Burkina Faso (de)
- Hauptstadt:
- Ouagadougou 
- Int. Kennzeichen:
- BF 
- Sprache
- Französisch, Moré, Dioula u.a. einheimische Sprachen 
- Währung:
- CFA-Franc 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -1 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -2 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 30.07.2010
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Partielle Reisewarnung
Die Terrororganisation "Al Quaida im islamischen Maghreb" (AQIM) ist in den burkinischen Nachbarländern Mali und Niger aktiv. Entführungen fanden bereits unweit der burkinischen Grenze statt. In diesem Zusammenhang wird vor Reisen in der gesamten Sahelregion (Verwaltungsbezirke Soum, Oudalan, Séno und Yagha) mit Ausnahme von Dori und der Hauptstraße dorthin gewarnt. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nördlich einer Linie von Ouahiguya und Djibo (nach Dori) in die Grenzgebiete zu Mali wird dringend abgeraten.
Für Reisen von Ouagadougou nach Niamey (Niger) wäre am zweckmäßigsten die Straße über Koupala-Fada N’Gouma-Kantchari-Makolondi zu benützen.
Reisende, die trotzdem nach Dori oder nördlich von Ouahiguya und Djibo reisen müssen, werden gebeten, sich vorher unbedingt bei der Österreichischen Botschaft Dakar über die Entwicklungen der aktuelle Sicherheitslage zu erkundigen. Reisende sollten sich dort ebenfalls bei den zuständigen Polizei- oder Gendarmeriedienststellen registrieren lassen. Von Reisen nach Mali (Bandiagara/ Dogon und Mopti) auf der Straße über Ouahiguya in Richtung Mali wird ebenfalls dringend abgeraten. Reisende nach Mali sollen auf die Straße von Bobo Dialassou (Burkina Faso) nach San (Mali) ausweichen.In den Großstädten sollte aufgrund der Kriminalität die üblichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Man sollte nur relativ wenig Bargeld mitführen, Dokumente fotokopieren, etc. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Aufgrund der sich allgemein verschlechternden Sicherheitslage wird dringend davon abgeraten, nach Einbruch der Dunkelheit auf den Landstraßen unterwegs zu sein, ebenso wie zu Fuß auf unbeleuchteten Straßen der größeren Städte, insbesondere Ouagadougou und Bobo Dioulasso.
Seit mehreren Jahren kommt es auf bestimmten Überlandstraßen häufig zu Überfällen, zum Teil mit tödlichem Ausgang. Vor allem bestimmte Straßenzüge, auch Nebenstraßen im Osten und Südosten des Landes (vor allem Straßen von Ouagadougou nach Benin und Togo oder Po) beziehungsweise im Süden von Bobo Dioulasso in Richtung zur Grenze der Côte d’Ivoire sind davon besonders betroffen. Deutlich verschlechtert hat sich auch die Sicherheit auf den Überlandstraßen in den nördlichen Regionen des Landes, die Sahelzone (Dori). Bei Überlandreisen in diese Regionen wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Grundsätzlich ist es möglich, gegen Bezahlung und für bestimmte Zwecke Polizei- eskorten anzufordern, die jedoch keinesfalls einen 100% Schutz bieten.
Von Grenzübertritten zu Côte d'Ivoire wird aufgrund der Sicherheitslage im Nachbarland derzeit abgeraten.
Wegen großer sozialer Spannungen können sich vor allem in den Städten rasch Demonstrationen entwickeln, die auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen können. Es wird daher geraten, größere Menschenansammlungen zu meiden.
Die Österreichische Botschaft Dakar kann konsularische Hilfestellung für in Not geratene Österreicher in Burkina Faso, wenn überhaupt, nur in sehr eingeschränktem Umfang leisten. Allenfalls kann über das Büro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Ouagadougou konsularische Hilfe- stellung angefordert werden.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheits- lage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regel- mäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, Pflicht für Gewöhnl., Dienst- u. Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: Bei der für Österreich zuständigen Vertretungsbehörde
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Keine Angaben
- Cremefarbiger Notpass: Keine Angaben über Akzeptanz
- Miteintragung von Kindern: Keine Angaben; empfohlen wird eigener Reisepass
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug,- oder
- Weiterreiseticket) nachweisen können
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung (jedoch Deklarierungspflicht). Es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro, Travellerschecks oder Kreditkarten. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landes- und Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trocken- zeit. Im äußersten Norden (Sahelzone) Wüstenklima. Ansonsten Sudanklima mit Regenzeit von Juni bis Oktober, dann einer trockenen und relativ kühlen Periode bis Februar und im Anschluß trocken-heiß.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuß setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Von Jänner bis Mai jeden Jahres treten in einigen Provinzen Burkina Fasos regelmäßig Meningitisfälle auf, bei denen zahlreiche Opfer zu beklagen sind. Im Mai/Juni jeden Jahres sind auch vereinzelt Gelb- fieberfälle zu verzeichnen.
Impfungen
Bei der Einreise ist eine Impfung gegen Gelbfieber zwingend vorgeschrieben. Die Gelbfieberimpfung muss mindestens 15 Tage vor Antritt der Reise durchgeführt werden. Die Wirkung hält ca. 10 Jahre an. Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Institut für Tropenmedizin Wien (Tel. (01) 403 83 43) weiters für Individual- touristen und Camper sowie Rundreisende eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und Meningitis, für Individualtouristen und Camper zusätzlich gegen Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land wird dringend empfohlen.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuß von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseer- krankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluß einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentrans- portflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Eisenbahnen, Busverbindungen, Sammeltaxis. Bei Autofahrten sind ein zwischenstaatlicher Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muß vor Einreise bereits im Nachbarstaat abgeschlossen werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität wird in Burkina Faso strafrechtlich nicht verfolgt, jedoch wird sie von weiten Teilen der Bevölkerung stark abgelehnt.
Das Außenministerium weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reiseinfor- mationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
