Österreich Institut GmbH
Mit der Errichtung von Österreich Instituten 1997 setzte die österreichische Außenkulturpolitik ein Zeichen ihres Interesses an Sprachenfragen in Europa. Das Österreich Institut Gesetz (BGBl. Nr. 177/1996) definiert die Aufgabe der Institute mit der „Pflege der kulturellen Auslandsbeziehungen insbesondere über das Medium der deutschen Sprache“.Österreich Institute gibt es Mittel- und Osteuropa (Belgrad, Bratislava, Brünn, Budapest, Krakau, Warschau, Laibach, Rom und Wrocław) und in der Türkei (Istanbul). Seit der Gründung wurde die Teilnehmerzahl von vormals rund 4.500 auf derzeit circa 10.000 jährlich gesteigert.
Die Gesellschaft finanziert sich zu nahezu zwei Dritteln selbst und entlastet so die öffentliche Hand. Dieses beachtenswerte Ergebnis erwirtschaftet die Gesellschaft mit besonders qualitätsvollen Deutschkursen. Ihre erfolgreichen Bemühungen um Qualität im Deutschunterricht haben die Europäische Union veranlasst, dem Institut 2002 das "Europäische Gütesiegel für innovative Sprachenprojekte" zu verleihen. Um das hohe Niveau zu halten, werden die Sprachkursangebote regelmäßig evaluiert und laufend neue Angebote entwickelt. Ein kontinuierliches Fortbildungsprogramm der 120 Sprachlehrer ist eingerichtet.
Seit 1998 gibt das Institut den "Österreich Spiegel. Die Zeitung für den Deutschunterricht" heraus. Motto: "Lesen, was man in Österreich liest. Hören, was man in Österreich hört. Medial dabei sein." Als Internetangebot besteht seit September 2001 das "Österreich Portal" als multimediale Plattform für den Deutschunterricht, das 2004 durch „Blended Learning –Kurse“ erweitert wurde. Darüber hinaus werden laufend Materialien für den Fachsprachenunterricht entwickelt, wie „Deutsch für Juristen“, „Deutsch für die Bank“ und „Deutsch für medizinische Berufe.“
1996 wurde die zu 100 Prozent im Bundeseigentum stehende Österreich Institut GmbH geschaffen, um die bis dahin von den Kulturinstituten geführten Österreich-bezogenen Deutschkurse an verschiedenen europäischen Standorten in privatrechtlicher Form durchzuführen. Damit erreichte man erhöhte Professionalität, klare arbeitsrechtliche Verhältnisse des Lehrpersonals und eine marktwirtschaftliche Organisation. 1997 hatte die Zentrale in Wien ihre Tätigkeit aufgenommen. Zum 10-jährigen Jubiläum erschien ein Festbericht.
