EUNIC
Netzwerk der nationalen Kulturinstitute der europäischen Union

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Das Netzwerk der nationalen Kulturinstitute der europäischen Union (EUNIC) wurde 2006 ins Leben gerufen und 2007 von 19 Mitgliedern offiziell gegründet. Österreich gehört zu den Gründungsvätern von EUNIC, dessen zweiter Präsident Emil Brix war, unter dem das Netzwerk einen raschen Zuwachs zu verzeichnen hatte.EUNIC realisiert gemeinsame Projekte im Bereich des interkulturellen Dialogs, der Mehrsprachigkeit, der Künste und der Zivilgesellschaft.
EUNIC, bislang ein loses Netzwerk, konstituierte sich aus strategischen Gründen 2011 nunmehr als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Brüssel und eigenen Statuten. Die neuen Statuten sehen eine zwei Mal jährlich abzuhaltende Generalversammlung aller 28 Mitglieder vor, verfügen über eine dreiköpfige Präsidentschaft, die rotiert sowie ein eigenes Sekretariat. Den Vorsitz hat bis Juni 2013 die Leiterin der Kulturpolitischen Sektion des französischen Außenministeriums, Delphine Borione, inne.
Die Ziele EUNICs sind:
- die Schaffung wirksamer Netzwerke zur Erhöhung der Visibilität der kulturellen Vielfalt der EU
- den Dialog sowie die kulturelle Zusammenarbeit mit Ländern außerhalb der EU zu stärken
- den Zusammenhalt der EU innerhalb Europas zu fördern und die Wertvorstellungen der EU in Drittstaaten durch Kulturaktivitäten zu vermitteln
- als Partner der Europäischen Kommission in der Durchführung von Kulturprojekten zu wirken
- als Fürsprecher für den Wert von Kultur in den internationalen Beziehungen aufzutreten
- das Verständnis und den Respekt zwischen Menschen verschiedener Kulturkreise zu vertiefen
Inzwischen sind 28 Kultureinrichtungen aus 24 EU-Mitgliedsstaaten EUNIC-Mitglieder. Das Netzwerk verfügt weltweit über 80 sogenannte „Cluster“, die meisten davon außerhalb der EU. Cluster werden in der Regel in Städten gegründet, wo mindestens drei EUNIC-Mitglieder vertreten sind. Solche Zusammenschlüsse wurden neben Europa bereits in Nord-und Südamerika aber auch in Asien und Afrika gegründet. Die Cluster richten ihre Aktivitäten nach den Bedürfnissen und den Anforderung der jeweiligen Situation in den Gastländern aus und können dadurch von Land zu Land variieren.
In den Jahren 2010-2011 wurden von EUNIC über 300 Projekte organisiert. Um die Kooperation über das Gastland hinaus zu fördern, finden regelmäßig strategische Treffen der Cluster einer geographischen Region statt. EUNIC ist inzwischen ein essentieller Bestandteil der kulturellen Kooperation der Mitgliedsländer mit der EU, der Europäischen Kommission und im Ausland v.a. mit den Delegationen der Europäischen Union geworden.
Inhaltliche Schwerpunkte EUNICs stellen zurzeit der interkulturelle Dialog mit China sowie die kulturellen Beziehungen zu den arabischen Ländern in Folge der Entwicklungen des sogenannten „Arabischen Frühlings“ dar.
