United Nations University (UNU)
Die Universität der Vereinten Nationen wurde 1973 auf einen Vorschlag des ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen U Thant als internationale Universität mit Sitz in Tokio gegründet, die nach den Zielen der VN-Charta auf Frieden und Fortschritt ausgerichtet ist.
Ursprünglich als Think-tank eingerichtet, bietet die UNU heute post-graduate Studenten und Wissenschaftlern ein weltweites Netzwerk mit den Schwerpunktbereichen Friedenspolitik und Regierungsführung, Entwicklung, Wissenschaft, Technologie und Soziale Fragen sowie im Umweltbereich, das durch Lehre, Forschung und „capacity building“ zur Lösung globaler Probleme beitragen soll.
Die UNU ist ein autonomes Organ der Vereinten Nationen, ihr Verwaltungsrat besteht aus 24 Experten, die in ihrer persönlichen Eigenschaft gemeinsam von der Vollversammlung der Vereinten Nationen und der Generaldirektorin der UNESCO bestellt werden.
Die Universität der Vereinten Nationen hat zwei Außenstellen in Paris und New York sowie 12 ausgelagerte Zentren für die Themenkreise Allianz der Zivilisationen (Barcelona), Vergleichende Regionale Integration (Brügge), Umwelt und menschliche Sicherheit (Bonn), Höhere Studien (Yokohama), Integriertes Management von Material und Ressourcenflüssen (Dresden), Globale Gesundheit (Kuala Lumpur), Entwicklungswirtschaft (Helsinki), neue Technologien (Maastricht), Softwaretechnologie (Macao), natürliche Ressourcen in Afrika (Accra), Studien zur nachhaltigen Entwicklung (Tokio), Wasser, Umwelt und Gesundheit (Hamilton/Ontario), sowie Programme und Initiativen zu Ernährung (New York), geothermale Energie und Fischerei (beide in Reykjavik) und schließlich für Biotechnologie in Lateinamerika und der Karibik (Caracas). Seit 2007 besteht in Bonn das einzige Vizerektorat der Universität außerhalb Japans, das zwei Programme betreibt.
