Auslandskultur Österreich zwischen Image und Identität
08.09.2005
Das kulturelle Selbstverständnis Österreichs und seine Fremdbilder im Mittelpunkt der Auslandskulturtagung 2005
Die diesjährige Auslandskulturtagung des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten geht mit dem Thema „Österreich zwischen Image und Identität“ der Frage nach wie die Öffentlichkeit im Ausland über Österreich denkt und ob und wie diese Wahrnehmung durch die Auslandskulturarbeit beeinflusst wird. Österreich wird weltweit sehr stark mit kulturellen Traditionen und Leistungen verbunden, braucht es dennoch etwa ein neues „Nation Branding“ um im internationalen Wettbewerb mehr Aufmerksamkeit für die kulturelle Präsentation zu erreichen?. Botschafter Emil Brix, Leiter der Kulturpolitischen Sektion im Außenministerium, dazu: „Eine der Hauptaufgaben der österreichischen Auslandskulturarbeit ist es Momente der internationale Aufmerksamkeit für Österreich und die Leistungen seiner Künstler und Wissenschaftler zu erreichen und damit sein internationales Image mit seiner kulturellen Identität in Einklang zu bringen. Um dies zu erreichen ist es für uns essentiell zu wissen wie unser Image und unsere Identität aussehen und wie sie international beurteilt werden.“
Die Auslandskulturtagung 2005 findet am 8. September im Kunsthistorischen Museum in Wien statt. Bereits zu Beginn der Tagung wird Christoph Stölzl, ehemaliger Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin, seine Sicht des Österreichimages durch die Brille eines deutschen Freundes in einem Vortrag präsentieren. Im Anschluss widmen sich drei Arbeitskreise kontroversiellen Fragen, deren Beantwortung jedoch eine zentrale Rolle in der zeitgemäßen österreichischen Auslandskulturarbeit spielen: „Braucht Österreich ein kulturelle „Nation Branding und kann die Auslandskulturpolitik die Österreichbilder beeinflussen?“, „Ist kulturelle Nachbarschaftspolitik provinziell oder zukunftsweisend und welche Beiträge leistet die Kulturkooperation für die Regionale Partnerschaft?“, „Gibt es spezifische österreichische Beiträge zur Kultur Europas?“ Als Impulsreferenten für die Arbeitskreise konnten Klaus-Dieter Koch (Markenstratege, Brand:Trust, Nürnberg), Boris Marte (Leiter Konzernsponsoring Erste Bank Group) und Michael Freund (Leiter Media Communications Webster University, Wien und Redakteur Der Standard) gewonnen werden.
In Vertretung von Bundesministerin Ursula Plassnik wird Generalsekretär Johannes Kyrle, in seiner Rede „die neuen Aufgaben der Auslandskultur" skizzieren und auf die Kernaufgaben österreichischer Auslandskulturarbeit der nächsten Zeit eingehen. Der diesjährige Festvortrag kommt von Peter Pulzer, Auslandsösterreicher und bis zu seiner Emeritierung Gladstone Professor of Government and Public Administration am All Souls College in Oxford und steht unter dem Leitgedanken „Kann ein Land aus der Geschichte lernen – mein persönliches Österreichbild“.
