China (de)
- Hauptstadt:
- Peking
- Int. Kennzeichen:
- CN
- Sprache
- Chinesisch
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch (jedoch nur in den größeren Städten)
- Währung:
- 1 Yuan Renminbi (Y RMB) = 10 Jiao = 100 Fen
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +7 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +6 h
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz, Mehrfachadapter notwendig
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 21.09.2011)
Besondere Hinweise
Minoritätengebiete
Reisen in die Autonome Region Tibet und in bestimmte tibetische Siedlungsgebiete außerhalb Tibets sind genehmigungspflichtig. Die Vergabe dieser Genehmigungen kann jedoch ohne Vorankündigung kurzfristig ausgesetzt werden. Es wird empfohlen, sich vor Antritt der Reise beim Reiseveranstalter oder bei der Botschaft der Volksrepublik China in Wien (Konsularabteilung, Tel.: 01/710 36 48) über die aktuellen Bestimmungen zu informieren.
Die Lage in der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang hat sich seit den Unruhen Mitte 2009 vorerst beruhigt, ist jedoch nach wie vor angespannt.
Erdbeben
In den Gebieten in der Provinz Sichuan, die vom Erdbeben im Mai 2008 betroffen waren, kommt es noch immer zu lokalen Beeinträchtigungen.
Sicherheit
Die Sicherheitslage ist in den größeren Städten allgemein gut, vor Kleinkriminalität (Taschendiebstähle, Betrug mit überhöhten Kreditkartenabrechnungen u.ä.) sollte man sich jedoch im gesamten Land in Acht nehmen. Es wird zu erhöhter Vorsicht geraten, insbesondere auch vor „Reiseführern“, „Künstlern“, „Studenten“, „Verkäufern“ u. ä., die ihre Dienste auf der Straße anbieten. Besondere Vorsicht ist auch in häufig von Ausländern frequentierten Vergnügungsvierteln geboten.
Individualreisenden in abgelegene Gebiete wird zur Vorsicht geraten. Bei Reisen in entlegene Gebiete und in Gebiete, in denen es in der Vergangenheit zu Unruhen gekommen ist, wird empfohlen, vor der Reise Verwandte oder Freunde zu informieren und mit diesen Kontakt zu halten. Auch eine vorherige Registrierung bei der Botschaft ist möglich.
Es wird empfohlen, für den Notfall Fotokopien von wichtigen Dokumenten, Visa, Kreditkarten etc. mitzuführen und die Originale sorgfältig zu verwahren.
Einreise
- Visumspflicht: Ja
- Visum erhältlich: Botschaft der Volksrepublik China
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Ausreise
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
- Miteintragung v. Kindern: wird bis zum 18. Lebensjahr akzeptiert
- Sonstiges:
Das Visum muss vor der Einreise nach China beantragt werden. Die Ausstellung von Visa an den Grenzkontrollstellen ist nicht möglich.
Die Verlängerung eines Visums im Inland ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Zuständig sind die örtlichen Dienststellen der Fremdenpolizei, wobei jeweils teilweise unterschiedliche Bestimmungen angewendet werden können. Reisende müssen unter anderem ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen.
Bei der Einreise mit einem Gruppenvisum kann das Land nur gemeinsam mit allen Gruppenmitgliedern verlassen werden. Falls eine Person sich in China von der Gruppe trennen will, muss zuvor das Gruppenvisum geändert und für die betreffende Person ein Einzelvisum beantragt werden.
Für die Einreise nach Hongkong oder Macao (für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen) besteht keine Visapflicht, für die Einreise nach China von diesen beiden Städten aus ist aber ebenfalls ein Visum erforderlich. Der Reisepass muss bei der Einreise nach Hongkong oder Macau noch 6 Monate gültig sein.
Transitaufenthalte: Bei der Einreise über den Flughafen Pudong in Shanghai können österreichische Staatsbürger unter der Bedingung ohne Visum für 48 Stunden nach China einreisen, dass sie ein gültiges Reisedokument sowie (erforderlichenfalls) ein Visum und ein fix gebuchtes Anschlussflugticket für ihren Zielstaat vorweisen. Bei der Einreise am Flughafen in Peking ist eine analoge Regelung in Kraft, die jedoch nur einen Aufenthalt von maximal 24 Stunden vorsieht.
Nach der Einreise in die VR China müssen Ausländer sich innerhalb von 24 Stunden bei der örtlich zuständigen Polizeidienststelle registrieren. Bei der Unterbringung im Hotel wird diese Registrierung vom Hotel vorgenommen, bei privater Unterbringung ist der Reisende selbst für diese Registrierung verantwortlich.
Während des Aufenthalts in China sind Ausländer gesetzliche verpflichtet, ihr Reisedokument immer bei sich zu führen. Die Missachtung dieser Vorschrift steht unter Strafe.
Einfuhr
Erlaubt ist die Einfuhr von Gegenständen des täglichen Bedarfs bis zu einem Gegenwert von CNY 5.000,-- in angemessenen Mengen. Weiters u.a. 1,5 l alkoholische Getränke, 400 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500g Tabak, Landeswährung bis zu 20.000 CNY bzw. Devisen bis zu einem Gegenwert von USD 5.000,--. Devisenbeträge über diesem Richtwert müssen bei der Einfuhr deklariert werden, wenn sie wieder ausgeführt werden sollen.
Eingeführte Waren müssen wieder ausgeführt werden.
Verboten ist u.a. die Einfuhr von Nahrungsmitteln, Tieren, Pflanzen, biologischen Substanzen, Funkgeräten, Waffen (auch Sportwaffen) sowie von Druckwerken und elektronischen Medien mit politisch oder moralisch unerwünschten Inhalten.
