Angola (de)
- Hauptstadt:
- Luanda 
- Int. Kennzeichen:
- AO 
- Sprache
- Portugiesisch 
- Gängige Fremdsprachen:
- vereinzelt Spanisch, Französisch oder Englisch 
- Währung:
- 1 New Kwanza = 100 Lweis 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -1 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz, verschiedene Steckerformen, mitunter längere Stromausfälle 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 13.07.2010
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Obwohl der Bürgerkrieg Anfang April 2002 beendet wurde und formell ein Waffenstillstand verkündet wurde, besteht in weiten Teilen des Landes nach wie vor Minengefahr, weshalb empfohlen wird, außerhalb von Luanda nur unbedingt notwendige Reisen anzutreten. Das sicherste Fortbewegungsmittel ist noch das Flugzeug. Für Flüge innerhalb des Landes empfehlen die Vereinten Nationen ihrem Personal, SONAIR oder AIRGEMINI zu verwenden. Überlandfahrten per Pkw sollten nur im Konvoi (mindestens 2 Autos) vorgenommen werden.
Während der Regenzeit (November bis April) können plötzlich auftretende Hochwasser Straßen und Brücken wegschwemmen. Besonders gefährlich die verlagerten Minen.
Auch in der Hauptstadt ist größte Vorsicht geboten, Überfälle sind dort an der Tagesordnung. In letzter Zeit werden zunehmend Mobiltelefone gestohlen.
Da es in der Provinz Cabinda wiederholt zu militärischen Auseinandersetzungen kommt, wird vor Reisen in die Exklave gewarnt. Ausgenommen davon ist die Provinzhauptstadt Cabinda, in der jedoch zu Vorsicht geraten wird.
In Angola befindet sich keine österreichische Berufsvertretungsbhörde. Die für Angola zuständige Österreichische Botschaft in Harare kann in Not geratenen Österreichern, solange sich diese in der von militärischen Zwischenfällen geprägten Provinz Cabinda aufhalten, wenn überhaupt nur in sehr eingeschränktem Umfang konsularische Hilfe leisten.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen
Es wird weiters dringend empfohlen vor einer Reise nach Angola die Österreichischen Botschaft in Harare und nach Eintreffen im Land das Österreichische Honorarkonsulat in Luanda zu kontaktieren.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnl. Reisepässe, Dienst-, u. Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: Bei der zuständigen Vertretungsbehörde (Botschaft)
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
- Miteintragung von Kindern: Eigener Reisepass empfohlen
- Sonstiges: Der Reisende muss seinem Visumsantrag Kopien der Impfungen für Gelbfieber und Cholera beifügen
Einfuhr
Devisen können anmeldefrei bis zu einem Gegenwert von USD 5.000,-- ein- und ausgeführt werden. Die Banken akzeptieren Bargeld. Nur in den großen Hotels und in sehr wenigen Restaurants werden internationale Kreditkarten akzeptiert. Sonstige Rechnungen werden in bar in der angolanischen Währung bezahlt. Viele Restaurants und Hotels nehmen auch USD an. 100 Dollar Noten werden von Banken nur gewechselt, wenn sie 1996 oder später gedruckt worden sind. Es wird empfohlen, besonders beim Geldwechsel größte Vorsicht walten zu lassen. Die Zollbehörden sind angewiesen, genaue Kontrollen vorzunehmen. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Tropisches bis subtropisches Klima mit Regenzeit von September bis Mai. Während der Trockenzeit relativ niedrige Temperaturen (Regenzeit bis 35° Celsius).
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Aus Sicherheitsgründen sollte die Unterbringung in Luanda in Hotels der gehobenen Kategorie (wie z.B.: Hotel Alvalade, Hotel Tropico, Hotel Presidente Meridien) erfolgen. Trotz der hohen Preise entsprechen diese jedoch nicht dem westlichen gehobenen Standard.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und des Mangels an Medikamenten entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard.
Außerhalb der Hauptstadt Luanda und einiger Provinzhauptstädte ist die allgemeine medizinische Versorgung sehr schlecht, in vielen ländlichen Gebieten ist sie kaum vorhanden. In Luanda gibt es einige besser ausgestattete Privatkliniken und auch qualifizierte Ärzte. Sämtliche Krankheiten, die in Angola häufiger vorhanden sind, können auch behandelt werden, wenngleich hohe Kosten anfallen. In der Regel können auch Medikamente in Luanda gekauft werden.
Die Gefahr der Übertragung von Bilharziose besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. HIV/AIDS stellt ein großes Problem dar und ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen.
Impfungen
Bei der Einreise ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 8343) weiters eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und Meningokokken-Meningitis sowie für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten gegen Tollwut. Malariaprophylaxe für das gesamte Gebiet wird angeraten.
Vorsicht
Da Gelsen (Mücken) Überträger verschiedener Krankheiten (u.a. Malaria, Dengue-Fieber, ...) sind, wird umfassender Gelsenschutz empfohlen. Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, ebenso beim Genuss von Wasser.Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
In Luanda hat die Anzahl der Omnibusse deutlich zugenommen. Diese verkehren jedoch nicht regelmäßig und sind zumeist stark überfüllt. Für Personen, die als Ausländer erkannt werden, besteht das Risiko eines Raubüberfalls.
Taxis sind in Luanda zumeist verfügbar, aber teuer. Mietwagen können zu hohen Preisen (ca. USD 100,-- pro Tag) angemietet werden. Der internationale Führerschein wird anerkannt.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Das Fotografieren von militärischen und sicherheitsrelevanten Anlagen bzw. Regierungsgebäuden sowie strategisch wichtigen Verkehrsanlagen ist verboten. Bei Zuwiderhandeln kann eine Beschlagnahme der Fotoausrüstung sowie eine Festnahme nicht ausgeschlossen werden. Homosexualität gilt in Angola als illegal.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
