Mazedonien
Der Beitritt zu EU und NATO bleibt oberste Priorität der mazedonischen Außenpolitik. Beide Ziele sind aber bisher vor allem aufgrund der ungelösten Namensfrage mit Griechenland blockiert. Griechenland lehnt den Namen „Mazedonien“ ab, da Territorialansprüche auf die gleichnamige griechische Provinz befürchtet werden. Mazedonien führt daher als Mitglied der Vereinten Nationen den Namen „frühere jugoslawische Republik Mazedonien“ (FYROM). Bilaterale Gespräche zur Lösung des Namensstreits waren bisher erfolglos. Österreich hofft, dass eine nachhaltige Lösung durch Dialog und auf Basis gegenseitigen Verständnisses gefunden werden kann.
Mazedonien wurde im Dezember 2005 der EU-Kandidatenstatus verliehen, seitdem wartet Skopje auf die Festlegung eines konkreten Datums für den Beginn von Beitrittsverhandlungen mit der EU. Seit 19. 12. 2009 können die Bürger Mazedoniens visa-frei in die Europäische Union einreisen.
