen. Es wird empfohlen, vor der Einreise beim honduranischen Honorarkonsulat in Wien rück zu fragen.
Die politische Situation hat sich weitgehend normalisiert, nachdem am 27.01.2010 Präsident Porfirio Lobo die Amtsgeschäfte übernommen hat und die neue Regierung weitgehend von der Internationalen Gemeinschaft anerkannt wurde.
Sicherheit
Allgemein wird auf die hohe Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Aufgrund der steigenden Kriminalität, wachsender Gewaltbereitschaft und einer geringen Hemm- schwelle beim Waffengebrauch hat die Gefährdung in den letzten Jahren stark zugenommen. Besonders besorgniserregend sind dabei kriminelle gewalttätige Jugendbanden.
Entführungen in San Pedro Sula, Santa Barbara, Tegucigalpa, La Ceiba und auf den Bay Islands nehmen zu. Honduras hat zudem die höchste Mordrate in Zentralamerika.
In letzter Zeit kommt es immer häufiger zu Diebstählen und Raubüberfällen, sodass im ganzen Land Vorsicht geboten ist. Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten auf jeden Fall vermieden werden. Vor allem an der Nordküste, an der Karibikküste (rund um Tela), in den Städten und auch in Naturparks und Wandergebieten ist Vorsicht angebracht, da immer wieder Übergriffe auf Reisende gemeldet werden. Auf Strandbesuche nach Einbruch der Dunkelheit sollte verzichtet werden. Frauen wird emp- fohlen, bei Aufforderungen zum Mitkommen durch Sicherheitskräfte (Polizei, Militär) auf der Begleitung durch eine weitere Person zu bestehen.
Vor Reisen per Anhalter wird (insbesondere Frauen) generell abgeraten. Es gibt immer wieder Übergriffe auf Reisende, die mit Überlandbussen und Taxis unterwegs waren. Auf Grund der hohen Kriminalität mit großer Gewaltbereitschaft sollten nur geringe Bargeldmengen bei sich geführt werden. Dokumente sollten möglichst im Hotelsafe aufbewahrt und in Kopie mitgeführt werden.
Besondere Vorsicht ist bei Drogenkriminalität angebracht. Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet. Die Haftbedingungen in den lokalen Gefängnissen stellen v.a. für Europäer eine hohe Belastung dar. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben. Lassen Sie schon aus diesem Grund Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt. Seien Sie vorsichtig bei Personen, die während Ihrer Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen. Nehmen Sie auf keinen Fall Aufträge (etwa Mitnahme von Geschenken für Dritte) entgegen.
Eine Sondereinheit der honduranischen Polizei, die speziell zum Schutz von Touristen gebildet wurde, bietet Reisegruppen eine Eskorte bei Überlandfahrten an. Der Schutz durch die „Policía Turística“ kann über den jeweiligen Reiseveranstalter gegen geringfügige Mehrkosten gebucht werden. Es wird emp- fohlen, nach Möglichkeit Gruppenreisen per Bus wahrzunehmen.
Wegen der häufigen Überfälle und Diebstähle sollten Reisende Schmuck, größere Mengen an Zahlungsmitteln sowie Dokumente möglichst im Hotelsafe aufbewahren und unsichere Stadtviertel – insbesondere bei Dunkelheit - meiden. Ausweispapiere sollten nur in Kopie mitgeführt werden.
Frauen wird empfohlen, bei Weisungen der honduranischen Sicherheitskräfte zum Mitkommen auf der Begleitung durch eine weitere Person zu bestehen.
Aufgrund häufigen Diebstahls von Reisepass und/oder Flugticket sollten Touristen nach Möglichkeit der Österreichischen Botschaft in Mexiko bereits vor Reiseantritt eine Kopie des Passes und des Tickets zukommen lassen.
Während der Hurrikan-Saison (in der Regel von Juni bis Oktober) muss vor allem an der Karibikküste und auf den Inseln „Islas de la Bahia“ mit Beeinträchtigungen der Verkehrsverbindungen sowie der Strom- und Wasserversorgung gerechnet werden. Häufig kommt es nach starken Regenfällen zu Über- schwemmungen. Die Anweisungen der Behörden (z.B. Evakuierungsmaßnahmen) sollten befolgt werden. Bitte informieren Sie sich sowohl vor als auch während Ihres Hondurasaufenthaltes regel- mäßig in den Medien und Internet über aktuelle Unwetterwarnungen (z.B. auf folgender Homepage).
Einreise
- Visumspflicht: nein (max. Aufenthaltsdauer 90 Tage)
- Visum erhältlich: ---
- Reisedokumente: gültiger Reisepass
- Passgültigkeit: zumindest 6 Monate bei Einreise gültig
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Miteintragung v. Kindern: k.A. – eigener Reisepass wird empfohlen
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Bei der Ausreise sind US$ 34,-- Flughafentaxe/Ausreisesteuer zu bezahlen.
