Ecuador (de)
- Hauptstadt:
- Quito
- Int. Kennzeichen:
- EC
- Sprache
- Spanisch
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch
- Währung:
- US-$ und US-Cents
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -6 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -7 h
- Elektrischer Strom:
- 110 Volt, 60 Hertz, flachpolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 21.03.2013)
Besondere Hinweise
Vulkanausbruch
Der Vulkan Tungurahua, etwa 130km südlich der Hauptstadt Quito gelegen, ist seit Mitte Dezember 2012, wieder aktiv. Die ecuadorianischen Behörden haben die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen und umliegende Dörfer wurden evakuiert.
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Aufgrund der in letzter Zeit relativ stark gestiegenen Gewaltkriminalität wird Reisenden zu erhöhter Wachsamkeit geraten.
Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Insbesondere in den Touristenvierteln der Städte Quito (Mariscal Sucre) und Guayaquil ( Barrio Las Penas, Malecon, Flugplatz) ist es in den Nachtstunden nicht ratsam, allein unterwegs zu sein. Auf dem Weg zum populären Aussichtsberg oberhalb Quitos, dem Ruco Pichincha, kam es auch untertags schon zu Überfällen auf Touristen. Auf abgelegenen Wanderstrecken (insbesondere Lagune San Pablo bei Otavalo, Vulkan Pichincha via Cruz Loma) kommt es besonders häufig zu Überfällen/Gewaltverbrechen. Auf der Straße sollen keine Prospekte bzw. Faltblätter angenommen werden, da diese mit Drogen versehen sein könnten. Bei Raubüberfällen wird in Anbetracht der Gewaltbereitschaft der Täter empfohlen, keine Gegenwehr zu leisten. Die örtliche Polizei gewährt ausländischen Kriminalitätsopfern häufig nur eingeschränkt Schutz und Hilfe.
Es sollte generell nur wenig Bargeld mitgeführt werden. Bei Aufenthalten in Städten sollte der Reisepass an einem sicheren Ort (z.B. Hotel) hinterlegt und nur eine Kopie der wichtigsten Seiten des Reisepasses (samt der Seite mit dem Einreisestempel) mitgenommen werden. Schmuck und wertvolle Uhren etc. sollten nicht öffentlich zur Schau gestellt werden.
Die an Kolumbien angrenzenden Gebiete in den nördlichen Provinzen Carchi, Sucumbiós, Esmaralda, Orellana und Napo sind zeitweise von Aktivitäten bewaffneter Gruppen massiv betroffen und sollten von Touristen gemieden werden. Autobusreisen, insbesondere in der Nacht, sind wegen Unfallhäufigkeit und allgemeiner Kriminalität gefährlich. Im Zunehmen ist auch der gewaltsame Autoraub. Im gesamten Land finden häufig Demonstrationen, Straßenblockaden und Streiks statt, bei denen es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen kann. Solche Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Bei Reisen zu den Galápagos Inseln wird empfohlen, nur über renommierte Reisebüros zu buchen, da kleinere Unternehmen oft nicht die Sicherheit ihrer Schiffe gewährleisten können und nicht immer ausreichend versichert sind.
Der Vulkan Tungurahua oberhalb des populären Ausflugsortes Baños ist immer wieder aktiv, ebenfalls Sangay und Reventador. Der Vulkan Cotopaxi könnte nach Expertenmeinung ebenfalls jederzeit ausbrechen. Vor Reisen in die Umgebung eines Vulkans wird angeraten, sich über die aktuelle Situation zu informieren. Reisende sollten sich daher stets zeitnah über die aktuelle Lage in den betroffenen Regionen informieren. Informationen in spanischer Sprache zu Erdbeben und Vulkanaktivitäten können auf der Internetseite des Instituto Geofisico – Esuela Politecnica National, Quito-Ecuador abgerufen werden.
In der Regenzeit (Januar bis April) kommt es häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen, die neben der Küstenregion teilweise auch das Hochgebirge treffen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage und Verkehrssituation bei örtlichen Medien bzw. Reiseveranstaltern informieren.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: nein (max. Aufenthaltsdauer 3 Monate)
- Visum erhältlich: ---
- Reisedokumente: gültiger Reisepass
- Passgültigkeit: 6 Monate bei Einreise
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können.
