Neue polnisch-österreichische Kulturzeitschrift SECESjA lädt zum Dialog ein
03.06.2005
Das Österreichische Kulturforum Warschau bringt mit dem Titel „SECESjA“ eine neue Zeitschrift für Kunst, Kultur und Gegenwart heraus. Inhaltlich werden besonders Fragen der Literatur, der Musik, der bildenden Kunst behandelt aber auch Gegenwartsfragen, der Dialog der Religionen oder die Europäische Integration finden Raum. SECESjA versteht sich als Einladung zum Dialog in polnischer und deutscher Sprache, weil die Zeitschrift durchgehend zweisprachig erscheint und den LeserInnen aus beiden Sprachkulturen damit die Möglichkeit eines direkten Zugangs und Vergleichs gegeben ist.
Unter Mitarbeit des ehemaligen Direktors des Polnischen Instituts in Wien, Jacek St. Buras, der Vizedirektorin der staatlichen Kunstgalerie Zacheta, Hanna Wroblewska und anderer werden in der ersten Ausgabe Themen, wie der Warschauer Aufstand 1944 von Außenminister a.D. Wladislaw Bartoszewski, die Entwicklungen in der Ukraine 2004/2005 von Alois Woldan, Wojciech Stanislawski und Andreas Kappeler, das Wirken von Kardinal Franz König durch den geschäftsführenden Präsidenten von Pro Oriente Johann Marte behandelt. An Hand der Verleihung des Literaturnobelpreises an Elfriede Jelinek werden Fragen der Frauenliteratur thematisiert sowie Polen und Österreich gegenübergestellt.
Für den Inhalt zeichnet Walter Maria Stojan, Direktor des Österreichischen Kulturforums Warschau, verantwortlich, der im Vorwort zur ersten Ausgabe darauf hinweist, dass „SECESjA ein Beispiel für die Möglichkeit sein soll, als Individuum zu einem Wir-Erlebnis, zu einem gemeinsamen Produkt beizutragen. Viele einzelne Ichs schaffen in dieser Zeitschrift ein Wir. Auch in diesem Sinne soll diese Zeitschrift eine Sezession, eine Alternative zum Zeitgeist der Atomisierung der Gesellschaft sein.“
Für das Jahr 2005 ist eine weitere Ausgabe in Vorbereitung, die sich dem Thema „Solidarität – Solidarnosc“ widmen wird. Ab 2006 erscheint SECESjA vierteljährlich.
Die Zeitschrift kann über das Österreichische Kulturforum Warschau (Email: warschau-kf@bmaa.gv.at ) oder Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, Referat für Kulturelle Öffentlichkeitsarbeit (Email: andreas.pawlitschek@bmaa.gv.at ) bezogen werden.
