Dialog der Kulturen
West-östliche Erfahrungen - Spannungen und Austausch

- Dialog mit der muslimischen Welt und dem Islam in EuropaBild: BMeiA
Europa und die muslimische Welt sind einander seit Jahrhunderten verbunden. Das Verhältnis von westlichen, europäischen und islamisch geprägten Gesellschaften wurde von Konflikten und Missverständnissen ebenso geprägt wie von guten Beziehungen und fruchtbarer Zusammenarbeit, die beide Seiten bereichert haben. Darüber hinaus haben diese historischen Beziehungen einen wesentlichen Beitrag auf beiden Seiten zur Entwicklung von Gesellschaft und Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Kultur, um nur einige Bereiche zu nennen, beigetragen.
Globale und regionale politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen haben in den letzten Jahren das Verhältnis zwischen westlichen, europäischen und islamisch geprägten Gesellschaften auf einigen Ebenen grundsätzlich und nachhaltig getrübt.
Weltweit wurden Menschen auf beiden Seiten Zeugen verstörender Entwicklungen, Nicht-Muslime und Muslime gleichermaßen wurden Opfer von Terrorismus und Gewalt, ausgeführt von Leuten, die vorgeben "im Namen des Islams" zu handeln. Missverständnisse und Vorurteile scheinen auf beiden Seiten trotz wachsender Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten zu wachsen. Die Attraktivität des Islamismus und des politischen Islam scheint in den meisten muslimisch geprägten Ländern zu steigen. Oftmals auch in Verbindung mit radikaler Globalisierungskritik werden westliche Gesellschaftsmodelle (hier v.a. die Emanzipation, die tatsächliche oder geforderte Gleichstellung der Frau) und politische Konzepte von Demokratie, Pluralismus und universellen Menschen- und Grundrechten abgelehnt bzw. zu "Zielen", die es rhetorisch radikal oder auch mit Gewalt zu bekämpfen gilt. Etwa während des. sog. "Karikaturenstreits" im Jahr 2006 führten fundamentale Missverständnisse und fehlende Kommunikation im Vorfeld zu diplomatischen Krisen zwischen Europa und muslimischen Ländern und teilweise sogar zu Gewaltakten gegen EuropäerInnen und europäischen Institutionen.
In Folge dieser bedauerlichen Entwicklungen wurden zahlreiche politische und gesellschaftliche Initiativen ins Leben gerufen, um Vorurteile abzubauen, gegenseitiges Verständnis und Respekt füreinander zu schaffen. Tatsache ist jedoch, dass noch immer zu wenig Dialog zwischen Europa und der muslimischen Welt existiert und dass wir all die wertvollen Initiativen auf beiden Seiten stärken und neue Wege für eine verbesserte Kooperation finden und gehen müssen.
Der Islam in Europa - Chancen und Herausforderung
Der Islam ist seit dem 8. Jahrhundert in Europa (v.a. Spanien, Sizilien) präsent; fünfhundert Jahre prägte die türkisch-osmanische Herrschaft die pannonische Ebene und weitere Länder: In Griechenland, den Balkanstaaten, in Rumänien und Bulgarien existieren muslimische Gemeinden, deren europäische Einbettung unbestritten ist. Sie sind und waren - ohne die Diskriminierung, die sie zum Teil erleiden mussten, leugnen zu wollen - seit Jahrhunderten integriert. Der Islam ist somit eine "autochthone" Religion unseres Kontinents.