Für die An-/Einreise mit privaten Schiffen auf die Galapagosinseln und die das Archipel umgebenden Gewässer bedarf es einer besonderen Bewilligung durch die Generaldirektion für maritime Interessen und den Nationalpark Galapagos. Die Antragsstellung hat im Wege des ecuadorianischen Außenministeriums zu erfolgen.
Der Einreisestempel ist obligatorisch (auch bei Einreise über die Landgrenze von Peru oder Kolumbien). Der Pass oder eine (beglaubigte) Passkopie muss stets mitgeführt werden. Bei Verstoß gegen ecuadorianisches Aufenthaltsrecht muss mit einer Verwaltungsstrafe gerechnet werden (200 – 2.000 USD), bei längerem illegalen Aufenthalt auch mit Abschiebehaft. Reisende sollten immer den Einreisestempel überprüfen, da dieser oft nicht auf 90 Tage ausgefüllt wird. Gegebenenfalls muss die Aufenthaltsgenehmigung bei der Ausländerpolizei (Policia de Migración) rechtzeitig verlängert werden, da sonst bei Ausreise mit einer Strafe von 200 USD gerechnet werden muss. Zuständige Behörde:
Dirección General de Asuntos Migratorios y Extranjería del MMRREE:
Calle San Ignacio 207 y San Javier (Nähe Einkaufscenter Multicentro)/ Quito
Tel. 2227025 / 2555279 / 2552750 / 2221817 / 2548339
Einfuhr
Bei der Einreise müssen Beträge über USD 10.000,-- deklariert werden. Bei der Ausreise müssen Devisen über USD 9.000,-- deklariert werden und es ist eine 5 % Steuer (impuesto a salida de divisas) zu bezahlen. EURO können bei Banken und Wechselstuben umgetauscht werden. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar oder Kreditkarten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Es bestehen Beschränkungen hinsichtlich der Einfuhr von Lebensmitteln, besonders bei Fleischprodukten.
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Der Export von Goldbarren, Antiquitäten und Wildtieren ist verboten.
Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Je nach Höhenlage ist das Klima tropisch feucht-heiß oder gemäßigt bis kühl (insbesondere in den Nächten).
Im Hochland gibt es eine Trockenperiode von Mai bis Oktober, im Tiefland ist es im Dezember bis Juni sehr heiß und sehr feucht. Besonders im Hochland ist guter Sonnenschutz nötig, da wegen der Höhe die oft niedrige Temperatur täuscht, und es zu schwerem Sonnenbrand kommen kann.
Warme Kleidung sollte mitgenommen werden, da es im Schatten und bei Nacht empfindlich kühl sein kann.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Gesundheit
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
In der tropischen Zone und im Hochland (Quito auf 2.900m) kommt es immer wieder zu Symptomen und Beschwerden der verschiedenen „Höhenkrankheiten“ Vermeiden Sie daher (vor allem in der Eingewöhnungsphase) größere Belastungen des Körpers, achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und leichte Kost. Übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall (Spitalskosten !) und Krankentransport wird dringend angeraten. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: ausreichendes Inlandsflugnetz, dichte Autobusverbindungen (teurere Unternehmen sind vorzuziehen).
Für Aufenthalte bis zu 30 Tage sind sowohl der internationale Führerschein als auch der österreichische Führerschein in Verbindung mit dem Reisepass und dem Einreisestempel gültig. Bei einem Aufenthalt von über 30 Tagen wird ein internationaler Führerschein benötigt. Dieser muss von ANETA (ecuadorianischer Automobil- und Touringklub) bestätigt sein. Bei Aufenthalten über drei Monaten muss ein ecuadorianischer Führerschein erworben werden.
Bei Unfällen mit Personenschaden werden die Lenker sämtlicher am Unfall beteiligten Autos grundsätzlich in Untersuchungshaft genommen!
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Der Besitz von Drogen - auch in geringen Mengen zum persönlichen Bedarf - wird in Ecuador besonders streng (mit bis zu 35 Jahren Haftstrafe) geahndet. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben.
Homosexualität ist in Ecuador nicht strafbar, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften sind seit 2008 anerkannt; jedoch existieren unterschiedliche Bestimmungen für homosexuelle und heterosexuelle Handlungen bezüglich des Schutzalters.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
