Guinea-Bissau (de)
- Hauptstadt:
- Bissau
- Int. Kennzeichen:
- GW
- Sprache
- Kreolisch, Portugiesisch
- Gängige Fremdsprachen:
- Französisch
- Währung:
- CFA-Franc
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -1 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -2 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 16.02.2011)
Besondere Hinweise
In den letzten Jahren gab es eine Reihe von Anschlägen auf und Ermordungen von hochrangigen Repräsentanten des Staates (darunter auch der Staatspräsident). Seit dem Frühjahr 2010 hat sich die Lage insgesamt beruhigt, doch bleiben chronische politische, soziale und militärische Spannungen bestehen.
Sicherheit
ERHÖHTE SICHERHEITSGEFÄHRDUNG
Reisen nach Guinea-Bissau sollten nur nach gründlicher Vorbereitung und am besten mit verlässlichen lokalen Partnern unternommen werden. Wenn sich auch die politische Lage beruhigt hat, bleibt die touristische Infrastruktur mangelhaft bzw. inexistent. Die soziale und wirtschaftliche Lage des Großteils der Bevölkerung ist sehr schlecht. Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten auf jeden Fall gemieden werden.
Risiken für Touristen bestehen durch die weitläufige Verminung, die oft nur unzureichend gekennzeichnet ist. Deshalb ist es ratsam, Hauptverkehrsstraßen nicht zu verlassen. Im Norden des Landes ist das Grenzgebiet zur südlichsten Provinz des Senegal (Casamance) zu meiden, da sich bewaffnete Gruppen (Rebellen der Casamance) in dieses Gebiet verlagert haben und hier kriminelle Banden aktiv sind.
Von Individualreisen in das Landesinnere wird gänzlich abgeraten. Touristische Reisen nach Bissau und auf die Bijagos-Inseln bedürfen einer sehr gründlichen Vorbereitung im Vorhinein. Reisen auf dem Landweg in den Senegal sollten aufgrund der Unsicherheit in der Grenzregion und in der senegalesischen Provinz Casamance unterbleiben. In diesem Zusammenhang wird auf die bestehende Reisewarnung des BMeiA für den Großteil der Casamance hingewiesen.
Die Kleinkriminalität ist im Steigen begriffen. Bei Überfällen sollte wegen der hohen Gewaltbereitschaft und der Bewaffnung der Angreifer kein Widerstand geleistet werden. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten keine Ausgänge unternommen werden. Bei Fahrten mit dem Auto sollten abgelegene und nicht befestigte Straßen gemieden werden. Selbst Taxis gelten in diesem Zusammenhang nicht als sehr sicher. Auch beim Fotografieren ist Vorsicht geboten, vom Fotografieren militärischer Anlagen wird dringend abgeraten.
Einreise
- Visumspflicht: ja
- Visum erhältlich: Botschaft der Republik Guinea-Bissau (Brüssel)
- Reisedokumente: gültiger Reisepass
- Passgültigkeit: keine Angaben
- Cremefarbiger Notpass: keine Angaben
- Miteintragung v. Kindern: keine Angaben
Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.
Einfuhr
Euro, US$ u.a. sowie Travellerschecks werden gewechselt. Reisenden wird jedoch empfohlen, sich bereits vor der Einreise sich mit der Landeswährung Francs CFA einzudecken. Zahlungen mit Schecks oder Kreditkarten sind nicht möglich. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Ausfuhr
Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Guinea-Bissau gehört zu den Randtropen, die Regenzeit dauert von Mai bis November.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuß setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Eine medizinische Grundversorgung nach europäischem Standard ist nicht gewährleistet. Schwere Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Senegal oder Europa) behandelt werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie Verbandsmaterial und Einwegspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen.Eine Cholera-Epidemie hat 2008 auch in der Hauptstadt Bissau zahlreiche Todesopfer gefordert.
Impfungen
Bei der Einreise ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Institut für Tropenmedizin Wien (Tel. 01/ 403 83 43) weiters eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und eitrige Gehirnhautentzündung, für Individualtouristen und Camper zusätzlich gegen Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land wird angeraten.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuß von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluß einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Für lokale Fahrten kommen Taxis, für Überlandfahrten Buschtaxis (Kleinbusse) in Betracht. Die Fahrzeuge sind jedoch oft in schlechtem Zustand. Nächtliche Autofahrten sollten wegen des schlechten Straßenzustandes gänzlich unterbleiben.
Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein Carnet de Passage mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muß an der Grenze abgeschlossen werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexuelle Handlungen gelten in Guinea-Bissau als illegal.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
