Anna Lindh Foundation
Anna-Lindh Euro-Mediterranean Foundation for the Dialogue between Cultures (ALF)

- Logo Anna Lindh FoundationBild: ALF
Die ALF, mit Sitz des Sekretariats in Alexandrien/Ägypten, betreut ein „Netzwerk der Netzwerke“ unter den 43 Mitgliedstaaten der Euro-Mediterranen Partnerschaft und ergänzt auf diese Weise das politische Ziel des EuroMed-Prozesses um die kulturelle und zwischenmenschliche Komponente.
Das österreichische Netzwerk umfasst 34 Mitglieder, nämlich Privatorganisationen, die die Ziele der Partnerschaft auf den Gebieten Bildung, Erziehung und Jugend, Kunst und Kultur, Wissenschaft, Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung, Gleichstellung von Frau und Mann durch Veranstaltungen verschiedenster Art verwirklichen.
In verschiedenen Kampagnen und Initiativen werden die Bemühungen der ALF und ihres Netzwerks von beinahe zweitausend zivilgesellschaftlichen Organisationen gebündelt und mobilisieren jene Kräfte, die das Wissen von- und die Achtung voreinander im EuroMed-Raum fördern wollen.
Österreichs Beitrag zur ALF - "Dialogue Night" am 19. Mai

- Begegnungen erleben - Gelebter DialogBild: BMeiA
Für die "1001 Actions for Dialogue" - Kampagne haben österreichischen ALF- Mitglieder mehrere Aktionen durchgeführt, um die Euro-Mediterrane Partnerschaft und ihre Möglichkeiten für gemeinsame Projekte zwischen Nord und Süd zu präsentieren.
Interessierte waren am 19. Mai 2008 bei freiem Eintritt herzlich willkommen, an der österreichischen Auftaktveranstaltung der "1001 actions" Kampagne teilzunehmen.
Begegnungen Erleben - Gelebter Dialog
Regionales ALF-Training Seminar von 2. - 5.4.2009 in Wien
Auf Initiative der "Task Force" Dialog der Kulturen des Aussenministeriums und der österreichischen ALF-Netzwerkkoordinatorin, Mag. Agnes Tuna, fand in den Räumlichkeiten des Aussenministeriums ein "Regionales ALF-Training Seminar" statt.
Neben der Möglichkeit ALF-Mitglieder aus 13 (!) Ländern zu versammeln und sich über Projektideen und künftige Kooperationen auszutauschen, wurde die Fähigkeit sich erfolgreich für Projekte zu bewerben trainiert.
Unmittelbar positive Ergebnisse dieses Seminars lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Bisherige Verdreifachung österreichischer Projektbewerbungen innerhalb des ALF Call for Proposals 2009 im Vergleich zum letzten Projektaufruf 2007.
- Vergrößerung des österreichischen ALF-Netzwerks, momentan um etwa ein Viertel, Gespräche zur Aufnahme in das ALF-Netzwerk Österreich laufen noch.
- Zusammenstellung einer „Anna Lindh Foundation Central and Eastern European Initiative“ – eine regionale Partnerschaft zwischen Österreich und CZE, POL, HUN, SLO und SLK, um vorhandene Ressourcen und Synergien optimal zu nutzen, um so gestärkter den Süden für gemeinsame Projekte zu erreichen.
Weiters ist es als besonderer Erfolg zu werten, dass Vertreter aus Israel und Palästina (Westbank und Gaza!) nach Wien gebracht werden konnten.
Nach der letzten Nahost-Krise im November 2008 ist die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien im Barcelona Prozess/Union für das Mittelmeer komplett eingestellt worden. Auch die Grenzsituation für die Ein- und Ausreise aus Gaza über Ägypten war äußerst brisant.
Umso mehr war es ein großer Erfolg, Repräsentanten des israelischen und palästinensischen ALF-Netzwerks in Wien willkommen zu heißen.
Cultural Activities in Israel an Palestine

- Logo Restore TrustBild: Anna Lindh Foundation
Im Rahmen einer ALF-initierten Kampagne, die als Reaktion auf die letzte Gazakrise 2008/2009 beschlossen wurde, bereiste eine Delegation aus neun Ländern ein Kultur- und Theaterfestival in Israel und Palästina. Dieses Festival wurde von den jeweiligen ALF-Netzwerken in Israel (ISR) und Palästina (PAL) organisiert. Ein für die ALF wichtiger Höhepunkt war ein Theaterfestival, das open-air in Gaza stattfand. Für die ALF war diese Initiative sehr wichtig, um den Dialog, der zwischen den Konfliktparteien seit der letzten Krise 2008/2009 komplett erloschen ist, am Leben zu halten und den Gazastreifen als aktives Mitglied im ALF-Netzwerk zu unterstützen. Leider wurde der Delegation die Einreise nach Gaza verwehrt, außerdem konnte man nicht von einer gemeinsamen Festivalorganisation sprechen. ISR und PAL organisierten das Programm völlig ohne gemeinsame Berührungspunkte, was zeigt, dass sich ein Dialog als äußert schwierig darstellt und die Existenz der ALF als einziges Netzwerk, in dem ISR und PAL gemeinsam (theoretisch) für interkulturelle Projekte zusammenarbeiten können, besonders unterstreicht und unterstützenswert macht.
Weitere Information und Auskunft
Für Fragen und Auskünfte zur Anna Lindh Stiftung wenden Sie sich bitte an die österreichische ALF-Netzwerkkoordinatorin, Mag. Agnes Tuna (agnes.tuna(at)bmeia.gv.at, +43 (0) 501150 - 3547).