Bei Durchreise inklusive Flughafen-Transit durch die Vereinigten Staaten wird auf die geänderten Einreise- bzw. Durchreisebestimmungen hingewiesen (verpflichtende ESTA-Registrierung für alle Reisende, Regelungen betreffend Reisepässe ohne biometrische Merkmale, Kindermiteintragung).
Falls ein längerfristiger Aufenthalt geplant ist, sollte die Aufenthaltsbewilligung möglichst bereits vor der Einreise bei der zuständigen Auslandsvertretung von Honduras eingeholt werden. Die ebenfalls häufig angewandte – allerdings nicht offizielle – Praxis, den Aufenthalt in Honduras durch kurzzeitige Ausreise in eines der Nachbarländer um weitere 90 Tage zu verlängern, wird nicht mehr generell toleriert!
Bei Einreise (mit und ohne Visum) wird von der Grenzpolizei in den Reisepass ein gelber Einreisezettel eingeheftet. Dieser muss bis zur Ausreise aufbewahrt werden.
Befindet sich ein Minderjähriger bei Ausreise aus dem Staatsgebiet der Republik Honduras lediglich in Begleitung eines Elternteils, so muss den honduranischen Behörden die Geburtsurkunde des Kindes, sowie ein Nachweis über das alleinige Sorgerecht oder eine entsprechende Zustimmungserklärung des anderen Sorgeberechtigten vorgelegt werden. Die Nachweise müssen notariell beglaubigt und mit einer spanischen Übersetzung versehen sein.
Bei der Ausreise per Flugzeug sind am Flughafen verschiedene Gebühren in Höhe von rd. 38,00 US-Dollar in bar zu entrichten.
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Deklarationspflicht ab USD 10.000,--. Die Umwechslung von Euro ist nur bei wenigen Banken möglich, es empfiehlt sich daher auch die Mitnahme von US Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Zunehmend kann auch an Geldautomaten, die im MAESTRO- (CIRRUS)-System integriert sind, Bargeld mit der Bankomatkarte abgehoben werden. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Deklarationspflicht ab USD 10.000,--. Die Ausfuhr von Antiquitäten und von gewissen Tieren ist generell verboten, für Pflanzen ist eine Exportgenehmigung notwendig.
Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Tropisches Klima bis zu einer Höhenlage von ca. 600 m (Trockenzeit Dezember bis April), darüber subtropisch. An der Atlantikküste hingegen das ganze Jahr Regen.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard.
Die Situation in den Privatkliniken, vor allem in der Hauptstadt, ist besser. Mit zunehmender Entfernung von den Zentren nimmt die Qualität der medizinischen Versorgung ab.
In Teilen Honduras tritt regelmäßig Dengue-Fieber auf. Die Krankheit breitet sich in der Regenzeit v.a. in tiefer gelegenen Gebieten stark aus. Die Krankheitsüberträger sind Stechmücken, insbesonders "Aedes Airitus". Die Erkrankung ähnelt in ihrer harmlosen Form einer Grippe und klingt normalerweise nach ca. 1 Woche wieder ab. Symptome sind Bauchbeschwerden, Erbrechen, Blutungen der Nase und des Zahnfleisches, Ohnmachtzustände und Abgeschlagenheit. Bei Auftreten solcher oder ähnlicher Symptome sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden. Vor Selbstbehandlung mit Acethyl-Salicyl-säurehältigen Medikamenten, wie z.B. Aspirin, wird seitens der Gesundheitsbehörden abgeraten. Der Krankheitsverlauf, vor allem bei der mit Blutungen verbundenen Krankheitsvariante, kann in seltenen Fällen tödlich enden. Es wird Reisenden empfohlen, bei Besuchen im betroffenen Gebiet strenge Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: Wirksamer Insektenschutz, den ganzen Körper abdeckende Kleidung, Hotels mit Klimaanlage und/oder nächtens Moskitonetze. Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es nicht. Nähere Informationen erteilt das Institut für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 83 43).
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei Einreise über ein Gelbfieber- infektionsgebiet (ansonsten nicht notwendig).
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 83 43) jedoch für Individual- touristen und Camper eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für die ländlichen Regionen wird angeraten.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversiche- rung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Überlandbusse (meist in schlechtem Zustand), Taxis und Sammeltaxis. Die Anmietung von Leihwagen ist möglich.
Der österreichische Führerschein wird bei Aufenthalten unter 90 Tagen akzeptiert. Der internationale Führerschein kann für die Gültigkeitsdauer verwendet werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