In vielen europäischen Staaten nehmen Spannungen vor allem mit und innerhalb von muslimisch geprägten Einwanderergemeinschaften zu. MigrantInnen aus muslimischen Ländern erfahren verstärkt Diskriminierung und Intoleranz. Unter jungen Menschen mit Migrationshintergrund scheint die selbstverständliche Frage nach der eigenen Identität zunehmend auch eine nach der religiösen Zugehörigkeit zu sein. Es ist selbstverständlich, dass die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Integration von beiden Seiten zu bewältigen sind und mit Fragen der Religion an sich vordergründig nichts zu tun haben. Die Integrationsdebatte nur mit Blick auf MuslimInnen zu führen wäre falsch und kontraproduktiv. Dennoch müssen wir den Zusammenhang zwischen den Chancen der MigrantInnen auf dem Arbeitsmarkt in unserer Gesellschaft und der Entwicklung einer europäischen Identität sehen, der viele, auch unterschiedliche religiöse Komponenten, haben kann. Für die große Mehrheit der jungen MuslimInnen in Europa ist eine solche Mehrfachidentität und die Verbindung von Islam und europäischer Moderne lebbare Realität. Doch es gibt die Herausforderung, einer islamischen Ideologisierung und möglichen Radikalisierung gerade junger Menschen entgegenzuwirken. Das globale Internet und damit ein "globaler Islam" scheint für manche jene Heimat zu ersetzen, die sie in der Mehrheitsgesellschaft nicht gefunden haben. MuslimInnen wie Nicht-MuslimInnen, staatliche und religiöse Organisationen sind hier gleichermaßen gefordert. Pluralismus und die Chance, Mehrfachidentität entwickeln und leben zu können, ist ein Merkmal des europäischen Lebensmodells.
Österreichische Dialogtradition und Schwerpunkte
Österreich hat eine lange und bewährte Tradition des Dialogs mit dem Islam und den muslimischen Gemeinschaften. Seit 1. Juli 2007 fungiert im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten die TASK FORCE Dialog der Kulturen, um diese angesichts der eingangs genannten Entwicklungen fortzusetzen und zu intensivieren.
Seit der Initiative des ehemaligen Außenministers Alois Mock vor fünfzehn Jahren, trägt Österreich zum Dialog der großen Weltreligionen bei und unterstützt engagiert interreligiöse Dialoginitiativen. Genannt seien Veranstaltungen des Religionstheologischen Instituts der Theologischen Hochschule St. Gabriel, wie die "International Christian-Islamic Conference", die unter dem Titel "Friede für die Menschheit" (1993) und "Eine Welt für alle" (1997) abgehalten wurden sowie den alle drei Jahre in Teheran oder Wien abgehaltenen Runden Tisch (zuletzt "Friede, Gerechtigkeit und ihre Bedrohungen in der heutigen Welt", Februar 2003 in Teheran).
Voraussetzung dieser Initiativen waren die gesetzliche Anerkennung des Islams in Österreich 1912, ausgezeichnete Beziehungen zur Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, der offiziellen Vertretung der etwa 400.000 in Österreich lebenden MuslimInnen, sowie zu einem breiten Spektrum muslimischer Organisationen hier, in Europa und weltweit. Auf Initiative der ehemaligen Außenministerin Benita Ferrero-Waldner und der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich wurde die erste Konferenz Europäischer Imame und LeiterInnen islamischer Zentren im Juni 2003 in Graz einberufen, eine Folgekonferenz fand 2006 in Wien statt. In beiden Erklärungen bekunden die Imame, dass sie die muslimische Identität in Europa gewahrt sehen; Pluralismus und Demokratie werden anerkannt und die Menschenrechte ausdrücklich bejaht. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten sieht in der Fortsetzung der Konferenz Europäischer Imame einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung des Islams in Europa und einen Beitrag zur Entwicklung europäischer Identität von MuslimInnen.
Ausgangspunkt des Dialogs ist die Auffassung, dass Religion und religiöse Identität global zwar immer größere Bedeutung erfahren, dass aber die relevanten regionalen Konflikte nicht ganz einfach als kulturell oder religiös motiviert betrachtet werden dürfen.
