'Webern Winds' führen Wiener Musik und Younesi in Teheran und Wien auf
Junges Wiener Bläserquintett führt jungen iranischen Komponisten auf
Das Bläserquintett ‘Webern Winds‘, bestehend aus den besten BläserInnen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, gastierte Mitte April 2012 in Teheran. Maria Jauk (Flöte), Julia Zulus (Oboe), Bernhard Mitmesser (Klarinette), Armin Berger (Horn) und Johannes Hofbauer (Fagott) führten im Konzertsaal der Universität Teheran und am Kulturforum in Teheran neben Wiener Werken von W.A.Mozart und Betthoven über Zemlinsky und Ligeti bis Ivan Eröd auch das ‘Signature Quintett‘ des jungen iranischen Komponisten Mazyar Younesi auf. Eine Aufführung dieses Werkes ist auch bereits für Wien geplant.
Mazyar Younesi ist neben seiner Kompositionstätigkeit auch Dirigent des 'Austro-Iranian Symphony Orchestra (AISO)', welches sich aus jungen iranischen MusikerInnen zusammensetzt und mit Hilfe des Kulturforums von österreichischen DirigentInnen und MusikerInnen ausgebildet wird. Uraufgeführt würde sein ‘Signature Quintett‘“ am 16. Februar 2012 in Teheran vom iranischen ‚Ensemble Rud‘, dem Kammerorchesters des AISO.
Vermittelt hat diese interkulturelle Begegnung die international bekannte und vielfach ausgezeichnete österreichische Komponistin Johanna Doderer, die im April einen Artist-in-residence-Aufenthalt in Teheran im Teehaus der Österreichischen Residenz absolviert. Dieser Aufenthalt ist der Komposition eigener Werke sowie der Abhaltung eines Kompositionsworkshops mit jungen iranischen KomponistInnen mit abschließendem Studiokonzert am Kulturforum gewidmet.
‘Webern Winds‘ fühlt sich dem traditionsreichen und unverwechselbaren Wiener Klangstil verpflichtet. Ihr Repertoire erstreckt sich von der Wiener Klassik über die Romantik und Moderne bis zur zeitgenössischen österreichischen Musik.
Die Mitglieder von ‘Webern Winds‘ hielten am Kulturforum auch einzeln Instrumentalklassen für Mitglieder des AISO ab, trafen mit MusikerInnen das ‘Tehran Symphony Orchestra‘ zusammen, mit dem sie gemeinsam eine Registerprobe spielten, und drückten – begeistert von der iranischen Gastfreundschaft und der Höhe und dem Enthusiasmus ihrer iranischen KollegInnen für Musik – den Wunsch nach einem weiteren derartigen Iranaufenthalt aus.

