Österreich-Russische Förderation: Kulturgespräche in Wien
12.12.2003
Wien 12. Dezember 2003. – Am 11. Dezember 2003 wurde in Wien nach der Tagung der österreichisch-russischen Gemischten Kulturkommission das 2. Arbeitsprogramm für die Zeit 2003 bis 2007 angenommen. Die Tagung erfolgte in Ausführung des Abkommens zwischen der Republik Österreich und der Russischen Föderation über kulturelle Zusammenarbeit vom 27. Oktober 1998.
Das Arbeitsprogramm sieht Projekte in nahezu allen Bereichen der Kulturbeziehungen vor und ist als Ausdruck der über Jahrzehnte gewachsenen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu sehen. Konkrete Vorhaben wurden vor allem in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Schulwesen, Lehrer/innenfortbildung, Sprachwesen, Kultur, Kunst, Jugend und Sport vorgesehen. Die Zusammenarbeit in internationalen Organisationen soll gestärkt werden. Besondere Beachtung wird in den kommenden Jahren wieder der Sprachunterricht erfahren, wobei Vereinbarungen über die Ausstellung von Zertifikaten sowohl durch österreichische als auch durch russische Institutionen getroffen wurden.
In Aussicht genommen werden auch Projekte zu den Jahrestagen „60 Jahre Endes des 2. Weltkrieges“ und „50 Jahre österreichischer Staatsvertrag“ im Jahr 2005. Österreichische und russische Wissenschaftler/innen werden u. a. an einem gemeinsamen Forschungsprojekt über „Die Rote Armee in Österreich 1945 – 1955“ arbeiten. Die Schwerpunktarbeit im Bereich der bilateralen Kulturbeziehungen wird einerseits beim österreichischen Kulturforum in Moskau und andererseits beim russischen Zentrum für Wissenschaft und Kultur (Kulturinstitut) der Russischen Föderation in Wien liegen.
Die Gemischte Kulturkommission hat betont, dass den wechselseitigen Bemühungen um die Restitution von in Folge des 2. Weltkrieges verbrachten Kulturgütern eine besondere Bedeutung zukommt.
