Olga Neuwirth - Schwerpunkt beim Pariser „Festival d‘Automne“
Die österreichische Avantgardekomponistin Olga Neuwirth wurde beim „40. Festival d‘Automne“, in Paris ins Rampenlicht gestellt: Drei repräsentative Veranstaltungen stellten das facettenreiche Werk Neuwirths dem an zeitgenössischem Musikschaffen interessierten Pariser Publikum vor:
Am 19. Oktober wurde der Solopart ihres Werks für Viola und Orchester „Remnants of Songs…An Amphigory“ vom französischen Bratschisten Antoine Tamestit, dem Widmungsträger dieser Komposition, in der Pariser „Cité de la Musique“ virtuos interpretiert. Ein Höhepunkt des Programmschwerpunkts war eine ausverkaufte Aufführung von zwei Schlüsselwerken Neuwirths in der Pariser Opéra Garnier am 24. Oktober: „Kloing!“, Neuwirths Variationen über Themen des Musikautomaten „Bösendorfer CEUS“, sowie „Hommage à Klaus Nomi – A Songplay in Nine Fits“ mit dem Countertenor Andrew Watts in der Solorolle und Videoinstallationen des in Berlin ansässigen Medienkünstlers Lillevan begeisterten das Publikum. Am 15. Dezember wurde das Pierre Boulez zu seinem 75. Geburtstag gewidmete Orchesterwerk „Construction in space“ in der Cité de la Musique aufgeführt und der Film „Musik und Idee“ über den Schaffensprozess von Olga Neuwirth gezeigt. Neuwirth stellte sich vor dem Konzert einem öffentlichen Fachgespräch mit Publikum und JournalistInnen.
Olga Neuwirth ist Trägerin internationaler Auszeichnung, inklusive des Großen Österreichischen Staatspreises.
Das 1972 gegründete Festival d‘Automne widmet sich genreübergreifend dem zeitgenössischen Theater und Tanz sowie zeitgenössischer Musik. In jedem Jahr nehmen über 100.000 Zuschauer an den mehr als vierzig Veranstaltungen des Festivals von September bis Dezember teil.
Das Kulturforum in Paris unterstütze diesen Programmschwerpunkt.