Ziel des Dialogs ist es, die Verständigung zu fördern. Der Stärkung des innergesellschaftlichen Pluralismus und dem Abbau von Klischees und Feindbildern - in Österreich, Europa, genauso wie in muslimisch geprägten Gesellschaften - kommt dabei eine ebenso wichtige Rolle zu. Daher darf der Dialog Auseinandersetzungen nicht scheuen, muss auch streitbar sein können, um Komplexität verständlich und differenzierte Wahrnehmung möglich zu machen. Für unverzichtbar halten wir in diesem Zusammenhang den Verweis auf die universelle Geltung von Menschenrechten und Grundfreiheiten.
Als Teil einer langfristigen Strategie regionaler und globaler Konfliktprävention und Konfliktlösung, der Entwicklungszusammenarbeit und anderer Vermittlungs- und Kooperationsformen dient ein umfassender Dialog auch zur Vorbereitung konkreter Zusammenarbeit. Ein Beispiel für diesen umfassenden politischen Dialog mit dem Ziel, die Partizipation von Frauen in der Politik zu unterstützen und ihre Präsenz an regionalen und internationalen Verhandlungstischen zu fordern, ist die internationale Konferenz "Frauen in führenden Positionen - Netzwerke für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten", die am 30. und 31. Mai 2007 in Wien veranstaltet wurde.
In diesem Zusammenhang ist die Umsetzung von VN-SR Resolution 1325 (2000) zu Frauen, Frieden und Sicherheit von besonderer Bedeutung. Die österreichische Bundesregierung hat am 8. August 2007 einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung dieser Resolution beschlossen.
Für österreichische Dialogprojekte sind folgende Aspekte maßgeblich:
- Politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Dialogprojekte richten sich vor allem an muslimisch geprägte Länder (inkl. deren nicht-muslimische Bevölkerung) und an MuslimInnen und muslimische Gemeinden in Europa.
- Erweiterung der Zielgruppen, d.h. Einbeziehung der Zivilgesellschaft, der Bevölkerung ausserhalb von Metropolen et al. und eines Publikums, das von konventionellen Dialogforen nicht berücksichtigt wird und nicht bereits "westlich" orientiert ist;
- Konkrete soziale und politische Herausforderungen lösungsorientiert und praxisbezogen angehen und die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteuren (inkl. Medien) fördern;
- Dialog als wichtiger Teil der innergesellschaftlichen, regionalen und globalen Konfliktprävention, des Konfliktmanagements und des Friedensaufbaus, bezieht damit auch Aspekte der EZA ein.
- Stärkung von Frauen in der Gesellschaft und Einbeziehung der jungen Generation (bzw. Multiplikatoren)
- Regionale Schwerpunkte: Mittelmeerraum und Naher Osten, der Balkan, die Türkei und der Islam in Europa.
Dialog im Rahmen der EU und der Vereinten Nationen
Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten haben aktiv den Dialog, gegenseitiges Verständnis und Respekt füreinander mittels bestehender Instrumente unterstützt und werden dies auch weiterhin tun. Das Jahr 2008 wurde zum Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs erklärt. Mit der dem Dialog gewidmeten Einrichtung der Anna Lindh-Stiftung (Anna Lindh Euro-Mediterranean Foundation for the Dialogue between Cultures) mit Sitz in Alexandrien/Ägypten werden im Rahmen der Euro-Mediterrane Partnerschaft (27 EU-MS + 12 Mittelmeeranrainer) interkulturelle Projekte u.a. zu den Themen Menschenrechte, Demokratie und Bürgerbeteiligung, Zivilgesellschaft, nachhaltige Entwicklung, Erziehung und Bildung, Informationsgesellschaft, Verantwortung der Medien, Frauenrechte, Jugend u.ä. verwirklicht.
Im ASEM -Rahmen ist Österreich in Arbeitsgruppen mit Experten vertreten. Letzte Konferenzen waren 2006 in Larnaca/CYP und am 19.-21.Juni 07 in Nanjing/VC.
Im Lichte der globalen Herausforderungen stellen das unverzichtbare Dach des internationalen Dialogs der Religionen und Kulturen die Vereinten Nationen dar. Hier ist die "Allianz der Zivilisationen" eine wertvolle Initiative, an der Österreich sich beteiligt.
