Guyana (de)
- Hauptstadt:
- Georgetown 
- Int. Kennzeichen:
- GY 
- Sprache
- Englisch 
- Währung:
- 1 Guyana Dollar (G$) = 100 cents 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -4 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -4 h 
- Elektrischer Strom:
- 110/220 Volt, 50 Hertz (Georgetown), sonst 60 Hertz; amerikanische Stecker (Zwischenstecker erforderlich) 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 20.07.2010
Sicherheit
Es wird auf die hohe Sicherheitsgefährdung aufgrund der allgemein schlechten Sicherheitslage hingewiesen.
Im ganzen Land kommt es nach wie vor zu Fällen von Gewaltkriminalität.
Dies gilt vor allem für Georgetown, wo es in der Vergangenheit zu „car jackings“, bewaffneten Raubüberfällen und Schiessereien mit tödlichem Ausgang kam.
Es wird Besuchern zu strengen Sicherheitsvorkehrungen geraten, insbesondere im südlichen Teil von Georgetown, dem Stabroek Markt, dem Bourda Markt, der Ostküste, der Überlandstrasse von Georgetwon in Richtung New Amsterdam und an der Autobahn Timerh (International Airport)/Linden, sowie in den Städten Linden und New Amsterdam. Die Autotüren sind während der Fahrt immer versperrt und die Fenster geschlossen zu halten.
Von Reisen in der Nacht wird abgeraten, wenn diese nicht unbedingt erforderlich sind und in einem Konvoi durchgeführt werden können.
Große Menschenansammlungen, Demonstrationen und politische Veranstaltungen sollten gemieden werden. Probleme auf den Straßen, wie z.B. auch Straßenblockaden, können sehr spontan und unvorhergesehen auftreten.
Die lokalen Nachrichten sollten während des Aufenthaltes im Land permanent aufmerksam verfolgt werden.
Die schlecht ausgestattete Polizei ist zwar hilfsbereit, kann aber in der Regel nicht effizient gegen die Kriminalität vorgehen.
In der Hauptstadt sollte aufgrund der starken Kriminalität nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Dokumente sollten photokopiert werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einer hohen Sicherheitsgefährdung begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: Nein (s. SONSTIGES!!!)
- Visum erhältlich: ---
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: bei der Einreise noch 6 Monate gültig
- Cremefarbiger Notpass: keine Angaben
- Miteintragung v. Kindern: keine Angaben
Sonstiges: Bei der Durchreise über Miami und Port-au-Prince ist es allerdings wiederholt zur Zurückweisung von Reisenden ohne Visum gekommen. Bis zur Klärung der Situation wird daher bis auf Weiteres bei Reisen nach Guyana trotzdem die Beantragung eines Visums empfohlen.
Es kann zu Schwierigkeiten bei der Ausreise führen, wenn der Reisepass bei der Einreise nicht abgestempelt wird, weswegen darauf geachtet werden sollte.
Eine Flughafensteuer in der Höhe von G$ 1.500,00 wird bei der Ausreise auf dem Luftweg eingehoben.Kinder, die nur in Begleitung eines Elternteiles reisen benötigen für die ein- und Ausreise zusätzliche Dokumente, wie z.B.: Geburtsurkunde, Einverständniserklärung des anderen Elternteils.
Es wird empfohlen, vor Antritt der Reise entsprechende Informationen bei der guyanischen Botschaft in Brüssel einzuholen.
Einfuhr
Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, allerdings deklarationspflichtig.
Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar und von Reiseschecks. Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert (z.B. nur in den großen Hotels).
Es gibt nur wenige Banken, bei welchen mit Kreditkarten abgehoben werden kann („cash advance“). Wegen eklatanter Betrugsgefahr im Zusammenhang mit Falschgeld sollte man nie auf der Straße, sondern immer nur in Banken, offiziellen Wechselstuben „cambios“ oder Hotels Geld wechseln.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Ausfuhr
Die Ausfuhr von Fremdwährung ist im Rahmen der Deklaration unbegrenzt erlaubt. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Extrem tropisches feucht-heißes Klima mit zwei Regenzeiten, von Mai bis Mitte August und von Mitte November bis Mitte Jänner. Es wird empfohlen, Vorort die regionalen Wetterberichte zu verfolgen und die Reisepläne entsprechend anzupassen.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten allen Reisenden empfohlen).
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 83 43) jedoch für Individual- touristen und Camper eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für das gesamte Land wird angeraten. Dengue-Fieber kann im Landesinneren auftreten.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuß von rohem Obst und Salaten, sowie Getränken mit Eiswürfeln angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluß einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Ein nationaler Führerschein wird auf der Grundlage des österreichischen oder internationalen Führerscheins ausgestellt.
Mietwagen sind verfügbar. Die Straßen im Landesinneren sind sehr schlecht und verfügen fast nie über adäquate Straßenbeleuchtung. Des Weiteren muss immer mit Tieren auf den Straßen gerechnet werden.
Verkehrsstrafen sind sehr streng.
So kann bei einem verschuldeten Unfall mit Todesfolge sogar eine lebenslängliche Haftstrafe drohen!
Es wird davon abgeraten, Taxis auf der Straße anzuhalten, sondern stattdessen immer solche die vom Hotel vermittelt werden, oder spezielle Flughafen-Taxis benützen. Aufgrund regelmäßiger Überfüllung und mangelhafter Wartung in Verbindung mit aggressivem Fahrstil werden die sogenannten „Minibuses“ (für 12-15 Passagiere, ohne feste Routen oder Zeitpläne) allgemein für die meisten Verkehrsunfälle auf den Straßen Guyanas verantwortlich gemacht. Bei vielen dieser Unfälle sind wegen der hohen Geschwindigkeiten Menschenleben zu beklagen.
Wichtig ist außerdem der Verkehr auf den schiffbaren Flüssen des Landes.
Achtung, in Guyana herrscht Linksverkehr.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexuelle Handlungen (zwischen Männern) gelten in Guyana als illegal.
Die zuständige Botschaft befindet sich in Venezuela. Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
