Erfrischende Ausnahme der österreichischen Musiklandschaft präsentiert musikalisches Feuerwerk
Am Vorabend ihrer ersten CD-Veröffentlichung gastierte das Duo Catch-Pop String-Strong am 19. April am Kulturforum in Rom.
Wie kaum eine andere Duo-Formation in Österreich sprengten die Bratschistin und Sängerin Jelena Poprzan und die Cellistin Rina Kacinari alias "Catch-Pop String-Strong" die Grenzen musikalischer Genres. Sie kombinierten traditionellen Balkanfolk mit slawischem Pop, Jazzimprovisationen mit Brechts „Dreigroschenoper“, dazwischen traf Cabaret auf Wiener Schmäh, man hörte schottische Galgenlieder und serbische und albanische Liebeslieder.
Der Kitt zwischen den diversen Songs war reinster und in drei Sprachen an den Tag gelegter slap-stick. Die Würze dieses Potpourri war ein von der Sängerin/Bratschistin mit Kopfstimme produzierter Diskanttriller und die traurig-komische Persiflage des Schicksals der serbischen Putzfrau in Wien. Nicht zu übersehen war auch die symbolische Komponente – ein Duo, bestehend aus einer gebürtigen Serbin und einer gebürtigen Kosovo-Albanerin, der Angehörigen zweier Nachbarvölker, die sich noch bis vor zwanzig Jahren auf den Tod bekämpft haben.

