Österreichisch-iranische Begegnungen zeitgenössischer bildender Kunst
Ausstellungen, Workshops und Artists-in-Residence

- Neda Hadizadeh c KF Teheran

- Rud-Kammerensemble des Austro-Iranian Symphony Orchestra c KF Teheran

- Barbara Schmid 1 c Anita Amiri

- Barbara Schmid 2 c Anita Amiri
Ende Jänner 2012 fanden in Teheran österreichische-iranische Begegnungsausstellungen zeitgenössischer bildender Kunst samt Begleitveranstaltungen statt. Am Kulturforum in Teheran wurde am 26. Jänner die Ausstellung ‚Positionen zeitgenössischer Kunst – 9 junge iranischer KünstlerInnen‘ eröffnet. Die Gruppenausstellung „kuratierte sich selbst“, wie Botschafter Thomas Buchsbaum ausführte. Die KünstlerInnen sind die FinalistInnen eines Auswahlprozesses für einen dreimonatigen Artist-in-Residence-Auftenhalt des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur im Schloss Laudon in Wien. Asareh Akasheh, Pegah Alaghband, Hooman Derakhshandeh, Mohammad Eskandari, Neda Hadizadeh, Azin Osati, Razieh Sedighian, Delbar Shahbas, Ali Zanjani stellten ihre neuesten Werke vor. Während die KünstlerInnen aus unterschiedlichen Regionen des Iran stammen, unterschiedliche Techniken und Stile verwenden, verbindet sie alle die Auseinandersetzung mit der derzeitigen Situation im Iran. Viele reflektieren – jeweils auf ihre Art - die Situation der Frau und der jungen Menschen.
Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung mit zeitgenössischer iranischer Musik junger iranischer Komponisten - Nicki Yaghmaie, Armin Sanaie und Syavash Lotfi -, dargeboten vom ‚Rud‘-Kammerensemble des 'Austro-Iranian Symphony Orchestra, welches sich aus jungen iranischen MusikerInnen zusammensetzt und mit Unterstützung des Kulturforum Teheran österreichischen DirigentInnen und MusikerInnen ausgebildet wird.
Wenige Tage danach wurde die Ausstellung der Keramik-Künstlerin Barbara Schmid mit Objekten aus ihrer Serie „Verstrickungen“ in der renommierten Teheraner Shirin-Galerie eröffnet. Sie stellt mittels der Verbindung einer Vielzahl von Fadenwicklungen mit nichtgebrannten Tonstücke den Versuch dar, auf tradierte Gesellschaftsnormen zurückzugreifen und in altbewährten Traditionen neue Bilder zu entwerfen. Vom 29.Jänner bis 3. Februar veranstaltete sie in der Galerie einen Workshop für Keramik-interessierte Frauen. Mit einfachen Keramiktechniken sollte ein Objekt aus dem privaten Umfeld nachgebildet werden, um dieses in einen öffentlichen Kontext zu stellen.