Österreichische Initiativen auf europäischer/internationaler Ebene:
21. September 2011:
Paneldiskussion „Jewish, Muslim and Christian Perspectives on Combating Discrimination and Promoting Inclusion“, im Rahmen einer Reise von 18 jungen Führungskräften der Anti-Defamation League (ADL) nach Österreich. Zusammen mit Vertretern der jüdischen, muslimischen und christlichen Glaubensgemeinschaften wurde nach Wegen gesucht, vor allem die jüngere Generation zum Kampf gegen jede Art von Diskriminierung und Ausgrenzung zu mobilisieren. Eine besondere Bedeutung wurde dabei dem interreligiösen Dialog als unabdingbar für ein respektvolles Miteinander beigemessen.
19. September 2011:
Konferenz „Role and Responsibility of Religious Communities and Civil Society for Conflict Resolution in South Caucasus“ im Rahmen des Schwarzmeerraum-Schwerpunkts unter Moderation des ehemaligen EU Sonderbeauftragten für den Südkaukasus Botschafter Peter Semneby. Vertreter des BMeiA, Council of Europe, der OSZE und Austrian Development Agency (ADA) diskutierten zusammen mit religiösen Repräsentanten aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien sowie Vertretern der Zivilgesellschaft über Wege zu einer friedlichen Konfliktlösung. Es wurde insbesondere nach der konstruktiven und effektiven Rolle gefragt, die Religionsgemeinschaften spielen können, um gegenseitigen Respekt und Dialog zu fördern.
6.-10. Juni 2011:
Österreichisch-Indonesisches Dialogsymposium zu “Religious Pluralism, Freedom of Religion – Responsibilities of State, Society and Religious Communities“. Drittes Dialogtreffen von 32 Experten aus Indonesien und Österreich, darunter hochrangige VertreterInnen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften; in Kooperation mit der Universität Wien und der Universität Salzburg.
5. – 10. März 2011:
Dritte Landeskundliche Schulung türkischer Religionsbeauftragter zur Vorbereitung ihres Einsatzes in Österreich - Folgeprojekt zu November 2008 und Februar 2010; Seminare und Exkursionen für türkische Imame mit Schwerpunktprogramm zu Themen wie u.a. Bildung, Situation und Rechte von Frauen, religiöser Pluralismus, interkulturellem Dialog und Integration,in Österreich und Europa.
23. – 27. November 2010:
Erstes „Arab-European Young Leaders Forum (AEYLF)“, Wien; Thema: "Promoting Responsible Leadership, Innovative Forms of Cross-Cultural Cooperation"; 57 Teilnehmern aus 21 Ländern aus der Europäischen Union, der Türkei und Mitgliedstaaten der Liga der Arabischen Staaten (LAS); Partner und Sponsoren: Liga der Arabischen Staaten, BMW Stiftung Herbert Quandt, OPEC Fund for International Development (OFID), sowie Stadt Wien und departure wirtschaft kunst und kultur gmbh.
Ziel des AEYLF ist es, eine lebendige und nachhaltige Plattform für junge Führungskräfte aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft der Europäischen Union, der Türkei und der arabischen Welt zu schaffen. Die TeilnehmerInnen sollen durch diese Plattform unterstützt werden, effizient und erfolgreich innerhalb von Sektoren, Ländern und Regionen und natürlich darüber hinaus, zusammenzuarbeiten. Kernelement der Initiative sind die Präsentation, Diskussion und Beratung von Projekten in den Bereichen "Empowerment und Partizipation", "Wirtschaft und Beschäftigung", sowie "Umwelt und nachhaltige Entwicklung". Am Veranstaltungsort selbst stellt die Besichtigung von lokalen Initiativen zu diesen Themen einen weiteren Beitrag zur Vernetzung dar. Das erste AEYLF ist eine direkte Folge aus der Konferenz "Europe and the Arab World - Connecting Partners in Dialogue" vom Dezember 2008. Das zweite AEYLF ist für 2011 in Kairo geplant.
