Budapest - Spione im kalten Krieg

- Der Dritte Mann
Die Faszination des Spions im Kalten Krieg stand im Zentrum einer vom EUNIC Cluster Budapest gestalteten Filmreihe, die mit einer internationalen Konferenz zum Thema „Intelligence Services in Central Europe during the Cold War“ ergänzt wurde.
Die vom Kulturforum in Budapest initiiere ganztägige Historiker-Konferenz ist die dritte in Folge und wurde erneut von der stellv. Leiterin des Ludwig Bolzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung - BIK, Dr. Barbara Stelzl-Marx, als Projektleiterin wissenschaftlich koordiniert. Im Zentrum standen Ausführungen zur Bedeutung der systematischen Öffnung von Archiven und deren Erforschung für Europa (Thomas Wegener Friis, Univ. of Southern Denmark), der Frage nach der Rolle Österreichs für die Anglo-Amerikanischen Geheimdienste (Prof. Sigfried Beer, Univ. Graz), die ungarnbezogenen Aktivitäten der amerikanischen Dienste in Österreich (Laszló Ritter, Ungarische Akademie der Wissenschaften-UAW) sowie die Aktivitäten der ungarischen (Magdolna Baráth, Archiv der ungarischen Staatssicherheit) und tschechischen Dienste (Philipp Lesiak, Katerina Lozoviuková, BIK) und der Kooperation zwischen ungarischen und rumänischen Agenten (Stefano Bottoni, UAW). B. Stelzl-Marx stellte rezente Forschungsergebnisse über das Schicksal exekutierter Spione in Moskau, vor allem aus Ungarn und Österreich, vor.
Beendet wurde die Reihe mit dem Filmklassiker, „Der Dritte Mann“, der wie kein anderer die Atmosphäre Wiens als Drehscheibe internationaler Agententätigkeit einfängt und der dazugehörigen Ausstellung, eröffnet von der Kuratorin, Dr. Brigitte Timmermann.
