Pirmin Blum – Fresh Hell Performance am Kulturforum in Krakau
Das Kulturforum in Krakau setzt einen weiteren künstlerisch zeitgenössischen Akzent mit einer eigens für Krakau konzipierten Performance des in Wien lebenden Schweizer Künstlers Pirmin Blum. In der Fresh Hell genannten Arbeit stellt der Künstler Skulpturen, Fotografien, Alltagsgegenstände und Videoarbeiten in einem mit glänzender Spiegelfolie umhüllten Raum aus und beweist hierdurch, dass diese Gegenstände ihre eigenen Grenzen überwinden können. Den Höhepunkt dieses Projekts bildet eine Performance des Künstlers, in der eine Vielzahl kultureller Praktiken und Muster der Selbst-Schöpfung imitiert und verarbeitet wird, wie Direktheit, das Extreme des Ausdrucks, die Schaffung einer Gemeinschaft mit den ZuseherInnen und die künstlerische Forderung nach dem „sich selbst sein wollen“. Der Zweck der physischen Gegenwart von Pirmin Blum in Fresh Hell ist nicht die Aufführung seines schauspielerischen Geschicks, sondern die Reflexion und der direkte Gedankenaustausch über die Folgen einer Mediatisierung der zeitgenössischen Kultur - ihrer Akteure, Kontexte und Mystifikationen. Kuratiert wird das Ausstellungsprojekt von Goshka Gawlik, einer in Wien lebenden Kunsthistorikerin.
Der in Malerei und digitale Medien ausgebildete Künstler nutzt neben Videos vor allem Objekte und Rauminstallationen als künstlerische Ausdrucksmittel. Philosophisches und psychoanalytisches Gedankengut dient Blum dabei als Referenzmaterial für seine weitgehend konzeptuelle Arbeitsweise. Mit Performances ermöglicht Blum eine weitere Annäherung an seine dreidimensionalen, intuitiven Bilder.
Neben verschiedenen Preisen hat Pirmin Blum den ersten "Birgit-Jürgenssen-Preis" der Akademie der bildenden Künste in Wien im Jahr 2004 u.a. für seine Videoarbeit "Displaced Bodies" (Videostill) erhalten.
Blum, Jahrgang 1969, hat zunächst in Genf Malerei studiert hat, um dann in Wien an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Peter Kogler das Studium digitaler Medien und Kunst mit Auszeichnung abzuschließen. Seit 1995 lebt und arbeitet er in Wien.

