Österreicher in friedenserhaltenden Operationen
Die Teilnahme an friedenserhaltenden Operationen stellt einen der wesentlichsten Beiträge Österreichs zu den Bemühungen der Vereinten Nationen um Aufrechterhaltung von Frieden und internationaler Sicherheit dar. Zum ersten Mal beteiligte sich Österreich im Jahr 1960 mit der Entsendung eines Sanitätskontingents im Rahmen der Kongo-Mission (ONUC) an einer VN-Operation. Seither waren über 90.000 Österreicher im Auftrag der VN in friedenserhaltenden Missionen im Einsatz - mehrere Österreicher wurden vom VN-Generalsekretär zu Kommandanten friedenserhaltender Operationen ernannt.
1997 wurde mit dem Beschluss des "Bundesverfassungsgesetzes über Kooperation und Solidarität bei der Entsendung von Einheiten und Einzelpersonen in das Ausland" eine den veränderten Gegebenheiten angepasste neue verfassungsrechtliche Grundlage für den VN-Einsatz von Österreichern geschaffen, die das bisherige Entsendegesetz aus dem Jahre 1965 ablöste. Österreich unterstützt nachdrücklich die Bemühungen der VN, friedenserhaltende Operationen effizient zu planen und in Krisenfällen durch rasche Entsendungen reagieren zu können. Vor allem der Schutz der Zivilbevölkerung in Krisengebieten, insbesondere von Frauen und Kindern, ist Österreich ein besonderes Anliegen.
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