„Österreichisches Exil in Italien, 1938-1945“
Buchpräsentation am Kulturforum Rom
(Rom/Italien) - Am 12. Oktober wird am Österreichischen Kulturforum Rom gemeinsam mit der Fondazione Museo della Shoah die italienische Übersetzung des Buchs „Österreichisches Exil in Italien, 1938-1945“ präsentiert. Die von Klaus Voigt und Christina Köstner herausgegebene Anthologie vereint Texte von ExilantInnen und Beiträge von ExilforscherInnen aus Österreich, Deutschland und Italien und vermittelt den LeserInnen so ein authentisches und profundes Bild zahlreicher Lebensschicksale.
Italien war Zufluchtsort für viele tausend rassisch und politisch Verfolgte aus Österreich und anderen von den Nationalsozialisten beherrschten Ländern. Italien selbst war dabei von großen Widersprüchen geprägt: auf der einen Seite die offizielle Politik der Judenverfolgung, auf der anderen große Hilfsbereitschaft und Zivilcourage in weiten Teilen der Bevölkerung. Dies gab zahlreichen Flüchtlingen Hoffnung und ließ sie oft länger als geplant bleiben; dennoch blieb Italien aber für viele auch Durchgangsland in eine ungewisse Zukunft.
Die während der Zeit des Exils und danach entstandenen Berichte und Tagebuchaufzeichnungen führen u.a. nach Südtirol, Kalabrien und in das von Italien besetzte nordafrikanische Bengasi und setzen auch Menschen ein Denkmal, die den Holocaust nicht überlebt haben. Einen Schwerpunkt bilden auch Beiträge zu SchriftstellerInnen und KünstlerInnen.
Bei der Präsentation der italienischen Ausgabe mit dem Titel „Rinasceva una piccola speranza“. L’esilio austriaco in Italia 1938-1945 am Österreichischen Kulturforum Rom werden neben den beiden Herausgebern die Historiker Lutz Klinkhammer und Umberto Gentiloni sprechen. Der österreichische Botschafter und der Präsident der Fondazione Museo della Shoah werden Grußworte an die Anwesenden richten. Am 13. Oktober wird das Werk am Österreichischen Kulturforum Mailand vorgestellt. Die Österreichischen Kulturforen Rom und Mailand haben die Veröffentlichung der italienischen Ausgabe unterstützt.
(Eine Information des Österreichischen Kulturforums in Rom)
