Burundi (de)
- Hauptstadt:
- Bujumbura 
- Int. Kennzeichen:
- BI 
- Sprache
- Kirundi, KiSuaheli, Französisch 
- Gängige Fremdsprachen:
- Französisch 
- Währung:
- 1 Burundi-Francs = 100 Centimes 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +1 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- 0 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Steckerform nicht einheitlich 
Besondere Hinweise
Letzte Änderung am 20.07.2010
Sicherheit
In der Zeit vom Mai bis September 2010 finden in Burundi verschiedene Wahlen statt. In Folge des bisherigen Wahlverlaufs ist es im gesamten Land zu Anschlägen auf öffentlichen Plätze und Restaurants gekommen, die auch Todesopfer gefordert haben. Weiter Anschläge können daher nicht ausgeschlossen werden. Generell wird daher dringend empfohlen, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden. Besonders wegen der derzeitigen politischen Situation ist bei Reisen nach Burundi von einem erhöhten Sicherheitsrisiko auszugehen. Auch bei Reisen in das Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten.
Ein Aufflammen von gewaltsamen Auseinandersetzungen kann im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Die Kriminalität wird besonders in der Hauptstadt Bujumbura zu einem immer größer werdenden Problem.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, Visumspflicht für gewöhnl. Reisepässe, Dienst- und Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: Bei der für Österreich zuständigen Botschaft in Berlin
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
- Miteintragung von Kindern: Eigener Reisepass notwendig
- Sonstiges: Reisenden wird empfohlen, ihre Wiederausreise (Rückflug,- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt, nachweisen zu können. Bitte beachten Sie auch unter "Impfungen" die Vorschriften bei Einreise aus einem Gelbfieber-Infektionsgebiet
Einfuhr
Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 2.000 Burundi-Francs, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 2.000 Burundi-Francs, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt. Geschenke bis zu einem Wert von 300 Burundi-Francs können ausgeführt werden.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Tropisches Klima mit zwei Regenzeiten (Ende September bis Dezember und Mitte Februar bis Ende Mai) und zwei Trockenzeiten. Das ganze Jahr hohe Luftfeuchtigkeit.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Aufgrund der unzureichenden Wasserversorgung bzw. -aufbereitung kann es zu Ausbrüchen von Cholera kommen. Die Lage in den Krankenhäusern entspricht aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal nicht dem westeuropäischen Standard. Die Zahl der HIV-infizierten Personen und an AIDS Verstorbenen unter der Lokalbevölkerung ist sehr hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen. In Burundi besteht ein ganzjähriges, hohes Malariarisiko, eine Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen.
Impfungen
Bei der Einreise sind zwar grundsätzlich keine Impfungen vorgeschrieben, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung jedoch erforderlich (internationale Impfkarte). Die Vorschrift bezüglich der Notwendigkeit einer Gelbfieberimpfung kann kurzfristig geändert werden, es wird daher vor allem bei Einreise am Landweg ein Impfschutz dringend empfohlen.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) jedoch für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten sowie Rundreisen eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, eitrige Gehirnhautentzündung und Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land wird angeraten.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversiche- rung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Bei Autofahrten sind der zwischenstaatliche Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein Carnet de Passage mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Nach ha. vorliegenden Informationen ist Homosexualität in Burundi strafbar.
Das Außenministerium weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
