Guinea (de)
- Hauptstadt:
- Conakry
- Int. Kennzeichen:
- GN
- Sprache
- Französisch, Sosso, Fulfulde, Mande-Sprachen
- Währung:
- Guinea-Francs (GF)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -1 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -2 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 16.02.2011)
Besondere Hinweise
Mit der Angelobung des gewählten Präsidenten Alpha Condé am 22. Dezember 2010 ging die seit Jahresende 2008 andauernde Herrschaft der Militärjunta offiziell zu Ende. Die politischen Spannungen der letzten Jahre haben sich seither weitgehend gelegt, doch bleiben latente politische und ethnische Spannungen ebenso bestehen wie ein hohes Konfliktpotenzial aufgrund der sehr schlechten sozialen Bedingungen. Menschenansammlungen, Demonstrationen und Kundgebungen jeder Art sollten daher weiterhin gemieden werden.
Die Kriminalitätsrate ist hoch.
Sicherheit
Erhöhtes Sicherheitsrisiko
Reisen nach Guinea sollten nur nach gründlicher Vorbereitung und am besten mit verlässlichen lokalen Partnern unternommen werden. Wenn sich auch die politische Lage beruhigt hat, bleibt die touristische Infrastruktur mangelhaft bzw. inexistent und die Kriminalität hoch.
Bewaffnete Raubüberfälle und Diebstähle sind häufig. In Conakry sollten die äußeren Randbezirke generell gemieden werden. Bei Ausgängen tagsüber sollten keine Wertgegenstände und nur wenig Bargeld mitgeführt werden. Bei Autofahrten tagsüber sollten immer die Fenster geschlossen und die Türen verriegelt werden. Nächtliche Autofahrten sollten wegen der hohen Überfallsgefahr und der schlechten Straßenzustände sowohl in Conakry als auch im Landesinneren generell unterbleiben. Bei Überlandfahrten in das Landesinnere tagsüber empfiehlt sich eine Fahrt im Konvoi mehrer Fahrzeuge. Dabei ist ständig erhöhte Wachsamkeit geboten.
In Conakry und auch im Landesinneren treten oft Straßensperren auf, dabei sind Vorwürfe über Schikanen durch Zoll, Militär und Polizei häufig.
Von Reisen in die südlichen Grenzgebiete zu Liberia, Sierra Leone und Côte d'Ivoire wird abgeraten. Ethnische Spannungen sind dort weiterhin spürbar. Verschiedene Banden sind im Grenzgebiet aktiv, besonders entlang der Hauptstraße Mamou – Faranah – Kissidougou – Guékédou – Macenta – N’Zérékoré kommt es häufig zu Überfällen auf Fahrzeuge durch Straßenräuber.
Darüber hinaus bleibt die Sicherheitslage aufgrund der hohen wirtschaftlichen und sozialen Unzufriedenheit instabil. Es kann im ganzen Land jederzeit zu spontanen Demonstrationen oder Menschenansammlungen kommen, in deren Rahmen immer auch Ausschreitungen und Gewaltanwendung möglich sind.
Konsularische Hilfestellung für in Guinea in Not geratene Österreicher kann durch die Österreichische Botschaft Dakar, wenn überhaupt, nur in sehr eingeschränktem Umfang geleistet werden. Reisenden, die dennoch nach Guinea reisen, wird empfohlen, sich entweder beim Österreichischen Honorarkonsulat Conakry oder bei der Österreichischen Botschaft Dakar registrieren zu lassen.
Allgemein wird bei Reisen nach Guinea daher zu besonderer Vorsicht geraten. Es empfiehlt sich, Kopien aller wichtigen (Reise)Dokumente mitzuführen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: ja
- Visum erhältlich: Botschaft der Republik Guinea
- Reisedokumente: gültiger Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
- Cremefarbiger Notpass: keine Angaben
- Miteintragung v. Kindern: keine Angaben
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können.
Einfuhr
Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, doch deklarationspflichtig. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar oder Euro in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten (akzeptiert nur in größeren Hotels, Travellerschecks von Banken eingelöst).
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum deklarierten Betrag erlaubt. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Feucht-tropisches Klima mit einer Regenzeit von Mai bis Oktober und Luftfeuchtigkeit annähernd 100%.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Eine medizinische Grundversorgung nach europäischem Standard ist nicht gewährleistet. Schwere Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Senegal oder Europa) behandelt werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie Verbandsmaterial und Einwegspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Impfungen
Bei der Einreise ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Institut für Tropenmedizin Wien (Tel. +43/ (01) 403 83 43) weiters eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und eitrige Gehirnhautentzündung, für Individualtouristen und Camper zusätzlich gegen Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land wird angeraten.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluß einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Für lokale Fahrten kommen Taxis, für Überlandfahrten Buschtaxis (Kleinbusse) und Busse in Betracht. Die Fahrzeuge sind jedoch oft in schlechtem Zustand.
Bei Autofahrten sind der zwischenstaatliche Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein Carnet de Passage mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muß an der Grenze abgeschlossen werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexuelle Handlungen sind in Guinea verboten und mit Haftstrafe bedroht.
Das Fotografieren von Armee- und Polizeieinrichtungen, Flughäfen, Brücken und anderen öffentlichen Gebäuden ist verboten.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
