Albanien (de)
- Hauptstadt:
- Tirana
- Int. Kennzeichen:
- AL
- Sprache
- Albanisch
- Gängige Fremdsprachen:
- Italienisch, Englisch, auch Französisch, Russisch, Deutsch
- Währung:
- 1 albanischer Lek (ALL) = 100 Quindarka
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz, gleiche Steckdosen wie in Österreich (keine Zwischenstecker erforderlich)
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 07.06.2013)
Sicherheit
Guter Sicherheitsstandard.
Albanien liegt in einer seismisch aktiven Zone, Erdbeben kommen immer wieder vor.
Es wird empfohlen, einen längeren Aufenthalt in Albanien der Österreichischen Botschaft in Tirana bekannt zu geben und die Botschaft auch über die erfolgte Wiederausreise in Kenntnis zu setzen.
Einreise
- Visumpflicht: Nein, Aufenthalt bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen
- Reisedokumente: Reisepass oder gültiger Personalausweis
- Passgültigkeit: Zumindest 3 Monate bei Einreise
- Cremefarbener Notpass: Wird akzeptiert
- Miteintragung von Kindern: Miteintragungen von Kindern in österreichischen Reisepässen sind seit dem 15.06.2012 nicht mehr gültig. Bei Auslandsreisen muss jedes Kind über ein eigenes Reisedokument verfügen.
Einfuhr
Geldbeträge im Wert oder Gegenwert von mehr als 1,000.000 ALL sind bei der Einreise deklarationspflichtig. Es empfiehlt sich, US-Dollar- bzw. Euro-Noten in kleinen Scheinen mitzunehmen. Geldwechsel ist problemlos möglich.
Die Mitnahme von Gegenständen für den persönlichen Gebrauch ist zollfrei; technische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden. Die Mitnahme von Waffen ist verboten.
Ausfuhr
Geldbeträge dürfen bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag ausgeführt werden.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
In der Küstenebene mediterranes Klima mit trockenen, heißen Sommern und feuchten, milden Wintern. Im gebirgigen Landesinnern kalte, schneereiche Winter und gemäßigte Sommertemperaturen.
Gesundheit
Die medizinische Versorgung ist landesweit, an europäischen Maßstäben gemessen, unzureichend. Auch die sanitären und hygienischen Verhältnisse sowie das Rettungswesen entsprechen nicht dem europäischen Standard. Bei ernsthaften Erkrankungen oder Verletzungen ist daher eine rasche Evakuierung unerlässlich.
Wer auf bestimmte Medikamente angewiesen ist, sollte einen ausreichenden Vorrat derselben und einen Nachweis über die ärztliche Verschreibung mitnehmen. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Aufgrund fehlender Kläranlagen kann die schlechte Meerwasserqualität im Bereich der Großstädte Durres und Vlora beim Baden zu Hautirritationen oder anderen gesundheitsbeeinträchtigenden Reaktionen führen.
Aufgrund der mangelhaften sanitären und hygienischen Verhältnisse besteht beim Verzehr von rohen oder ungewaschenen Lebensmitteln ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Vom Essen in einfachen Restaurants und an Straßenständen sowie vom Trinken von Leitungswasser oder mit Eiswürfeln gekühlten Getränken wird abgeraten. Obst, Gemüse und Salat sollten grundsätzlich nur geschält oder mit sauberem Wasser gewaschen gegessen werden.
Impfungen
Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit oder der WHO.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
In den größeren Städten ist die Benutzung von Taxis von einigen Standplätzen aus möglich, in Tirana fahren auch Funktaxis. Mietwagen mit oder ohne Chauffeur sind in Tirana verfügbar. Von Fahrten mit öffentlichen Bussen wird – insbesondere bei Überlandtouren – auf Grund des zumeist schlechten Allgemeinzustandes dieser Fahrzeuge (Reifen, Bremsen) abgeraten.