Eröffnungsrede von Dr. Michael Spindelegger, Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten, Österreich
Eröffnungsrede von Amre Moussa, Generalsekretär der Liga der Arabischen Staaten
Liste der AEYLF-Teilnehmer
Programm AEYLF
Presseaussendung
24. – 26. Juni 2010
Internationaler Workshop zum Thema “Promoting Female Leadership in Intercultural and Interreligious Dialogue“ unter Teilnahme jüdischer, christlicher, und muslimischer Expertinnen und Religionsvertreterinnen aus Europa, der Türkei, Israel, der arabischen Welt und dem Iran, sowie USA und Kanada. Kooperationspartner: Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien. Ziel ist es, reformorientierte und fortschrittliche Positionen und die Rolle von Frauen im intra- und inter-religösen Dialog, zu stärken und ein internationales Netzwerk wissenschaftlich, zivilgesellschaftlich und politisch engagierter Teilnehmerinnen aufzubauen und es dahingehend zu unterstützen.
21. – 25. Juni 2010
Dialoginitiative mit Singapur: Besuch einer 7-köpfigen Delegation aus Singapur unter Leitung von Vize-Außenminister Abidin Rasheed ZAINUL in Wien. Schwerpunkte des Dialog-Programmes waren Fragen der religiösen, kulturellen und ethnischen Vielfalt in Österreich, insbesondere auch die Situation des Islam und der MuslimInnen. Herausforderungen und positive Beispiele der Integrationspolitik in Österreich und Europa waren ebenso Thema, wie Fragen der Radikalisierungsprävention und Sicherheit.
Vize-Außenminister ZAINUL hielt am 22. Juni an der Diplomatischen Akademie einen Vortrag zu „Managing Social, Cultural and Religious Pluralism and Diversity - the Singapore Experience"
3. März – 3. Mai 2010:
Diplomatenaustauschprogramm im Bereich Dialog der Kulturen zwischen Österreich und der Liga der Arabischen Staaten.
16. - 17. April 2010:
Internationale Konferenz: Democracy in a Multi-Ethnic Society: Experiences and Challenges Bosnia and Herzegovina; veranstaltet durch die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien und die Politikwissenschaftliche Fakultät der Universität Sarajevo; unterstützt durch das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, das Regionale Österreichische Kooperationsbüro in Sarajewo, die Stiftung “Living Together in a New Europe”, dem Center für “European Integration Strategies“ (CEIS), dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), dem österreichischen Renner Institut, sowie der Botschaft von Bosnien und Herzegowina in Österreich. Internationale ExpertInnen diskutierten die Frage der Verfassungsreform in Bosnien und Herzegowina.
21. - 25. Februar 2010:
Landeskundliche Schulung türkischer Religionsbeauftragter zur Vorbereitung ihres Einsatzes in Österreich - Folgeprojekt zu November 2008; Seminare und Exkursionen mit Schwerpunkt auf Gesundheit, Jugend und Familie sowie Migration, Integration, religiöser Pluralismus und interkulturellem Dialog in Österreich und Europa
2. - 6. Oktober 2009:
Start des vom BMeiA ko-finanzierten Projektes „Women in Dialogue: Empowerment and Consolidation“ in Beirut, Eröffnung durch libanesischen Innenminister Ziad Baroud und BM a.D. Ursula Plassnik; Ziel des Projektes: Frauen im Libanon und dem Nahen und Mittleren Osten, sowie den Golfstaaten in staatlichen, regionalen und internationalen Dialogprozessen zu stärken und sie zu Multiplikatorinnen weiterzubilden. Weiters: Förderung des Umgangs mit Pluralismus und Diversität sowie des interkulturellen Dialogs und der politischen und sozialen Partizipationen von Frauen in der Öffentlichkeit.
14. - 16. August 2009:
Trilogue Salzburg: “Voices for the Future: Global Crises and the Human Potential”; veranstaltet durch das Außenministerium und die Bertelsmannstiftung.
