Maribor – Europäische Kulturhauptstadt 2012
Veranstaltungen mit Österreich-Bezug

- Maribor 2012
Raumintervention „WHITE NOISE Pavillon“, Trg svobode, 15.9. – 11.11.2012, Eröffnung 15.9.2012 um 19 Uhr
Als "Sonderbotschafter" des modernen Salzburg wird der Kunstpavillon White Noise Teil des offiziellen Österreich-Beitrages zur Kulturhauptstadt 2012 Maribor sein. Der mobile "Kunstigel", der von dem jungen Salzburger Architektenteam „SOMA“ entworfen wurde, ist von hohem ästhetischem und funktionalem Wert. Der Kunst-Pavillon wird während seiner eineinhalbmonatigen Präsenz 15. Sept. bis 11. Nov. 2012) sowohl von österreichischen, wie von slowenischen Veranstaltern und Organisationen bespielt werden.
Ausstellung „AUSTRIAN DESIGN Surprisingly Ingenious“, vom 27. September bis zum 9. Oktober 2012 im White Noise Pavillon
Eröffnung: 27.9.2012, 18h
Maribor, die Europäische Kulturhauptstadt 2012 verfügt bereits seit langem über ein beachtliches Kreativpotential. Sie bietet den geeigneten Rahmen, um eine breite Palette des zeitgenössischen österreichischen Designs entsprechend vorzustellen– vom Industriedesign, über das Innen- und Möbeldesign, bis hin zur Mode. Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in verschiedene Bereiche der Kunst, der Architektur, des Tanzes und der Videokunst, wodurch die große kreative Szene des heutigen Österreich vorgestellt wird.
Harri Stojka - Gitancœur d’Europe - Roma Musik aus Europa, Narodni dom 29.9.2012 um 20.00 Uhr
Der international wohl bekannteste österreichische Roma-Musiker Harri Stojka ist nicht nur ein Meister der Gitarre, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer musikalischer Genres: Die Stationen seiner Entwicklung seit den 70er Jahren umfassen Rock, Blues, Jazz, Gypsy Swing und Roma Lieder. In diesen Aufnahmen kehrt er zu seinen Wurzeln zurück und verbindet sie mit früheren musikalischen Inkarnationen. Wobei in seinem Fall “Wurzeln” eigentlich “Strassen” bedeutet – jene, denen seine nomadischen Vorfahren über Jahrhunderte zwischen Asien und Europa gefolgt sind.
ERICH LESSING Photoausstellung: EUROPA, EUROPA, Vetrinjski dvor am 2.10.2012 um 20 Uhr – 31.10.2012
Erich Lessing wurde mit zahlreichen internationalen und österreichischen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Im Alter von nahezu 89 Jahren gründeten Lessing und seine Gattin 2012 eine Fotogalerie in der Wiener Innenstadt. Sein photographisches Schaffen ist in einem von ihm gegründeten Kulturarchiv in Wien verwahrt.
Die im Rahmen der „Kulturhauptstadt Europas 2012“ gezeigte Ausstellung präsentiert die unterschiedlichsten Gesichter Europas, seiner Menschen und Ereignisse im Verlauf der 2. Hälfte des 20 Jahrhunderts.
Ausstellung Gustav KLIMT – Wegbereiter der Moderne in Vetrinjski dvor am 2.10.2012 um 19.30 Uhr – 31.10.2012
Gustav Klimt (1862-1918) steht für eine Epoche, die uns bis heute fasziniert und in uns nachklingt: die Moderne. Der Künstler wird in der ganzen Welt mit Wien assoziiert, wo er auch die meisten Spuren hinterlassen und gemeinsam mit seinen Wegbegleitern, darunter v.a. Josef Hoffmann, Otto Wagner, Joseph Maria Olbrich, Richard Gerstl, Egon Schiele und Oskar Kokoschka, die Zeit um 1900 entscheidend mitgeprägt hat. Im Jahre 2012 begehen wir den 150. Geburtstag von Gustav Klimt. Wien stellt daher das gesamte Jahr unter das Motto „Gustav Klimt und die Geburt der Moderne“. Seine bedeutendsten Meilensteine auf dem Weg zum „Gesamtkunstwerk“ werden in der genannten Ausstellung näher beleuchtet.
