Internationale Finanzinstitutionen (IFI)
Die internationalen Finanzinstitutionen - hier vor allem die Weltbankgruppe - spielen vom Volumen, aber auch vom entwicklungspolitischen Ansatz her eine bestimmende Rolle in der globalen EZA. Bilaterale Zielsetzungen könnten ohne die analytische Arbeit, die multilateral zur Verfügung gestellten Erfahrungswerte und auch die Finanzkraft dieser Institutionen kaum umgesetzt werden.
Den internationalen Finanzinstitutionen kommt sowohl beim Transfer finanzieller Ressourcen als auch beim Wissenstransfer zu weniger entwickelten Ländern eine wichtige Rolle zu. Von großer Bedeutung ist auch, dass sich der Dialog zwischen Geber- und Empfängerländern in diesen Institutionen nicht nur auf die Entwicklungsprojekte und -programme erstreckt, sondern auch auf die für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung wichtigen institutionellen und politischen Rahmenbedingungen sowie deren Verbesserung. Österreich ist daher an der Arbeit der internationalen Finanzinstitutionen sehr interessiert und beteiligt sich - mit einem seiner wirtschaftlichen Position entsprechenden Anteil - an der Formulierung der Politik sowie an Kapitalaufstockungen und Wiederauffüllungen dieser Organisationen. Dazu gehören:
- Internationaler Währungsfonds (IWF)
- Weltbank-Gruppe (WB)
sowie regionale Entwicklungsbanken, wie
- Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (IDB)
- Afrikanische Entwicklungsbank (ADB)
- Asiatische Entwicklungsbank (AsEB)
- Asiatischer Entwicklungsfonds (AsEF)
Entschuldung durch HIPC (Heavily Indebted Poor Countries)-Initiative (HIPC)
Für viele arme Länder ist die drückende Schuldenlast ein enormes Hindernis für ihre wirtschaftli-che und soziale Entwicklung. Mit der 1996 von Weltbank und IWF eingeleiteten Entschuldungsini-tiative HIPC (Heavily Indebted Poor Countries) wird die Bürde von schwer verschuldeten, armen Ländern auf ein verkraftbares Maß reduziert. Als Entscheidungsbasis für die Aufnahme in das HIPC-Programm dienen nationale Armutsbekämpfungsstrategien (Poverty Reduction Strategy Papers/ PRSP), die von den jeweiligen Ländern auszuarbeiten sind. Auch Österreich beteiligt sich an dieser Initiative.