Auf den Besitz von Drogen steht die Todesstrafe.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu 20.000,-- Yuan, von Fremdwährungen bis zu einem Gegenwert von USD 5.000,-- erlaubt.
Verboten ist die Ausfuhr aller Gegenstände, deren Einfuhr verboten ist. Dazu gehören insbesondere Antiquitäten und gefährdete oder seltenen Tiere und Pflanzen.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Der größte Teil Chinas liegt in der gemäßigten Zone, aufgrund der großen Ausdehnung des Landes gibt es aber regional starke klimatische Differenzen. Das Klima in Südost- und Zentralchina ist warm und feucht, im Norden im Sommer gemäßigt und im Winter extrem kalt und trocken.
Zwischen Juni und September kommt es in Südostchina häufig zu Überschwemmungen und die Küstenregionen werden in dieser Jahreszeit von Taifunen heimgesucht.
Ratschläge
Die geographischen und klimatischen Verhältnisse im Land verlangen keine von der österreichischen verschiedene Lebensweise.
Geld/Zahlungsverkehr
Bargeld ist nach wie vor das wichtigste Zahlungsmittel im täglichen Leben, aber auch Kreditkarten werden vor allem in den großen Städten an vielen Stellen akzeptiert.
Mit einer österreichischen Bankomatkarte kann an vielen Geldausgabeautomaten Bargeld behoben werden.
Gesundheit
Die Qualität der Krankenversorgung entspricht nicht dem westeuropäischen Standard, in den größeren Städten ist jedoch eine adäquate Versorgung gewährleistet.
Personen mit schweren, chronischen Krankheiten sollten vor Reiseantritt einen Arzt konsultieren.
Reisende aus und nach der autonomen Region Xinjiang Uygur, China, sollten, sofern keine Kontraindikation gegen die Polio-Impfung besteht, einen vollständigen Impfschutz aufweisen.
Insbesondere bei nicht geimpften ReiserückkehrerInnen oder MigrantInnen aus der autonomen Region Xinjiang Uygur, China, wäre bei Polio-kompatibler Symptomatik eine mögliche Polio-Infektion zu bedenken.
Bei Reisen in die Autonome Region Tibet kann es beim Auftreten von gesundheitlichen Problemen aufgrund der mangelhaften medizinischen Versorgung zu gravierenden Folgen kommen, da eine rechtzeitige Evakuierung von schwer erkrankten Patienten schwierig und auch mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Es wird grundsätzlich empfohlen, sich vor Antritt einer Reise einer gründlichen medizinischen Untersuchung zu unterziehen und eine Kranken- und Unfallversicherung sowie eine Rückholversicherung abzuschließen.
Ca. 5% der Bevölkerung Chinas sind akut an Tuberkulose erkrankt und somit Krankheitsüberträger. Die Krankheit tritt vor allem in den ärmeren ländlichen Regionen, vermehrt in den westlichen Provinzen, auf.
Vereinzelte Fälle von Vogelgrippe treten vor allem während der kalten Jahreszeit noch immer auf.
Auch die ansteckende Hand-Mund-Fuß-Krankheit (HMFD), die besonders bei Kindern häufig vorkommt (nicht zu verwechseln mit der Maul- und Klauenseuche, die bei Tieren vorkommt), ist in diesem Jahr vermehrt aufgetreten und hat vor allem in den Provinzen Anhui, Zhejiang, Guangdong und Guangxi auch zu Todesfällen bei Kleinkindern geführt.
Die Umweltbelastung in China ist vor allem in den Städten sehr groß. Bei stark erhöhten Werten ist auch bei gesunden Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu rechnen.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben. Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) jedoch für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, Japan-B-Enzephalitis und Tollwut; für Rundreisende (außer Tibet) allenfalls gegen Japan-B-Enzephalitis. Malariaprophylaxe in den südlichen Landesteilen Hainan und Yünnan wird angeraten.
Vorsicht
Im allgemeinen ist die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen ausreichend. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst geboten, es sollte grundsätzlich nur gewaschen und geschält gegessen werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für typische Reiseerkrankungen enthält, wird empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird empfohlen - siehe auch Gesundheit
Verkehr
China verfügt über ein teilweise sehr modernes Eisenbahnnetz, Busverbindungen und ein gutes Inlandsflugnetz.
In den Städten Shanghai und Beijing existiert ein gut ausgebautes, modernes U-Bahnnetz.
In allen großen Städten stehen preisgünstige Taxis zur Verfügung. Vor der Benutzung von nicht gekennzeichneten privaten Taxis wird abgeraten. An Flughäfen, Bahnhöfen u. ä. wird gerne versucht ortsunkundigen Fahrgästen überhöhte Preise zu verrechnen, es wird angeraten, darauf zu achten, dass der Fahrer den Taxameter einschaltet. Mautgebühren sind gesondert zu bezahlen.
Österreichische oder internationale Führerscheine werden in China nicht anerkannt und ausländische Touristen können in China keine Leihwagen anmieten.
Eine Einreise mit privaten Verkehrsmitteln (Auto, Motorrad) ist nur mit Sondergenehmigung möglich.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Die „Republik China“ (Taiwan) wird von Österreich nicht als Staat anerkannt; es bestehen daher auch keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan und keine diplomatischen Vertretungsbehörden.
Das Fotografieren militärischer Anlagen ist in China verboten.
Prostitution ist in der VR China illegal. Ausländer, die mit einer Prostituierten angetroffen werden, können mit einer Verwaltungshaft von bis zu 15 Tagen und Ausweisung aus der VR China bestraft werden.
Homosexualität ist in China nicht illegal, es kommt jedoch immer wieder zu behördlichen Schikanen und Strafen gegen Homosexuelle. Traditionell steht die chinesische Gesellschaft der Homosexualität ablehnend gegenüber.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