W.M. Pühringer: Projekt über die zerstörte “Alte Brücke von Mostar“ in Vetrinjski dvor am 2.10.2012 um 20 Uhr – 31.10.2012
Der Anstoß für das Projekt war die Trauer des Initiators dieses Projektes über den Balkankrieg und über die Zerstörung der Brücke von Mostar am 9. November 1993. Sein Respekt für die bosnische Bevölkerung schließt auch die architektonische Leistung der „Alten Brücke“ mit ein, die um 1566 vom türkischen Baumeister Hajrudin erbaut wurde und als berühmtestes Kulturdenkmal auf dem Balkan gilt. Im Rückblick auf die gewaltsame Zerstörung der Brücke und im Hinblick auf deren Wiederaufbau in den Jahren 2003/04 war es für Pühringer klar, dass es nicht einfach bei einer Rekonstruktion bleiben kann, sondern dass die Geschehnisse des Krieges in angemessener Weise in den Wiederaufbau einbezogen werden sollten. W. M. Pühringer und sein Partner Eckhard Horstmeier arbeiten an diesem in Bosnien sehr bekannten Projekt seit mehr als 14 Jahren.
Vorstellung des Literaturverlages Droschl , Österreich Bibliothek, Univerzitetna knjižnica Maribor am 3.10.20 um 19 Uhr
Am Beispiel der Literaturzeitschrift "manuskripte" und des Literaturverlages Droschl wird die Bedeutung der steirischen Landeshauptstadt Graz als Literaturhauptstadt unterstrichen werden. Mit Lesungen von Andrea Stift, Alfred Kolleritsch, Fabjan Hafner und Stefan Schmitzer. Moderation Rainer Götz.
Drau/Drava – KlangMobil, Lent am 4.10.2012 ab 11 Uhr (ganztägige Veranstaltung)
„Drau/Drava - KlangMobil“ ist ein Kunstprojekt, dessen zentrales Anliegen die interdisziplinäre und multinationale Zusammenarbeit von Architekten, Literaten, Musikern und Komponisten aus dem „Kulturraum Drau“ ist. Diese Zusammenarbeit erstreckt sich auf die Dauer von mindestens 3 Jahren. Alle Veranstaltungen - Interaktionen von Architektur, Literatur und Neue Musik - finden ausschließlich im öffentlichen Raum statt. Auf dem langen Weg entlang der Drau ist Maribor 2012 eine wichtige Station. Nach einem von der Architektin Mateja Katrašnik entworfenen Raum-Stadtplan wandert das „Concertino“ aus Texten u.a. von Simone Schönett, Christoph Huber, Bernhard C. Bünker mit Kompositionen von Milko Kelemen, Alexander Zimmermann, Günther Zechberger und der Klangwelt des Drau-Radorchesters durch die Stadt Maribor. Dieses mobile Klangkunstwerk wird live im Internetradio auf www.dravaradio.eu übertragen.
CUM TEMPORE „mit Zeit“; Schloss Betnava am 5.10.2012 um 17.00 Uhr
Der Ausdruck „cum tempore“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wortwörtlich „mit Zeit“. Dies bedeutet, dass – vor allen an Universitäten - eine Vorlesung mit 15-minütiger „Verspätung“ beginnt, damit die Studierenden und Professoren Zeit haben, sich für eine neue Lehrveranstaltung vorzubereiten.
Obwohl es sich weder um 15 Minuten, noch um eine „Verspätung” handelt, hat die Berufsvereinigung der Bildenden KünstlerInnen Österreichs LV Steiermark, die Zeit seit der erfolgreichen Ausstellung Kunst in Bewegung am 1. Juni d. J. in Maribor genutzt und eine weitere Präsentation ihrer Künstler in Maribor vorbereitet.