29.-30. Juni 2009:
Symposium "Identität und Partizipation: Transkulturelle und muslimische Jugend in Europa"; gemeinsame Initiative mit der Allianz der Zivilisationen; Eröffnung durch Bundesminister Dr. Michael Spindelegger und den Hohen Repräsentatnten der Allianz der Zivilisationen, Jorge Sampaio; mehr als 80 Expertinnen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, der Türkei und den USA in zwei Workshops; Round Table Diskussion mit VertreterInnen aus Politik, Religionsgemeinschaften und Wissenschaft.
27.-29. Mai 2009:
Österreichisch-indonesisches Dialogsymposium "State, Law and Religion in Pluralistic Societies – Austrian and Indonesian Perspectives"; erstes Treffen von 33 ExpertInnen aus Indonesien und Österreich, darunter hochrangige VertreterInnen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften; in Kooperation mit der Universität Wien.
17. - 19. Dezember 2008:
Konferenz "Europe and the Arab World - Connecting Partners in Dialogue" mit der Arabischen Liga in Wien; drei Experten - Workshops zur Stärkung der Rolle der Frau, Förderung der Zivilgesellschaft und des des Umgangs mit Pluralismus und Diversität, Unterstützung des interkulturellen Dialogs sowie der gesellschaftlichen und politischen Partizipation der Jugend; am 19. Dezember Treffen der Minister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Arabischen Liga, der Türkei.
2. - 6. November 2008:
Landeskundliche Schulung türkischer Imame zur Vorbereitung ihres Einsatzes in Österreich; angeboten werden Seminare zu Migration und Integration, religiösem und kulturellem Pluralismus und interkulturellem Dialog in Österreich und Europa;
20. Oktober 2008:
Colloquium "Turkey’s New Foreign Policy Strategies "between East and West"? Diplomacy and Diplomatic Cultures in Dialogue" in Wien; Experten aus der Türkei und aus Österreich diskutieren mit hochrangigen politischen Beratern und Diplomaten über ein besseres Verständnis von unterschiedlichen diplomatischen Kulturen und Initiativen.
15. September - 15. November 2008:
Diplomatenaustauschprogramm im Bereich Dialog der Kulturen zwischen Österreich und Indonesien.
14. - 16. August 2008:
Trilogue Salzburg: "Globale Visionen: Sprechen wir eine gemeinsame Sprache?" (Veranstalter: Außenministerium und Bertelsmannstiftung). Teilnahme von Bundesministerin Plassnik
Summary Statement
23. - 25. Juni 2008:
Workshop "Interreligiöser und interkultureller Dialog aus Gender-Perspektiven", DAK, Wien. An der in Kooperation mit dem Institut für Religionswissenschaften der Universität Graz durchgeführten Veranstaltung nahmen 25 Expertinnen aus 18 verschiedenen Staaten und Österreich teil. Ziel war es, den Gedankenaustausch über die Stärkung von Frauen im Dialog zu intensivieren und Strategien für ihre gleichberechtigte Teilhabe zu entwickeln. Der Worskhop in Wien soll Auftakt für die Schaffung eines internationalen und inter-disziplinären Netzwerkes sein. Dieses soll in regionale und lokale Dialoginitiativen im Nahen und Mittleren Osten ebenso wie in internationale eingebunden werden. Siehe Interview-Artikel in Der Standard.
Einladung Panel Discussion
Participants Dialogue Gender Perspectives
3. - 6. Juni 2008:
"Dialog konkret"; Besuch einer indonesischen Delegation von elf Universitätsrektoren, ProfessorInnen und DozentInnen, Leitern von Koranschulen (pesantren) sowie Führungspersönlichkeiten islamischer Institutionen in Wien, um mit Abgeordneten und MitarbeiterInnen des Parlaments, des Wiener Landtags, der Stadt Wien und der Islamischen Glaubensgemeinschaft Gespräche zu führen; veranstaltet in Kooperation mit dem deutschen Auswärtigen Amt.
