Vereinigte Staaten
New York - Hohes Haus
Ein sogar in der atemberaubenden Stadtlandschaft Manhattans Aufsehen erregender Wolkenkratzer aus Stahl, Glas und Beton lädt seit April 2002 die Besucher des Österreichischen Kulturforums New York zur Begegnung mit österreichischer Kultur. Die Chance zum Neubau durch den in New York wirkenden österreichischen Architekten Raimund Abraham ergab sich, als das 1963 bezogene eigene Gebäude des bereits 1956 eingerichteten Kulturinstituts den gestiegenen Anforderungen seiner Tätigkeit nicht mehr entsprach.
Ziel der Tätigkeit ist es, die Anerkennung zeitgenössischer kultureller Leistungen Österreichs in den USA zu fördern. Das Kulturforum bietet Kulturprojekte mit den jüngsten künstlerischen und intellektuellen Trends und relevanten Perspektiven an und arbeitet mit Kultureinrichtungen in den gesamten USA zusammen. Unter dem Motto „transforming modernity“ lieg ein Schwerpunkt der Arbeit darin, die Auswirkungen der digitalen Welt auf die Künste und Kultur insgesamt zu thematisieren.
Im einzelnen geht es darum, hochrelevante thematische Ausstellungen zu visueller Kunst und Architektur im Zeitalter digitaler Produktion anzubieten, neue kulturelle Möglichkeiten und Schnittstellen zwischen verschiedenen Sparten der Kunst und zwischen realer Kunst und virtueller Kunst auszuloten, Querverbindungen zwischen etablierten Ausdrucksweisen der Kunst und digitaler Kultur herzustellen und die Relevanz kultureller Leistungen der Vergangenheit, etwa der sogenannten Klassischen Musik, für künftige Entwicklungen in den Künsten bewusst zu machen (u.a. durch „creative residencies“). Weiters ist das Kulturforum ein Forum für Diskussion und wissenschaftlichen Diskurs über Fragen zum Thema „transforming modernity“, eine Plattform für hochrangige online- und TV-Debatten über kulturelle Fragen unter Berücksichtigung der kulturellen Stellung Österreichs im Herzen Europas („art talk in the tower“), sowie eine Informationsquelle über zeitgenössische österreichische kulturelle Szenen, Einrichtungen und Festivals (Ausstellungsserie „windows for art“).
Auf dem riesigen New Yorker Kulturmarkt präsent zu sein bedeutet für das Kulturforum zum einen die Chance, das internationale Image Österreichs wirkungsvoll mit zu beeinflussen. Darüber hinaus vermittelt das Kulturforum österreichischen Kulturschaffenden die Gelegenheit, gemäß der selbstbewussten Aussage „if you can make it there you’ll make it anywhere“ ihre Arbeit an einem sehr hohen internationalen Maßstab zu messen.
Washington - Kulturelles Lobbying für Österreich
Eine im Oktober 2000 durchgeführte Umfrage zeigte, dass der Großteil der Amerikaner Österreich mit „Kultur“ gleichsetzt. Dieses einseitige, wenn auch sehr positive Österreich-Bild bildet die Ausgangsbasis für die kulturpolitische Arbeit in den USA. Dem Klischee stellt das 2001 aus der Kulturabteilung der Botschaft hervorgegangene Kulturforum Washington bewusst ein differenzierteres Bild von Österreich gegenüber. Für Ausstellungen, Konzerte, Filmvorführungen und Vorträge steht seit 1991 im Gebäude der Österreichischen Botschaft ein multifunktionaler Veranstaltungssaal zur Verfügung. Die Räumlichkeiten werden auch ausgewählten amerikanischen Institutionen zur Verfügung gestellt.
Auf dem Prinzip „Innovation aus Tradition“ aufbauend, organisiert das Kulturforum ein modernes, wenn auch balanciertes und ausgewogenes Programm, das alle kulturellen Aktivitäten – von Musik bis darstellender Kunst, von Literatur und Politik bis zu Film – abdeckt. Inhaltliche Diversifizierung, Pluralität und Offenheit kennzeichnen die Tätigkeit des Kulturforums Washington. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit besteht in der Unterstützung von Künstlern, die versuchen, auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen. Die Zusammenarbeit mit mittel- und osteuropäischen Ländern hat sich in der Vergangenheit vor allem im Sektor Musik hervorragend bewährt, wobei besonderes Gewicht auf zeitgenössische Musik gelegt wird. Ein weiterer Schwerpunkt gilt dem jungen österreichischen Film.
In der Hauptstadt der Vereinigten Staaten kulturell präsent zu sein, ist für die österreichische Auslandskulturpolitik von besonderer Bedeutung. Die Stadt bietet nicht nur ein großes internationales Publikum, sondern auch einzigartige Möglichkeiten, Persönlichkeiten aus allen Teilen des amerikanischen politischen und wirtschaftlichen Establishments mit österreichischen Themen anzusprechen.

