Achse Wien-Paris
08.05.2002
Eröffnung der Ausstellung "Achse Wien-Paris: zeitgenössische Positionen" am 7.5.2002 in Wien
Monika Kalista, Leiterin der Kulturpolitischen Sektion im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, eröffnete die Ausstellung "Achse Wien-Paris" am 7.5.2002 in der Galerie LA PAPESSSA in Wien. In ihrer Rede betonte sie die außerordentlich gute Kooperation zwischen der Galerie und dem österreichischen Kulturforum Paris, das die Initiative ergriffen hatte, Bilder zeitgenössischer Repräsentanten österreichischer Kunst anlässlich der Eröffnung des neu adaptierten Gebäudes am 13. Februar 2002 in Paris einem breiten französischen Publikum zu präsentieren. 10 Standpunkte österreichischer Gegenwartkunst zeigten in Paris neueste Tendenzen weit ab vom ehemals im Centre Georges Pompidou so überaus erfolgreich übermittelten Bild eines "Wien um 1900", an das man sich in Paris auch Jahre später noch sehr lebhaft erinnert . Gleichzeitig konnte mit dieser Ausstellung aber auch die Offenheit des österreichischen Kulturforums in Paris als Plattform der Auseinandersetzung mit Zeitgenössischem Kulturschaffen sichtbar gemacht werden.
Das von der Galerie LA PAPESSA entwickelte Ausstellungskonzept für Paris, das bereits bewusst für eine Anschlusspräsentation für Wien vorbereitet wurde, setzte sich zum Ziel einen kondensierten Überblick über die Vielfalt künstlerischer Standpunkte in Thema und Umsetzung zu zeigen und sie in deren unmittelbarer Gegenüberstellung zusätzlich zu akzentuieren. So treffen Sebastian Weissenbacher und Birgit Sauer als Vertreter der jungen Generation mit sehr unterschiedlichen Ausgangspunkten aufeinander. Robert Kabas hingegen wirft die kontradiktorischen Fragen von Raum und Zeit im statischen Kontext auf, während Ingrid Parkos-Planatscher prozessiven Veränderungen nachgeht. In Martin Esterls Bildwelt setzt sich persönliches Engagement in aggressiven Elementen um, die den ruhigen und auf Harmonie bedachten Arbeiten von Hans Reischer gegenübergestellt sind. Céciel Nordegg und Jonathan Berkh thematisieren die zahlreichen Beziehungsschichten zwischen Bild und Betrachter. Die Gegenstände in den Arbeiten von Richard Jurtitisch verweben Epochen und Orte miteinander, wogegen Robert Trsek die Natur und ihre Sinngebung durch das Sehen thematisiert.
Die 10 Standpunkte setzen sich natürlich auch mit der Rezeption an zwei unterschiedlichen Präsentationsorten wie Paris und Wien auseinander und greifen die künstlerische Affinität, die zwischen diesen beiden Städten existiert, auf. Die Galerie LA PAPESSA beweist darüber hinaus auch wie sehr sich die österreichische Auslandskulturpolitik immer wieder bemüht, das weithin traditionell geprägte Kulturbild von Österreich durch ein zeitgenössisches zu ergänzen.
Nähere Informationen über die Tätigkeit des österreichischen Kulturforums Paris unter www.fca-fr.com