„Cum tempore“wurde „mit Zeit“ vorbereitet, weshalb sich die Ausstellung vor dem Schloss Betnava in Maribor verschiedenen Aspekten der Zeit und ihrem Einfluss auf die Kultur, die Politik und die zwischenmenschlichen Beziehungen widmet.
Kunstaktion “Line-flight Graz–Maribor” Markus Jeschaunig, Graz (A) am 6. Oktober 2012, Start in Graz 7 Uhr Ankunft in Maribor zwischen 10 und 11 Uhr vormittags
Raumintervention „Borderline“ (in Zusammenarbeit mit dem Universalmuseum Joanneum Graz) Bahnhof am 6.10.2012 um 15 Uhr – 31.10.2012
Die Themenbereiche Grenze, Migrationsbewegungen, Mobilität und Warenverkehr, Kapitalverschiebungen und Flucht haben in den letzen Jahren im internationalen Kontext neue Aktualität erreicht. Der Arabische Frühling, die jüngsten Entwicklungen auf der Insel Lampedusa, die Haltung der Mitteleuropäischen Länder gegenüber Flüchtlingen und die häufigen Deportationen illegaler Einwanderer sind nur einige Themen, die große Aufmerksamkeit der Medien erhielten. Künstler, Künstlergruppen und Theoretiker wurden gebeten, kritische Positionen zu den oben genannten Themen zu erarbeiten und diese im öffentlichen Raum in Maribor zu präsentieren. Ein Projekt des Institutes für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark im Universalmuseum Joanneum GmbH, Kurator: Michael Petrowitsch.
Internationale Tagung „Robert Musil – Europa oder die Reise vom Hundertsten ins Tausendste“ an der Österreich-Bibliothek / Univerzitetna knjižnica Maribor am 11. – 12. 10. 2012 ab 9 Uhr
Die Tagung verfolgt das Ziel akademische Experten zusammenzubringen, die mit internationaler und interdisziplinärer Perspektive Ideen zu Robert Musil und zu Europa oder in diesem Kontext vorstellen möchten.
Inhaltliche Leitung der Tagung: Dr. Walter Fanta, Privatdozent am Robert Musil-Institut für Literaturforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Leiter der Arbeitsstelle für digitale Edition, Mitherausgeber der digitalen Klagenfurter Ausgabe Robert Musils. Sein Hauptforschungsgebiet (zahlreiche wissenschaftliche Publikationen) ist Robert Musil gewidmet. Textgenetik, Schreibprozessforschung; Nebenforschungsgebiet ist die Beschäftigung mit Kärnten mit seinen teilweise skurrilen Ausprägungen (Buchveröffentlichung zur Geschichte der Ulrichsbergtreffen, Roman „Puschnig“ erschienen 2011 beim Wieser-Verlag) Veranstalter: Österreich-Bibliothek an der Universität Maribor (Leitung: Prof. Mateja Skofljanec) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturforum Ljubljana (Direktorin: Dr. Christa Sauer)
Übersetzung und Übersetzungswettbewerb eines Robert-Musil-Textes: „Geschichten, die keine sind“ – (im Rahmen des Robert-Musil-Symposiums) Preisverleihung am 11.10.2012 in der Österreich-Bibliothek, Univerzitetna knjižnica Maribor
Der Verlag „Študentska založba“ begeht den 70. Todestag von Robert Musil, mit einer Buchveröffentlichung und zahlreichen Rahmenveranstaltungen. So werden unter dem Titel „Geschichten, die keine sind“ verschiedenste Texte veröffentlicht – von Kurzprosa bis zu publizistischen Texten, aber auch poetische Reflexionen und Auszüge aus der Korrespondenz des Schriftstellers, die von Walter Fanta vorbereitet wurde. Neben der Präsentation anlässlich des Erscheinens hat der Verlag slowenische Mittelschulen und deren Schüler eingeladen, mit einem Essay über Robert Musils Kurzgeschichte „Ein slowenisches Dorfbegräbnis“ an einem Literaturwettbewerb teilzunehmen. Die Gewinner des Wettbewerbs werden im Oktober bekannt sein und das beste Essay wird mit einem E-Reader mit E-Books des Verlages „Študentska založba“ honoriert.
