Madrid - Große Geschichte - Moderne Partnerschaft
Zumindest seit Beginn der habsburgischen Herrschaft in Spanien 1516 bestehen sehr enge österreichisch-spanische Kulturbeziehungen. Diese Tradition kommt nicht nur im Namen der „Spanischen Hofreitschule“ und der spanischen Liebe zur klassischen österreichischen Musik zum Ausdruck. Im Jahre 1992, zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas unter spanischer Flagge, der Weltausstellung in Sevilla, der Sommerolympiade in Barcelona und der EU-Kulturhauptstadt Madrid, wurde an der Österreichischen Botschaft Madrid eine Kulturabteilung eingerichtet, die 2001 institutionell zum Kulturforum aufgewertet wurde.
Das Österreichische Kulturforum Madrid wirkt in erster Linie als Vermittlungsstelle zwischen österreichischen und spanischen Kulturinstitutionen, Kulturschaffenden und Kulturförderern, wobei dies auch den wissenschaftlichen und universitären Bereich umfasst. Das Kulturforum präsentiert in Kooperation mit lokalen Veranstaltern (Galeristen, Kunstmessen, Agenturen) zeitgenössische österreichische Künstler der verschiedensten Kunstsparten. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Präsentation des zeitgenössischen österreichischen Filmschaffens, dessen aufstrebende Entwicklung in den letzten Jahren sich bislang nur mäßig auf die geringe Bekanntheit Österreichs als Filmland ausgewirkt hat.
Im Wissenschaftsbereich kooperiert das Kulturforum mit dem Österreichischen Historischen Institut Madrid der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit mit den Germanistikinstituten der Universitäten, mit denen regelmäßig Autorenlesungen und wissenschaftliche Symposien organisiert werden. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der deutschen Sprache im gesamteuropäischen Kontext auch insbesondere in Spanien erscheint es notwendig, in Spanien die Rolle und die Bedeutung zeitgenössischer österreichischer Literatur verstärkt darzustellen.
