Thomas Bernhard Ausstellung in Mersch/Luxemburg
06.06.2002
Am 14. Juni fand im Centre National de Littérature in Mersch die Eröffnung der Ausstellung "Thomas Bernhard und seine Lebensmenschen - Der Nachlass" statt. Thomas Bernhard hat in den 60er und 70er Jahren mehrfach an den sogenannten Mondorfer Dichtertagen in Luxemburg teilgenommen. Er soll dort die Anregung zu seinem Roman "Frost" erhalten haben. So soll die Figur des Dr. Koltz im genannten Roman den Ehemann der bekannten Luxemburger Schriftstellerin Anise Koltz zum Vorbild haben. Durch diesen Umstand ergibt sich ein guter Anknüpfungspunkt für die jetzt gezeigte Thomas Bernhard Ausstellung, die mit Unterstützung der Österreichischen Botschaft organisiert wurde. Sie wurde von der Thomas Bernhard Privatstiftung, dem Land Oberösterreich und dem Adalbert Stifter Institut geschaffen und finanziert und bereits in Wien in der Nationalbibliothek, sowie in Linz, München und Prag gezeigt. Weitere Auslandseinsätze werden folgen. In Luxemburg wird die Ausstellung bis 14. August zu sehen sein.
Den Eröffnungsvortrag hielt nach Begrüßungsworten der Leiterin des Centre National, Frau Götzinger, Botschafter Strohal und Sektionsleiterin Kalista, der Direktor des Österreichischen Literaturarchivs, Prof. Wendelin Schmidt-Dengler.
Die Österreichische Botschaft kann auf gute und langjährige Erfahrungen mit dem Centre National de Littérature aufbauen. 1996 hat sie gemeinsam mit dem Centre National die Ausstellung "Stefan Zweig. Ein Österreicher aus Europa", weiters eine Präsentation von "Ingeborg Bachmann" sowie im vergangenen Jahr szenische Lesungen aus Werken von Elfriede Jelinek und Marlene Streeruwitz sowie eine Lesetournee mit Christine Nöstlinger mit großem Erfolg durchgeführt.