MIA ZABELKA: Cyber Klang Dinner im Narodni dom am 11.10.20102 von 19 Uhr – 21 Uhr
Mia Zabelka und das „klang.haus Untergreith“ wurden eingeladen, das Projekt „Klangspiegel Maribor / Sankt Johann i.S.“ in Kooperation mit der Kulturhauptstadt Maribor umzusetzen. Es handelt sich um die intermediale Veranstaltung von „Cybernetic Dinners“, die sowohl in Maribor, als auch im klang.haus stattfinden. Kochkunst aus Slowenien und der Steiermark und regionale, sowie internationale interdisziplinäre Kunstformen werden in einen kommunikativen Austausch gebracht.
Mia Zabelka - Violine, Stimme, Live-Elektronik
Zahra Mani - Klanginstallation
Gingi Peez-Petz - Kochkunst
Im klang.haus Untergreith am 13.10.2012 ab 17.00h
Präsentation der Literaturzeitschrift LICHTUNGEN 129/2012 Literatur aus der Kulturhauptstadt Graz im White Noise Pavillon am 16. Oktober 2012 18.30 Uhr,
Es lesen: Clemens SETZ, Friederike SCHWAB, Georg PETZ, Gertrude GROSSEGGER, Marcus PÖTTLER und Sophie REYER
Die slowenischen Übersetzungen lesenDaniela KOCMUT und Ana OSEBAN (Graz)Moderation: Petra BAUMAN
Anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2012 in Maribor beziehen sich die „LICHTUNGEN“ mit einem großen grenzüberschreitenden Literaturprojekt auf die seit langem bestehende Städtepartnerschaft zwischen Graz und Maribor. Ausgewählte Texte von jeweils 12 Autorinnen und Autoren aus Maribor und Graz wurden in der Ausgabe 129/2012 zweisprachig veröffentlicht und in insgesamt vier Lesungen – je zwei in Graz und Maribor im Frühjahr und Herbst 2012 – präsentiert.
Der Kunstteil der „LICHTUNGEN“ begibt sich ebenfalls in die Kulturlandschaft Maribor-Graz und stellt unter Beweis, welches enorme Potenzial in künstlerischen Werken, die sich der aktuellen Zeit verpflichtet fühlen, enthalten ist.
Mit Beiträgen von: Nika Autor, G.R.A.M., Marianne Lang, Valentin Ruhry, son:DA, Igor Štromajer. Für die Auswahl der slowenischen Texte sorgten Daniela Kocmut und Marjan PUNGARTNIK.
Begegnungen- Das frühe graphischen Werk von Oskar Kokoschka in der Mihelitsch Gallerie in Ptuj ab 19.10. 2012 um 19 Uhr – 30.11.2012
Oskar Kokoschka ist einer der prominentesten Vertreter des österreichischen Expressionismus. In seiner Heimatstadt Pöchlarn an der Donau etablierte Kokoschka gemeinsam mit seiner Ehefrau Olda das Kokoschka-Haus. Weniger bekannt ist, dass Kokoschkas Jugendfreundin, die Malerin und Bildhauerin Else Oeltjen Kaimis (1877-1944), in der Nähe von Ptuj lebte. Um die Jahrhundertwende lebte und studierte sie in Wien und Graz. Ihre künstlerischen Leistungen blieben im Schatten ihres Ehemannes, des Malers Jan Oeltjen. Sie hinterließ Kunstwerke und Tagebucheinträge über ihr spannendes Leben und ihre Zeit mit Oskar Kokoschka und anderen Expressionisten zu einer Zeit als nur wenige Frauen es schafften als Künstlerinnen anerkannt zu werden.