Die Hauptstraßen des Landes sind asphaltiert und teilweise neu ausgebaut. Eine Vielzahl von großräumigen Straßenbaustellen insbesondere in der nördlichen Küstenregion führt derzeit zu großen zeitlichen Verzögerungen. Nebenstraßen sind teilweise nur mit Allradantrieb befahrbar und schlecht ausgeschildert. Im Winter sind manche Verbindungen im Gebirge oft über längere Zeit nicht passierbar. Das Fahrverhalten ist aufgrund einer höheren Risikobereitschaft der Straßenverkehrsteilnehmer mit demjenigen in Österreich nicht vergleichbar. Umsichtiges Verhalten im nahezu ungeregelten Straßenverkehr wird daher dringend angeraten. Von nächtlichen Überlandfahrten abseits bereits teils gut ausgebauter Hauptverkehrsrouten wird abgeraten (fehlende Kanaldeckel, tiefe Schlaglöcher, fehlende Wegweiser usw.). Ein Großteil der Verkehrsteilnehmer hält sich nicht an Verkehrsregeln, was das Unfallrisiko im Vergleich zu Österreich um ein Vielfaches erhöht. Die mangelhafte Fahrzeugbeleuchtung sowohl bei PKW als auch bei Motor- und Fahrrädern machen das Fahren bei Nacht zu einem besonderen Risiko.
Heftige Regenfälle samt Murenabgängen können auch renovierte und ausgebaute Straßen innerhalb kürzester Zeit unpassierbar machen.
Die neue Autobahn vom Großraum Tirana in Richtung Kosovo ist mittlerweile durchgehend und zumeist vierspurig bis zum albanisch- kosovarischen Grenzübergang Morine befahrbar.
An den Grenzübergängen zu Griechenland, Kosovo, Mazedonien und Montenegro kann es vor allem in den Urlaubszeiten in beiden Richtungen zu oft erheblichen Wartezeiten kommen. Es wird geraten, rechtzeitig vor der Abreise diesbezügliche Erkundigungen an den Grenzstationen einzuholen.
Verbandskasten, Warnweste und Warndreieck sind bei Autofahrten verpflichtend mitzuführen.
Bei Fahrten mit dem eigenen Auto sollten wichtige Ersatzteile (Keilriemen, Ersatzlampen, Reifendichtmittel bzw. -spray, Reservereifen, Werkzeug etc.) mitgeführt werden. Im Winter sollte das Auto mit Winterreifen ausgestattet sein und Schneeketten mitgeführt werden.
Es gibt keine landesweit operierenden albanischen Automobilklubs und keine Partner für die entsprechenden österreichischen Organisationen.
Das Mitführen der Grünen Versicherungskarte ist obligatorisch und wird bei der Einreise nach Albanien von den Grenzbehörden genauestens kontrolliert. Der Abschluss einer befristeten zusätzlichen Vollkaskoversicherung wird empfohlen.
Im Fall des Führerscheinverlustes kann in Albanien bei jeder örtlichen Polizeidienststelle eine diesbezügliche Verlustbestätigung ausgestellt werden. Diese werden jedoch nur in albanischer Sprache verfasst und können daher auch nur in Albanien, maximal einen Monat ab dem Ausstellungsdatum verwendet werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Bei Reisen in entlegene Gebiete des Landes wird aufgrund kultureller, sprachlicher und orientierungsbedingter Umstände dringend empfohlen, kundige einheimische Reisebegleiter beizuziehen.
Homosexualität ist in Albanien straffrei, das Antidiskriminierungsgesetz verbietet die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. In der alltäglichen Praxis werden Homosexuelle in der albanischen Gesellschaft allerdings ausgegrenzt und diskriminiert. Ein Einschreiten gegen das Zusammenleben unverheirateter Paare z.B. auch in Hotels ist nicht bekannt. Die Möglichkeit einer zivilrechtlichen Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Personen existiert nicht.
Die gesellschaftlichen Traditionen in Albanien unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denjenigen in Mittel- und Westeuropa und sollten von ausländischen Touristen möglichst respektiert werden. FKK- und Baden ohne Bikinioberteil ist an Albaniens Stränden grundsätzlich nicht gestattet.
Im gesamten Land kann es immer wieder zu teilweise stundenlangen Stromabschaltungen kommen. Bei mehrtägigen Reisen im Land während der Wintermonate sollte bedacht werden, dass insbesondere außerhalb der größeren Städte Unterkünfte nur in unzureichender Weise beheizt sein können.
Wanderausflüge in Albanien bedürfen im Vergleich zu anderen Ländern immer noch einer äußerst sorgfältigen Vorbereitung. Die Transportmittel (Bus/Schiff/Pferd) sind unsicher, Wanderwege sind meist nicht markiert, es gibt keinen Bergrettungsdienst und die Bewohner sprechen eher selten Fremdsprachen. Es wird daher empfohlen, bei Wanderausflügen eine lokale, ortskundige Person hinzuzuziehen.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
