"Voices for Peace - Stimmen für den Frieden"
27.02.2002
Konzert von Timna Brauer mit einem arabischen und einem israelischen Chor
im Jüdischen Museum Berlin am 12. 3. 2002
Das Jüdische Museum Berlin präsentiert am Dienstag, dem 12. März 2002, um 19:30 Uhr ein Konzert der israelisch-österreichischen Sängerin Timna Brauer mit dem Elias Meiri Ensemble, dem palästinensischen Shefa-Amr Chor und dem israelischen Collegium Tel Aviv. Gemeinsam führen sie auf dieser herausragenden Tournee-Station in Deutschland Lieder eines Gottes, zweier Nationen und dreier Religionen auf.
Die Kultur-Stiftung der Deutschen Bank fördert die Tournee im Rahmen des Jahresthemas der Deutschen Bank: "Toleranz: Vielfalt - Identität - Anerkennung".
Das Konzert wird durch das Kulturforum der Österreichischen Botschaft Berlin unterstützt.
Die einzigartige Begegnung zweier Chöre, Orchester und Solisten ist das Ergebnis einer vierjährigen Zusammenarbeit, in der Juden über Allah und Maria singen, und Palästinenser moslemischen und christlichen Glaubens Synagogenliturgie interpretieren. Schwerpunkt des Programms sind geistliche Lieder aus dem Nahen Osten, aber auch christliche Pilgerballaden des Mittelalters, unter anderem aus der "Carmina Burana". Zum Programm gehören "Allah ya Mulana" ("Allah ist groß", ursprünglich aus Marokko), das hebräische "Avinu Malkeinu", ein Jom Kippur-Gebet, und das Spiritual "We Shall Overcome", das der Friedensbewegung als Hymne dient.
Timna Brauer ist die Hauptstimme des Ensembles und meistert stilistische und stimmliche Herausforderungen arabischer und europäischer Musiktraditionen. Im Ensemble ihres Mannes, des Pianisten Elias Meiri, nehmen Musiker aus vielen Nationen (Israel, Türkei, Rumänien, Tobago u.a.) teil. Der Kammerchor Collegium Tel Aviv ist, neben dem klassischen Repertoire, auf synagogale und hassidische Musik aus der jüdischen osteuropäischen Tradition spezialisiert. Der Shefa-Amr Chor interpretiert hauptsächlich byzantinische Gesänge und islamische Sufilieder.
In schwierigen Zeiten im Nahen Osten, in denen der politische Dialog dort ins Stocken geraten ist, baut "Stimmen für den Frieden" eine Brücke zwischen den Religionsgemeinschaften und Völkern und leistet damit einen Beitrag für interreligiöses Verständnis.
Die weiteren Auftrittsorte in Deutschland:
- 16.3.2002 Stadthalle Fürth im Rahmen des "Internationalen Festivals des Jiddischen Liedes"
- 18.3.2002 Hessischer Rundfunk in Frankfurt am Main im Rahmen der "Jüdischen Kulturtage"