28. und 29 Jänner 2008:
Seminar Frauen - Naher Osten - Medien und Konfliktlösung"Frauen - Naher Osten - Medien und Konfliktlösung" BMeiA unterstützt Netzwerk von Journalistinnen aus dem Nahen Osten, Österreich und Europa. Ziel des Zusammentreffens und der Fortbildung war es, das gegenseitige Vertrauen und die Kooperation der Journalistinnen zu stärken und das im Mai 2007 initiierte Netzwerk (s. Konferenz "Women Leaders") weiter zu entwickeln.
20. November 2007:
Pressekonferenz; Bundesministerin Plassnik präsentiert gemeinsam mit Prof. Tlili (New York University, Center for Dialogues: Islamic World - US - The West) und zwei muslimsichen ÖsterreicherInnen, Frau Zeynep Elibol (Leiterin der islamischen Fachschule für soziale Berufe) und Herrn Alexander Osman (Mitbegründer und Vorstandsmitglied der muslimischen Jugend Österreich, im BMeiA den Konferenzbericht "Muslim Youth and Women in the West - Source of Concern or Source of Hope?", Salzburg Seminar, vom 15.-17. Mai 2007.
5. - 6. November 2007:
Symposium "Shaping our European Future - Networking of Serbian and Kosovar Women" in Wien, Diplomatische Akademie. Auf Einladung von Bundesministerin Plassnik nahmen serbische und kosovarische Expertinnen an Workshops zu den Themen Bildung, Medien und Wirtschaft teil; die Politikerinnen aus der Region diskutierten an einem von Bundesministerin Plassnik geleiteten Round Table.
12. - 13. August 2007:
Trilogue Salzburg, "Paths and Pitfalls of Inter-religious Understanding" (Veranstalter: BMeiA und Bertelsmann-Stiftung); Teilnahme von Bundesministerin Plassnik;
30. - 31.Mai 2007:
Internationale Konferenz "Women Leaders - Networking for Peace and Security in the Middle East", 30.- 31. Mai, Wien; Eröffnung und Moderation des Round Tables: Bundesministerin Plassnik;
15. - 17. Mai 2007:
Konferenz "Muslim Youth and Women in the West - Source of Concern or Source of Hope?", Salzburg Seminar; Unterstützung durch BMeiA; Eröffnung durch Bundesministerin Plassnik; Report Muslim Youth and Women in the West
Mai 2007:
Euromed-Seminar "Rassismus und Xenophobie in den Medien – Respekt und Verständnis für alle Religionen und Kulturen" in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem "European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia" (EUMC) in Wien.
22. - 23.März 2007:
Broschüre "Islam in Europa"; Wien, Diplomatische Akademie; Unterstützung durch BMeiA; Eröffnung durch Bundesministerin Plassnik; Programm der Konferenz "Islam in Europe"
Mai 2006:
Dialogkonferenz des BMI ("The Dialogue of Cultures and Religions");
April 2006:
Zweite Konferenz Europäischer Imame; Unterstützung durch BMeiA und Eröffnung u.a. durch Bundesministerin Plassnik;
Februar 2006:
Während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft erfolgt auf Grund des "Karikaturenstreits" eine Einladung von Bundesministerin Plassnik an den damaligen dänischen Außenmininiser Per Stig Møller, den dänischen Bischof von Lolland-Falster und die Großmuftis von Syrien und Bosnien und Herzegowina nach Wien.
November 2005:
Internationale Konferenz "Islam in einer pluralistischen Welt", Wien; Eröffnung
Photo/Text-Wanderausstellung des BMaA "Muslime in Österreich": Muslime als Teil der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens in Österreich;
Juni 2003:
Erste Konferenz Europäischer Imame und LeiterInnen islamischer Zentren, Graz; Unterstützung durch BMeiA; Eröffnung durch ehemalige Bundesministerin Benita Ferrero-Waldner.
