Vortrag von Frau Prof. Erika Rosenberg über Oskar und Emilie Schindler, Wilhelm Canaris und den Widerstand während des 2. Weltkriegs am Österreichischen Generalkonsulat Krakau
Im Rahmen einer Vortragsreihe in Europa aus Anlass des 70. Jahrestags des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs hielt Frau Prof. Erika Rosenberg, Kuratorin und Miterbin des Ehepaares Emilie und Oskar Schindler, heute in der Galerie des Österreichischen Kulturforums Krakau einen Vortrag über Oskar Schindler, sowie über die neuesten Erkenntnisse ihrer Recherchen zum Thema Wilhelm Canaris und den Widerstand während des Zweiten Weltkriegs. Im Rahmen ihres Krakau-Aufenthaltes gab sie auch eine Präsentation zum selben Thema vor Schülern des 9. Krakauer Lyzeums (Allgemeinbildende Oberschule). Eine Ausstellung aus dem Schindler Nachlass soll im Laufe des Jahres 2010 am Österreichischen Kulturforum Krakau gezeigt werden.
Oskar Schindler, der am 28. April 1908 in Zwittau, in der damaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie geboren wurde, war ein sudetendeutscher Industrieller, der während des Zweiten Weltkrieges etwa 1.200 bei ihm angestellte jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung in den Vernichtungslagern des Nationalsozialismus bewahrte. Dessen Lebensgeschichte machte ein australischer Schriftsteller zu einem Bestseller namens "Schindlers Liste", der als Vorlage für den Oscarprämierten Kinofilm gleichen Namens von Steven Spielberg diente und weltweit von mehreren hundert Millionen Menschen gesehen wurde. Oskar Schindler erhielt vom Staat Israel 1962 den Ehrentitel "Gerechter unter den Völkern".
Frau Prof. Rosenberg unterrichtet am Goethe-Institut in Buenos Aires Deutsch und deutsche Geschichte. Sie ist journalistisch tätig und Autorin mehrerer Bücher. Als enge Vertraute der Schindler-Witwe Emilie hat sie u.a. Biografien von Oskar und Emilie Schindler verfasst.
